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#WondaStana: Warum jetzt überall bemalte Steine liegen

Futter-Logo Futter 18.04.2020 Claudia Felsberger

Immer wieder tauchen am Wegesrand oder im Wald bemalte Steine auf. Was genau hinter dieser Bewegung steckt, liest du hier!

Wenn du in den vergangenen Tagen spazieren warst, dann stehen die Chancen gut, dass auch du einen gesehen hast: einen bunt bemalten Stein, der am Wegesrand, im Wald oder auf einer Wiese liegt. Teils sind diese Fundstücke auch mit einer Postleitzahl beschriftet. Wir haben nachgeforscht, was sich hinter diesen Steinen verbirgt — und sind fündig geworden. Unter anderem sind wir auf eine Facebook-Gruppe mit dem klingenden Namen „#WondaStana — Wandernde Steine nicht nur in Kärnten“ gestoßen und haben mit Gründerin Elisabeth Pirolt gesprochen.

„Die Idee der wandernden Steine kommt wohl ursprünglich aus Großbritannien. Aber so genau weiß man das nicht“, sagt die 31-jährige St. Veiterin. „Davor gab es ja schon lange die Rock-Art oder Steinkunst.“ Dabei wurden schön gestaltete Steine etwa als Deko für den eigenen Vorgarten und andere Zwecke verwendet.Irgendjemand sei dann schließlich auf die Idee gekommen, diese Steine auf Weltreise zu schicken. Das Prinzip ist einfach: Man bemalt einen Stein und legt ihn draußen in der Natur ab. Wenn jemand den Stein findet, nimmt er ihn mit und legt ihn an einem anderen Ort wieder ab.

Pirolt selbst ist auch beruflich kreativ, vertreibt Bastelmaterial, hält Kurse und gestaltet Hochzeitspapeterie. Mehr dazu hier. Und so gründete sie die erste Facebook-Gruppe für Wandersteine in Kärnten. Das war Anfang des Jahres. Pirolt: „In Österreich sind mittlerweile rund 20 solcher Gruppen aktiv, was einfach davon zeugt, dass der Gedanke dahinter viele Menschen auch bei uns anspricht.“

Steine © Bereitgestellt von Futter Steine

Kreative Steine

Gleich aus mehreren Gründen, scheint die Idee gut anzukommen. „Zuerst ist da das kreative Gestalten an sich. Gerade mit Kindern macht das Bemalen der Steine großen Spaß, aber auch viele Erwachsene finden so eine Ausdrucksform für ihre Kreativität“, sagt Pirolt. „Es gibt wunderbare Künstler da draußen, vor allem in Japan sitzen wirkliche Genies und manche gießen sogar ihre Steine selbst aus Beton, um eine perfekte Form zu erzielen.“ Sie selbst mag aber auch gerne die Steine, die nicht perfekt sind. Schließlich gehe es ja dabei, jedem ein Hobby und ein Medium zur Verfügung zu stellen.

Doch das Bemalen ist nur der halbe Spaß: „Als Zweites kommt dann der Gedanke des Weiterreisens zu tragen. Findet jemand einen bemalten Stein, so hat man der Person unbekannterweise eine Freude gemacht.“ Und wenn am Fundstück sogar der Hasthag #WondaStana zu sehen ist, wissen die Finder gleich, wo sie ein Foto davon posten können. So ist die Reise des Steines für den Künstler oder die Künstlerin nachvollziehbar. Und mit etwas Glück finden die Steine sogar ihren Weg rund um den Globus.

Die Bewegung könnte man auch als Anlass für eine Schatzsuche nehmen, so Pirolt: „Raus zu gehen wird wieder interessanter. Auch für uns Erwachsene. Man geht wieder mehr mit offenen Augen durch die Welt, legt den Tunnelblick ein Stück weit ab, weil man ja auf der Suche ist. So fallen dann auch wieder ganz andere Dinge ins Auge.“ Vom Vogelnest bis hin zum vom Biber abgenagten Baum.

Aber was muss man beachten, wenn man selbst einen Stein verzieren will?

Wenn auch du mitmachen willst

Was die Farben angeht, so verwenden die meisten Künstler_innen Acryl sowie Klarlack. „Die Kosten halten sich in Grenzen“, sagt Pirolt. Will man sich der #WondaStana-Bewegung anschließen, so gibt es laut Pirolt nicht viele Regeln, die zu beachten sind. Wer mag, kann die Steine auf der Rückseite mit dem Hashtag #WondaStana und dem kleinen Facebook-Symbol versehen, damit der Finder weiß, was er damit machen soll, erklärt Pirolt. Auch die Postleitzahl kann man draufschreiben.

Und wenn du einen Stein gefunden hast, dann gilt es: Foto machen und posten! Gerne darfst du ihn behalten, oder dich für kurz oder länger über ihn freuen und ihn dann an anderer Stelle wieder weiterwandern lassen“, sagt Pirolt. Denn nur so kommen die wandernden Steine dann tatsächlich in Bewegung.

Der Beitrag #WondaStana: Warum jetzt überall bemalte Steine liegen erschien zuerst auf Futter.

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