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Nach Kurzurlaub: Bundesligisten starten ins Frühjahr

APA-LogoAPA 04.01.2021 tos/ef
Trainer Miron Muslic bei Ried neu am Ruder © APA Trainer Miron Muslic bei Ried neu am Ruder

Die Vorbereitung auf die schon Ende Jänner startende Frühjahrssaison hat bei den Fußball-Bundesligisten nach einem Kurzurlaub Fahrt aufgenommen. Bei der SV Ried präsentierte sich am Montag mit Miron Muslic ein neuer Chefcoach, der "heimliche" Winterkönig Sturm Graz nahm bereits das Nachtragsmatch am 17. Jänner in Wolfsberg ins Visier. Bei Rapid standen Kapitän Dejan Ljubicic und der seit langem verletzt fehlende Philipp Schobesberger wieder auf dem Rasen.

Beim LASK und der Austria waren neben den obligatorischen Corona-Checks auch Leistungstests angesetzt. Hartberg und die WSG Tirol verabschiedeten sich indes in ihre Trainingslager in Slowenien bzw. auf Malta. Salzburg absolvierte Coronatests, ehe der Titelverteidiger am Dienstag in Taxham zusammenkommt. Auch die Altacher und die Profis von Schlusslicht Admira sind dann wieder gefragt.

"Wir hatten zum Schluss eine gewisse Euphorie in der Mannschaft und müssen auf der Erfolgswelle oben bleiben", meinte Sturm-Trainer Christian Ilzer beim Medientermin in Messendorf. Nur ein Zähler fehlt den "Blackies" auf Spitzenreiter Salzburg, der aber ein Spiel mehr ausgetragen hat. Vorrangiges Ziel sei aber weiterhin das Erreichen der Meistergruppe, betonte Ilzer. In Sachen Transfers ist bei den Grazern mit Ausnahme eines möglichen Abgangs von Emeka Eze kaum etwas zu erwarten. Von Freitag an bis 14. Jänner wird Sturm in Umag mit Großkader ein Trainingslager absolvieren.

Rapids Profis drehten im Trainingszentrum Ernst-Happel-Stadion ihre ersten Runden im Neuen Jahr. Mit dabei waren auch Ljubicic und Schobesberger. Ljubicic machte nach einem Bänderriss im Knöchel die gesamte rund 90-minütige Einheit mit und will beim Rückrundenstart am 22. Jänner gegen Sturm dabei sein. Das Comeback des seit über einem Jahr nach einem Kreuzbandriss fehlenden Flügelspielers Schobesberger wird aber noch ein wenig auf sich warten lassen. Er machte am Montag Teile des Trainings mit.

"Wir müssen schauen, dass Spieler nicht wieder verletzt sind. Wenn wir annähernd so spielen wie im Jahr 2020, dann können wir sehr zufrieden sein", sagte Trainer Dietmar Kühbauer im Club-TV angesichts des zweiten Platzes der Grün-Weißen in der Jahrestabelle. Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic gab zu möglichen Transfers keine neuen Informationen. "Wir befinden uns in der Warteschleife."

In Ried präsentierte sich Miron Muslic an seinem ersten Arbeitstag als Cheftrainer. Die Zielsetzung beim aktuellen Tabellen-Neunten lautet Klassenverbleib. Muslic zeigte sich selbstbewusst. "Das Trainerteam ist zwar jung und in der ersten Liga unerfahren, aber ich habe eine klare Idee, was ich möchte, und die will ich den Spielern vermitteln", sagte der 38-Jährige. Ihm sei mangelnde Erfahrung schon in seiner Vergangenheit als Trainer vorgeworfen worden. "Ich habe jedes Mal die Aufgabe gut gelöst. Deshalb habe ich keine Angst, dass es nicht klappt", betonte der vormalige FAC-Coach.

Beim LASK waren die zwei neu geholten Angreifer noch nicht dabei. Der 16-jährige Slowake Adam Griger und der ab Donnerstag 18-jährige Türke Metehan Altunbas sollen in den kommenden Tagen in der Stahlstadt eintreffen. Der vom türkischen Zweitligisten Eskisehirspor geholte Altunbas könnte im Frühjahr verliehen werden. Der LASK ist bekanntlich auf der Suche nach einem Mittelstürmer. Der erste Test erfolgt am Samstag in Linz gegen die Austria.

Bei den Wienern dürfte es keine Kaderveränderungen geben. Trainer Peter Stöger wollte bei den im Herbst enttäuschenden Favoritnern an taktischen Aspekten schrauben. "Wir wollen versuchen, mehr Sicherheit in die Abläufe beim Spiel zu bringen und werden dafür jetzt die aussuchen, denen wir zutrauen, dass sie die Ergebnisse einfahren können", meinte Stöger. Die Austria wird erst am Mittwoch das erste Training auf Rasen bestreiten.

Der noch in der Europa League engagierte WAC stand in Wolfsberg wieder am Platz. Auch Ferdinand Feldhofer wusste mit Blick auf das Spiel gegen Sturm knapp zwei Wochen später: "Von einer richtigen Vorbereitung kann man aufgrund der kurzen Zeit bis zum ersten Pflichtspiel kaum sprechen." Für die Lavanttaler geht es am Samstag ins Trainingscamp ins slowenischen Catez, wo auch Testspiele geplant sind.

Bereits dort anzutreffen war am Montag der TSV Hartberg. Die Oststeirer werden für die Wolfsberger am Samstag Platz machen. Bis dahin will Trainer Markus Schopp die Zeit nutzen. Der rekonvaleszente Michael Lema machte die Reise nach Slowenien ebenso nicht mit wie Lukas Gabbichler, Hamidou Maiga oder Abdoul Yoda. Für diese Spieler werden Leihverträge angestrebt.

Auf eine weite Anreise begab sich die WSG Tirol. Für die Wattener ging es via Wien für sechs Tage nach Malta. Auf der Mittelmeerinsel geht es in zwei Testspielen gegen Gegner aus Tschechien und der Slowakei. Trainiert wird auch im Nationalstadion in Ta'Qali. Die Genehmigung für die über die Salzburger Agentur SLFC organisierte Reise erfolgte auch durch die österreichische Bundesregierung.

"Durch die Kürze der Pause hatten wir in diesem Jahr eigentlich kein Trainingslager geplant - weder sportlich noch budgetär", verriet Sportdirektor Stefan Köck. Kritik, wonach die WSG in Coronazeiten zu Hause hätte bleiben sollen, konnte er wenig abgewinnen. "Wir haben vor, während und nach dem Trainingslager PCR-Tests, leben in unserer eigenen Blase, abgeschottet von der Außenwelt, haben ein Hotel nur für uns", berichtete Köck.

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