Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Dutzende Tote bei neuen Kämpfen im Jemen

APA-LogoAPA 09.09.2018 grh

Nach den geplatzten Verhandlungen zwischen der jemenitischen Regierung und den Houthi-Rebellen sind bei Kämpfen und Luftangriffen nahe der Hafenstadt Hodeidah elf Soldaten und 73 Rebellen gestorben. Dies verlautete am Sonntag aus Krankenhauskreisen. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden.

Die geplanten Friedensgespräche unter UNO-Vermittlung kamen nicht zustande, da die Rebellen dem Treffen in Genf fernblieben. Da Rebellenchef Abdulmalik al-Houthi in der Folge zum Widerstand gegen die Regierung aufrief, könnte sich der Konflikt in Jemen nun weiter verschärfen.

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Bürgerkrieg, in dem nach UNO-Angaben bereits etwa 10.000 Menschen getötet wurden, unter ihnen tausende Zivilisten. Nach Einschätzung der UNO handelt es sich um die schwerste humanitäre Krise weltweit.

Die indirekten Gespräche in Genf sollten die ersten Bemühungen um einen Frieden durch Verhandlungen seit 2016 sein. Damals waren die Verhandlungen zwischen der Regierung und den Houthi-Rebellen in Kuwait nach 108 Tagen ohne eine Einigung zu Ende gegangen. Anschließend saß die Delegation der Rebellen wegen einer Luftblockade drei Monate lang im Oman fest.

Angeheizt wird der Konflikt dadurch, dass beide Seiten große Regionalmächte hinter sich haben: Die Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi wird vom sunnitischen Saudi-Arabien unterstützt, der schiitische Iran unterstützt die Houthi-Rebellen.

| Anzeige
| Anzeige
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon