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Kinderpornografie - schon jetzt mehr Meldungen als 2017

KURIER-Logo KURIER 10.09.2018 Redaktion kurier.at

Starker Anstieg, bis August schon 11.870 Hinweise bei Meldestelle Stopline.

Internetseite von Stopline © APA/HELMUT FOHRINGER Internetseite von Stopline

11.870 Meldungen über mutmaßlich kinderpornografisches Material sind biszum 31. August bei Stopline eingegangen. Das sind bereits um 4.234 mehr alsim gesamten Jahr 2017. In 1.772 Fällen handelte es sich tatsächlich umverbotene Inhalte. "Seit letztem Jahr nehmen die Meldungen stark zu. Wirsind sehr gefordert", erläuterte Barbara Schloßbauer, Projektleiterin derStopline, gegenüber der APA.

Stopline ist eine Meldestelle gegen sexuelle MissbrauchsdarstellungenMinderjähriger und nationalsozialistische Wiederbetätigung im Internet. Imvergangen Jahr gingen 7.636 Hinweise zu Kinderpornografie im Netz ein,1.759 davon zutreffend. 2016 waren es 4.001, von denen 644 relevant waren.

Schloßbauer überrascht die starke Zunahme: "Wir machen nichts anders alsfrüher. Die wachsende Bekanntheit von Stopline spielt da sicher eine Rolle.Auch die Bewusstheit um die Thematik ist bei den Leuten gestiegen", sagtesie.

Oft stießen User bei der Suche nach jungen Pornodarstellerinnen aufInhalte, die ihnen doch zu weit gingen. Teils befinde sich das Materialauch auf Filesharing Plattformen. Per E-Mail würde heute nur noch wenigKinderpornografie verbreitet, erklärte Schloßbauer. Betrifft eineBenachrichtigung tatsächlich Verbotenes, wird die Polizei verständigt. "Esist sehr schwierig in diesem Bereich zu ermitteln, da der Großteil desAustausches von Material in geheimen Foren stattfindet. Dort erhält man nurZugang, wenn man selbst etwas liefert. Das tut die österreichische Polizeinatürlich nicht", erklärte Vincenz Kriegs-Au, Pressesprecher desBundeskriminalamts, gegenüber der APA.

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