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Tiergarten Schönbrunn: Auge in Auge mit den Giraffen

KURIER-Logo KURIER 16.07.2020 katharina.zach

Bei einer neuen Sonderführung kann man die eleganten Tiere selbst füttern.

© Daniel Zupanc

Ein Date der besonderen Art kann man ab sofort im Tiergarten Schönbrunn erleben. Und zwar darf man künftig den eleganten langbeinigen Giraffen ganz tief in die Augen blicken - und sie nebenbei auch noch füttern.

Um Wiener und Wien-Gäste für einen Besuch im Zoo zu begeistern, hat man sich in Schönbrunn eine neue Führung überlegt. Genauer gesagt, eine "Giraffen-VerFührung".

„Für unser neues Angebot haben wir einen besonderen Hochstand gebaut. So ist man mit unserem Netzgiraffen-Trio Fleur, Sofie und Obi auf Augenhöhe und kann sie mit frischen Blättern füttern“, sagt Zoodirektor Stephan Hering-Hagenbeck.

Die Fütterung ist aber nur ein Highlight der neuen Sonderführung. Denn alle Giraffen-Fans können auch gemeinsam mit einem Tierpfleger einen Blick hinter die Kulissen des Giraffenhauses werfen. Da erfahren sie dann mehr über die Tiere und ihren Lebensraum.

© Daniel Zupanc

Etwa, dass Giraffen südlich der Sahara leben und sich von Blättern, Früchten und frischen Trieben ernähren, die sie mit ihrer Zunge abreißen.

Geschickte Zunge

„Die Giraffe ist an ihren Lebensraum und ihr Futter sehr gut angepasst. Wie geschickt sie mit ihrer langen bläulichen Zunge ist, kann man beim Füttern genau beobachten“, erzählt Hering-Hagenbeck.

Einblicke bekommen die Giraffen-Fans auch in die aufwendige Pflege im Tiergarten und das Tiertraining im Zoo.

© Daniel Zupanc

Zu den Führungen kann man sich ab sofort anmelden, sie finden jeden Mittwoch ab 13 Uhr statt und dauern eineinhalb Stunden. Sie sind auf maximal sechs Personen begrenzt, um den nötigen Sicherheitsabstand gewährleisten zu können. Kinder müssen mindestens zehn Jahre alt sein. 

Allerdings ist das Vergnügen nicht ganz günstig: Es kostet 150 Euro pro Person.

© Daniel Zupanc

Bemühen um Gäste

Im Tiergarten bemüht man sich heuer besonders um heimische Besucher. Denn auch Österreichs berühmtester Zoo kam nicht unbeschadet durch die Coronakrise.

65 Tage lang musste man geschlossen halten, Kosten für Haltung, Pflege und Futter der Tiere fielen natürlich trotzdem an. Und kaum konnte der Tiergarten wieder aufsperren, ließ das Wetter zu wünschen übrig.

Zudem fehlen die Touristen. Zwar ist der Zoo gut besucht - im Mai kamen an den Wochenenden und Feiertagen im Schnitt knapp 6.000 Besucher - aber Spitzentage wie im Vorjahr mit bis zu 17.000 Gästen fehlen. 2019 lag der Anteil der Touristen bei den Kartenverkäufen bei 40 Prozent.

Wiener springen in die Bresche

Dafür bemühen sich die Wiener, das Fehlen zu kompensieren. Seit der Wiedereröffnung verkaufte der Zoo mehr Jahreskarten.

Den Besuchern wird aber auch einiges geboten. Von zahlreichen Tierbabys bis hin zu Sonderführungen. Jetzt gibt es eben auch ein Tête-à-Tête mit den Giraffen.

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