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Corona-Stopp im ersten Jahr

KURIER-Logo KURIER 08.05.2020 wolfgang.atzenhofer

Der Amstetten AVB-Chef Prassl und Intendant Balga mussten ihren Einstiegselan drosseln

Christopher Drassl, Geschäftsführer der Amstettener Veranstaltungsbetriebe © AVB/sengstschmid Christopher Drassl, Geschäftsführer der Amstettener Veranstaltungsbetriebe

Es hätte ein fulminanter Kulturfrühling werden sollen, und das Sommermusical „On your Feet“ mit südamerikanischen Rhythmen zu den Hits von Gloria Estefan war als Jahreshighlight programmiert. Doch dem neuen Chef der Amstettener Veranstaltungsbetriebe (AVB), Christopher Prassl, und dem erstmals verantwortlichen neuen Musical-Intendanten Alex Balga bescherte das Coronavirus einen gnadenlosen Stopp in ihrem ersten Jahr.

„Eine Enttäuschung. Aber angesichts der Tatsachen eine unvermeidliche Konsequenz“, sagt Prassl. Zu Jahresbeginn hat er den in die Pension gewechselten langjährigen AVB-Chef Johann Kropfreiter abgelöst. Doch statt in diesen Tagen Stars wie Viktor Gernot, „The Flying Pickets“, die Kung-Fu-Show der Shaolin-Mönche oder bekannte Orchester im Pölzhallen-Theater begrüßen zu dürfen, muss Prassl Ersatztermine und Absagen managen.

Amstettens Musical-Intendant Alex Balga © AVB / Mag. Gerhard Sengstschmid Amstettens Musical-Intendant Alex Balga

An die 30 Events sind in Amstettens Kulturdrehscheibe bereits von den Corona-Maßnahmen betroffen. „Für die meisten Auftritte ist es gelungen, Ersatztermine im Herbst und im Frühjahr zu finden. Das Publikum ist treu, die Ersatztermine werden gut akzeptiert“, berichtet der Theatermanager. Auch in der Zeit der harten Corona-Ausgangsbeschränkungen pendelte der gebürtige Tiroler täglich von der Familie in Wien nach Amstetten.

Ensemble

Die Entscheidung, die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals „On your Feet“auf 2021 zu verschieben, fällte Prassl in enger Abstimmung mit der Stadtpolitik und Alex Balga. „Mein erstes Jahr als Intendant habe ich mir schon turbulent vorgestellt, doch in meinen kühnsten Träumen wäre ich nicht davon ausgegangen, dass wir gar nicht spielen können“, sagt der künstlerische Leiter enttäuscht. Gut 60 Prozent der Vorbereitungen für so eine große Produktion seien bis zum Stopp bereits geleistet worden.

Vom bereits engagierten Team, das „aus fast allen Kontinenten herkommt“, hat Balga durchwegs positive Reaktionen erhalten, auch 2021 in Amstetten dabei sein zu wollen. Generell seien die Künstler aber aufgrund der existenzbedrohenden Situation deprimiert und sehr betroffen. „Eine Hilfe für uns alle wäre, wenn das Interesse an Tickets für das Musical 2021 groß ist“, meint Balga.

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