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Russische TV-Journalistin muss nach live-Protest in Hausarrest

KURIER-Logo KURIER 11.08.2022 konrad.kramar

Marina Owsjannikowa hatte in kremltreuem Sender live gegen den Krieg protestiert. Hausarrest bis Oktober

© REUTERS/EVGENIA NOVOZHENINA

Die durch ihren Live-Protest gegen den russischen Militäreinsatz in der Ukraine bekannt gewordene Fernsehjournalistin Marina Owsjannikowa wird unter Hausarrest gestellt. Dieser gelte bis zum 9. Oktober, teilte ein Gericht in Moskau am Donnerstag mit. Der 44-jährigen Owsjannikowa, die am Mittwoch festgenommen worden war, drohen wegen Diskreditierung der Armee bis zu zehn Jahre Haft.

"Diskreditierung" der Armee

Seit Ende Juli wurde die zweifache Mutter bereits zwei Mal wegen „Diskreditierung“ der Armee zu Geldstrafen verurteilt. Die Urteile bezogen sich insbesondere auf Veröffentlichungen in Onlinenetzwerken, in denen die Journalistin die Militäroffensive in der Ukraine kritisierte.

Mit Anti-Kriegsplakat auf Sendung © APA/AFP/- Mit Anti-Kriegsplakat auf Sendung

International bekannt wurde Owsjannikowa, als sie Mitte März während einer Livesendung ihres Arbeitgebers, einem kremltreuen Sender, hinter der Nachrichtensprecherin auftauchte und ein gegen den Militäreinsatz in der Ukraine gerichtetes Protestplakat in die Kamera hielt. Die russischen Behörden, die bereits seit Jahren gegen Regierungskritiker vorgehen, haben seit Beginn der Militäroffensive ihr strafrechtliches Vorgehen noch einmal deutlich verschärft.

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