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Das sind die gefährlichsten Städte Europas

derStandard-Logo derStandard 14.06.2021
© Foto: AFP/PAUL ELLIS

Wenn es nach den Daten von Numbeo geht, ist keine europäische Stadt unsicherer als Bradford. Die Stadt in der englischen Grafschaft Yorkshire führt aktuell den unrühmlichen "Crime Index" an, den die Datenbank Numbeo anhand von User-Umfragen erstellt hat. Der Kriminalitätsindex von Bradford liegt laut Numbeo bei 70,33, was als hoch gilt. Vor allem die Probleme im Zusammenhang mit Drogenkonsum und -handel in der Stadt haben die Umfrageteilnehmer als sehr hoch bewertet. Aber auch bei anderen Punkten, etwa der Furcht vor Eigentumsdelikten, hat Bradford schlecht abgeschnitten.

Überhaupt kommen englische Städte im Ranking schlecht weg. So ist die zweitgefährlichste Stadt Europas Coventry. Auch dort spielen Drogendelikte eine Rolle, aber auch Einbrüche und Gewaltdelikte. Birmingham und Manchester sind ebenfalls in den Top Ten vertreten: auf Platz sechs bzw. Platz zehn.

Drei französische Städte in den Top Ten

Auf Platz drei findet sich Nizza. In der französischen Küstenstadt meinen Umfrageteilnehmer unter anderem, dass sie ein mulmiges Gefühl haben, nachts allein unterwegs zu sein. Beklagt wird auch die generell zunehmende Kriminalität in den vergangenen Jahren. Zwei weitere französische Städte finden sich in der Liste: Marseille (7) und Montpellier (9).

Mit Catania (4) und Neapel (8) sind auch zwei italienische Städte in den Top Ten des "Crime Index" vertreten. Minsk, die Hauptstadt von Belarus, kommt auf Rang fünf. Was erstaunt, wenn man sich die dortige Situation (staatliche Repressalien, Gewalt etc.) in den letzten Monaten vor Augen führt. Unter anderem deshalb ist der Index auch mit Vorsicht zu genießen. Denn das Ranking wird zwar anhand mehrerer Kriterien erstellt, basiert aber ausschließlich auf den subjektiven Wahrnehmungen der Umfrageteilnehmer.

Kritik an der Statistik

So hat Numbeo zum Beispiel nach der Sorge vor Überfällen und Einbrüchen gefragt, ebenso wie nach Drogenproblemen und Rassismus in der Stadt. Auch die Wahrnehmung von Problemen mit Korruption und Bestechung wurden berücksichtigt. Nach eigenen Angaben werden nur jene Städte mit in das Ranking aufgenommen, für die es genügend Umfrageteilnehmer gibt, heißt es bei Travelbook, wo die Kritik an der Statistik so zusammengefasst wird: Weltweit kann jeder die Datenbank mit Informationen füllen. Zwar gibt Numbeo an, die Umfragen zu filtern, um potenziellen Missbrauch zu verhindern, z. B. Personen, die eine große Menge an Daten eingeben, die sich vom Mittelwert unterscheiden. Dennoch sind die Daten insgesamt nicht überprüfbar.

Am anderen Ende der Liste stehen Zürich (Schweiz, 1), München (Deutschland, 2) und Bern (Schweiz, 3). Dort fühlen sich die Umfrageteilnehmer besonders sicher. Wien landet auf dem 131. Platz und damit im unteren Viertel des europäischen "Crime Index" von Numbeo, der 158 Städte aufweist.

Weltweit haben mehr als 100.000 Menschen in 6.273 Städten an der Umfrage teilgenommen und ihr persönliches Sicherheitsempfinden bewertet. Global gesehen am schlechtesten abgeschnitten hat dabei die Hauptstadt Venezuelas, Caracas. (red, 14.6.2021)

Die zehn gefährlichsten europäischen Städte im Überblick

  1. Bradford, England
  2. Coventry, England
  3. Nizza, Frankreich
  4. Catania, Italien
  5. Minsk, Belarus
  6. Birmingham, England
  7. Marseille, Frankreich
  8. Neapel, Italien
  9. Montpellier, Frankreich
  10. Manchester, England
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