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Top-Forscher Josef Penninger verlässt Österreich

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Der Genetiker wird in Kanada das weltweit renommierte Life Sciences Institute leiten.

© KURIER/Jeff Mangione

Josef Penninger, Wissenschaftlicher Direktor des IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, folgt einem Ruf der British Columbia University nach Vancouver, Kanada. Er wird dort das renommierte Life Sciences Institute (LSI) leiten, das mit 86 Forschungsgruppen größte Institut seiner Art in Kanada, das weltweit zu den besten zählt. Die Weiterentwicklung der Life Sciences in Kanada erfolgt auf Basis eines umfangreichen nationalen Plans, um dieses Zukunftsfeld in die nächste Ära zu führen. Vor diesem Hintergrund stellt die Berufung für Penninger selbst eine sehr reizvolle und spannende Herausforderung dar, die zudem einen der führenden österreichischen Wissenschaftler in eine internationale Top-Position bringen wird.

Penninger, geboren 1964 in Gurten, Oberösterreich promovierte 1990 in Innsbruck bei Prof. Georg Wick um danach für Amgen und die University of Toronto, Kanada zu forschen. Dort legte er den Grundstein für seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten zur Funktionsweise des Knochenstoffwechsels. In seiner Zeit als Direktor des IMBA konnte seine Gruppe wertvolle Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen Osteoporose und Brustkrebs, sowie Lungenkrebs gewinnen. Sie alle bildeten die Basis für ein Medikament mit dem Wirkstoff Denosumab, das heute weltweit bei Millionen von Menschen, vor allem Frauen, eingesetzt wird.

Zusätzlich zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit entwickelte Josef Penninger, der 2002 zum Gründungsdirektor des IMBA berufen wurde, „sein“ Institut zu einer erfolgreichen und international anerkannten Forschungsstätte für biomedizinische Grundlagenforschung. Mit seinen Visionen für den Standort Österreich und die heimische Forschungslandschaft prägte er nicht nur den Spirit des eigenen Instituts, sondern war auch kritischer Geist und wichtiger Partner der Forschungspolitik. „Wir haben mit dem IMBA herausragende Aufbauarbeit geleistet. Für die Zukunft der Forschung in Österreich wünsche ich mir, dass die Begeisterung für Wissenschaft wieder neu gezündet wird, aber auch die Notwendigkeit der Forschung für die Zukunft des Landes erkannt wird, egal ob wir hier über moderne Medizin, Arbeitsplätze oder Know-how Gewinn reden.“

Details zu Zeitplan, Übergangsphase oder weiterer Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern am Standort könne er noch nicht nennen, so Penninger. „Ich habe mich doch gerade erst entschieden.“ Er werde seinem Heimatland Österreich aber immer verbunden bleiben, versichert Penninger.

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