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Bierdosen, Gummibärli, Kaviar: Leibwächter musste für Strache einkaufen

KURIER-Logo KURIER 07.04.2022 Redaktion kurier.at

In einer ORF-Doku zeigte der ehemalige Leibwächter von Heinz-Christian Strache Einkaufslisten her, die ihm sein Chef beinahe täglich schickte.

© APA/HERBERT PFARRHOFER / HERBERT PFARRHOFER

"Bitte bringe mir 6 Bierdosen! Wichtig! Danke"

Diese Nachricht schrieb Heinz-Christian Strache am 8. November 2012 an Oliver Ribarich. Und es ist nur eine von vielen Wünschen, die der damalige FPÖ-Chef an seinen Leibwächter schickte.

"Zu jeder unmöglichen Tages- und Nachtzeit rauschten dann halt die Einkaufslisten herein", sagt Ribarich in der ORF-Doku "Der talentierte Herr Strache – Wie man (s)eine Karriere zerstört" über seinen Ex-Chef.

Ribarich gehörte einst zum engsten Kreis Straches und war nach eigenen Angaben "Mädchen für alles". Und er beweist das mit noch mehr Chatnachrichten, die er in der ORF-Doku auf seinem Handy herzeigt. 

"Gummibärli, 3 naturtrüben Apfelsaft, Eier (10), Putenschinken (20 dag), procutto (verpackt), Käse (Gauda geschnitten)", heißt es da etwa - und die Einkaufsliste ist noch länger.

So setzte Strache auch "12 Dosen Hundefutter" auf die Liste. "Bin mir in der Sekunde nur noch nicht sicher, wie ich diese Liste mit lediglich 2 Händen abarbeiten soll", antwortete ihm der Leibwächter mit einem skeptischen Emoji.

Nicht immer standen auf den Einkaufslisten klassische Lebensmittel, die man wohl in jedem Haushalt findet. Manchmal wünschte sich der Ex-FPÖ-Chef auch exklusivere Dinge: "Champagner 2 bitte moet", heißt es da etwa.

Oder: "Kannst du mir Kaviar besorgen! Um höchstens 700 Euro! Danke"  Zu bezahlen hatte der Leibwächter die Einkäufe offenbar aus eigener Tasche: "Bitte Rechnung übernehmen! Danke und lg HC"

Ermittlungen wegen Spesen

Gegen den ehemaligen FPÖ-Chef und Vizekanzler wird weiterhin wegen Vorwürfen zu Spesenabrechnungen ermittelt. Strache selbst bestreitet das. Auch gegenüber dem ORF dementiert er, dass er jemals Spesen falsch abgerechnet hätte. 

Ribarich soll aus Frust über seinen Chef die Ibiza-Affäre ins Rollen gebracht haben. Der Ex-Leibwächter geriet dabei selbst ins Visier der Justiz.

Hinweis: Die Rechtschreibfehler in den Original-SMS wurden von der Redaktion so belassen und nicht korrigiert. 

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