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Neue Studie enthüllt traurige Fakten über unseren Müll

Heute-Logo Heute 30.06.2020
© Bereitgestellt von Heute

Die Ergebnisse der österreichweiten Restmüllanalysen zeichnen ein dramatisches Bild der Lebensmittelverschwendung in unserem Land.

In allen Bundesländern Österreichs wurden im Herbst 2018 und Frühjahr 2019 Restmüllanalysen durchgeführt. Nun wurden die ersten Ergebnisse veröffentlicht – und diese zeichnen ein trauriges Bild. Herr und Frau Österreicher würden ein enormes Potential einfach verschwenden, klagt der heimische Kompost & Biogas Verband (KBVÖ).

Zwischen 27,5 bis 38,8 Prozent unseres Restmülls sind demnach sogenannte "biogene Abfälle". Anstatt über die Biotonne als wertvoller Kompost in unseren Böden zu gelangen, werden diese organischen Stoffe zusammen mit dem Restmüll "thermisch verwertet", sprich angezündet und verbrannt. 

Und noch ein Umstand sollte uns zu denken geben: Rund die Hälfte des fälschlicherweise in der Restmülltonne entsorgten Bio-Abfalls zählt zu den "vermeidbaren Lebensmitteln". Alleine in Niederösterreich wurden so im untersuchten Zeitraum jährlich 29.615 Tonnen – das entspricht 17,7 Kilo pro Einwohner – an Lebensmitteln verschwendet. 

Der Kompost & Biogas Verband veranschaulicht das Ausmaß in ganz Österreich an einem Beispiel. Umgerechnet auf Ackerfläche würden wir jedes Jahr den Ertrag von rund 200.000 ha Weizen direkt in den Müll kippen.

KBVÖ-Obmann Hubert Seiringer kann bei solchen Zahlen nur den Kopf schütteln: "Anscheinend haben Lebensmittel keinen Wert mehr! Wie kann es sein, dass rund 15 Prozent der österreichischen Ackerfläche verwendet wird, um Lebensmittel mit hohem Engagement und Aufwand zu produzieren, die dann im Restmüll landen?"

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