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Ein Kärntner Projekt als Vorbild für Deutschland

KLEINE ZEITUNG-Logo KLEINE ZEITUNG 17.12.2018 Kleine Zeitung
Der Deutsche Innovationspreis für Erwachsenenbildung 2018 ging an das Kärntner Projekt "Lern@Fest" / Bild: DIE/Rothbrust © Der Deutsche Innovationspreis für Erwachsenenbildung 2018 ging an das Kärntner Projekt "Lern@Fe... Der Deutsche Innovationspreis für Erwachsenenbildung 2018 ging an das Kärntner Projekt "Lern@Fest" / Bild: DIE/Rothbrust

Ein Projekt aus Kärnten wird zum Vorreiter für ganz Deutschland und soll dort helfen, strukturschwachen Regionen Auftrieb zu geben. Denn das „Lern@Fest“, initiiert vom Katholischen Bildungswerk und der Plattform Erwachsenenbildung Kärnten/Koroška (PEKK), erhielt den Deutschen Innovationspreis für Erwachsenenbildung in Bonn. „Im Rahmen des Projektes ist es in vorbildlicher Weise gelungen, die Bedeutung von Weiterbildung als Ressource für den sozialen Zusammenhalt und gegen Abwanderung herauszuarbeiten“, lobte Jury-Mitglied Kai Sterzenbach.

Im Rahmen des Projekts wurden eineinhalb Jahre lang in 15 Gemeinden Aktionen gesetzt. Unter anderem schuf man Bildungsangebote für Jung und Alt, um nicht nur lebenslanges Lernen zu fördern, sondern auch die Menschen näher zusammenzuführen. „Orte der Weiterbildung sind auch Orte der Begegnung, des Austauschs und der gegenseitigen Anregung in Wort und Tat“, sagte Annegret Kramp-Karrenbauer, Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes (DVV) und Generalsekretärin der CDU, als Schirmherrin des diesjährigen Preises.

Für Nahversorgung und gegen Abwanderung

Im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses wurden Themen wie generationen- und familienübergreifende Nachbarschaftshilfe oder die Nahversorgung im Ort thematisiert. Und um der Abwanderung entgegenzuwirken, wurden Jugendliche an Arbeitgeber vor Ort herangeführt. „Die Beteiligung hat nicht nur dazu beigetragen, dass im Bildungsprogramm für jeden etwas dabei ist, sondern mehr noch, sie stiftet Gemeinsinn und wirkt wie Klebstoff in einer individualisierten Gesellschaft“, sagt PEKK-Obmann Ernst Sandriesser. Höhepunkt des Prozesses war ein Lernfest heuer im Sommer mit 1000 Teilnehmern.

Möglich gewesen sei dies nur durch erfolgreiche Kooperationen – einerseits zwischen den 16 PEKK-Mitgliedern selbst, andererseits mit Irene Primosch von der Leader Region Villach-Umland und mit der Kommunalpolitik, sagt Projektleiterin Petra Strohmaier: „Die 15 Gemeinden und ihnen voran die Bürgermeister waren aktiv eingebunden und haben somit wesentlich zum Gelingen des Projekts beigetragen.“ Dadurch könne man schon jetzt weitere Bildungsangebote leichter vermitteln, sagt Strohmeier. In Zukunft möchte sie die im Pilotprojekt gewonnenen Erfahrungen nutzen, um an der Strategie für lebenslanges Lernen des Landes mitzuwirken.

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