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"Corona hat aufgedeckt, wie ungerecht Schulsystem ist"

Heute-Logo Heute 25.11.2020
© Bereitgestellt von Heute

Trotz Corona-Virus und zugehöriger Maßnahmen werden Schüler auch im nächsten Jahr maturieren. Aber mit welchen Standards? Darüber wird diskutiert.

Samuel ist 17 Jahre alt, Mitglied der Landesschülervertretung und geht in Wien in die Schule. Im Gespräch mit "Heute" erzählt er von den Schwierigkeiten, die ihm die Corona-Pandemie und die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen bereiten. Die Pandemie sei an sich schon eine Belastung, meint der Schüler, die Schule komme als zusätzlicher Stressfaktor dazu. Das Krisenmanagement der Regierung bewertet der 17-Jährige als "katastrophal".

"Es schlägt sich auf die Psyche", sagt Samuel im "Heute"-Interview. Der Alltag in Zeiten der Pandemie und des Lockdowns sei ohnehin anstrengend. Mit dem Lehrpersonal werde vorallem via Video-Telefonie kommuniziert. Zusätzlich gebe es Arbeitsaufträge – "die erzeugen einen Leistungsdruck, den nicht jeder gut verkraftet", so der Schüler. Dazu komme die Ungewissheit: "Wir wissen nicht, ob, wann und wie es mit der Schule weiter geht. Die Schüler leiden sehr unter dieser Situation."

Auch die soziale Frage sei schwierig, meint Samuel. "Viele Eltern müssen zuhause bleiben, das ist eine extra Belastung", sagt der 17-Jährige, und zieht Bilanz: "Durch Corona wurde aufgedeckt, wie ungerecht unser Schulsystem in Österreich ist". Was er damit meint? "Es macht einen enormen Unterschied, wo man im Lockdown ist. Ob das in der Villa in Döbling ist, oder im Gemeindebau mit drei Geschwistern im selben Raum. Wer auf seine Geschwister aufpassen muss, kann sich nicht auf die Schule konzentrieren", sagt Samuel und fordert daher eine Anpassung der Matura an die Gegebenheiten. "Wir werden uns bei der Matura nicht leichter tun, als andere Jahrgänge. Sie soll einfach an die Voraussetzungen angepasst werden. Außerdem muss der Stoff gekürzt werden", fordert er. 

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