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Tote Schwangere: Muss Ex-Schiri lebenslang in Haft?

Heute-Logo Heute 30.08.2019

Beschert ihm der Turnschuh mit den drei Streifen die gestreifte Häf'nKluft? Ein ehemaliger Bundesliga-Schiri steht unter Verdacht, eine Schwangere erschlagen zu haben. Ein Sneaker soll ihn überführen.

Tote Schwangere: Muss Ex-Schiri lebenslang in Haft? © Daniel Raunig, GEPA-pictures.com Tote Schwangere: Muss Ex-Schiri lebenslang in Haft?

Auf festes Schuhwerk kann Franz G.* (Name geändert) derzeit verzichten. Dafür ist seine aktuelle Anschrift mehr als fest – Justizanstalt Klagenfurt, Purtschergasse 2.

Sportschuhe im Müll

Eines jener Indizien, die den 35-jährigen Ex-Bundesliga-Schiedsrichter ins Abseits bugsierten, ist ein Paar weißer Adidas-Sportschuhe. Die Kriminalpolizei fand es im Hausmüllcontainer seiner Wohnhausanlage.

Die völlig durchnässten Sneaker (Größe 41) könnten ein wichtiges Beweisstück im mysteriösen Mordfall Julia H. sein. Wie berichtet, wurde die im neunten Monat schwangere Frau in ihrer Wohnung in Feffernitz erschlagen und in der eigenen Badewanne abgelegt.

Frage nach dem Motiv

Der Killer ließ Wasser ein und hinterließ dabei einen Schuhabdruck am Tatort. Aufwendige kriminaltechnische Untersuchungen sollen nun klären, ob die Spurenlage zum Sportschuh passt und DNA-Spuren von Franz G. (er sagt, er trägt Schuhgröße 42) am Treter zu finden sind.

Es bleibt aber vor allem eine wichtige Frage offen: Welches Motiv hätte der verheiratete Familienvater mit Managementjob für eine derart abscheuliche Tat gehabt? Gerüchteweise soll er einen heimlichen Seitensprung mit dem späteren Opfer gehabt haben und auch der Vater ihres noch ungeborenen Kindes gewesen sein.

Julia H., dies berichten Zeugen, wollte ihn als Papa outen. Schlug er also in blanker Panikreaktion zu? Sein Rechtsanwalt Hans Gradischnig erklärt gegenüber "Heute": "Mein Klient sagt, dass er nach der Festnahme zwar als ‚Mörderschwein' tituliert wurde, die Tat aber nicht begangen hat. Er hofft sehr, bei der Haftprüfung am kommenden Montag schon wieder freizukommen." Es gilt die Unschuldsvermutung.

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