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Vor Bundesliga-Start: Salzburger Zuversicht, Gedränge um Platz drei

KURIER-Logo KURIER 11.02.2020 Redaktion kurier.at

Am Freitag beginnt mit dem Schlager Salzburg - LASK die Frühjahrssaison. Namenssponsor tipico bleibt an Bord.

© APA/ROLAND SCHLAGER

Mit dem Schlager Salzburg - LASK und einem "verlängerten" Namenssponsor startet Österreichs Fußball-Bundesliga am Freitag ins Frühjahr. Die Ausdehnung des Vertrags mit dem deutschen Wettanbieter tipico stand bei einem Pressetermin in Wien am Dienstag ebenso mit Mittelpunkt wie die Sportdirektoren der Klubs.

Die Bundesliga zog also die Option und verlängerte den Vertrag mit tipico um eine Jahr bis Sommer 2021. "Eine Partnerschaft auf Augenhöhe, das passt perfekt zusammen", erklärte tipico-Österreich-Manager Markus Prinz. Noch nie zuvor wird damit Österreichs Oberhaus einen Sponsor so lange im Namen. Max mobil mit sechs Jahren (1997 - 2003) war bisher der längstdienende diesbezügliche Partner (nach der Übernahme max Mobils bis 2008 "T-Mobile-Bundesliga").

Knapper als die Jahre zuvor

Bereits ein Jahr vor dem Start der tipico-Partnerschaft startete Salzburg seine Meisterserie. Sie soll auch heuer nicht enden, auch wenn der LASK vor dem Schlager am Freitag nur zwei Punkte dahinter lauert. "Die Mannschaft wirkt sehr gefestigt, wir müssen uns aber alles hart erarbeiten", meinte Salzburg-Sportdirektor Christoph Freund, der mit Erling Haaland und Takumi Minamino zwei Hochkaräter ziehen lassen musste. Es stimme schon, dass man im vergangenen Jahr zum Frühjahrsauftakt mehr Vorsprung auf den ersten Verfolger hatte, räumte Freund angesichts der damals 14 Punkte auf den LASK ein. "Das war aber nicht immer so", erinnerte er etwa an die Winterkönige Sturm (2017/18) und Altach (2016/17).

Die Chance für den LASK scheint jedenfalls groß wie schon lange nicht mehr. Geschäftsführer Andreas Protil wollte davon offiziell nichts wissen. "Wir wollen die Meisterschaft möglichst bis zum Schluss spannend machen", erklärte Protil. Das Spiel gegen die Salzburger am Freitag, das es auch im Cup-Halbfinale am 3. März gibt, sei ein "Gradmesser, aber nicht richtungsweisend."

Zoran Barisic © APA/ROLAND SCHLAGER Zoran Barisic

Gedränge im Rapid-Mittelfeld

Bei Rapid dürfte man mit dem aktuellen Platz drei durchaus zufrieden zu sein, eine Kampfansage von Sportdirektor Zoran Barisic blieb aus. Derzeit liegen die Wiener einen Punkt vor dem WAC bzw. je vier vor Sturm Graz und Hartberg. "Wir wollen an die letzten fünf Partien im Herbst anknüpfen (3 Siege, 2 Unentschieden) und eine bessere Platzierung als im vergangenen Jahr", ließ Barisic verlauten. 2018/19 schloss Rapid als Siebenter ab. Den kuriosen Nicht-Transfer von Mittelfeldmann Dejan Ljubicic ließ Barisic weitgehend unkommentiert: "Da haben manche Medien zu früh geschossen." In der Zentrale herrsche nun jedenfalls "ein Gedränge, da ist die Konkurrenz sehr groß."

Ein Gedränge dürfte auch um Platz drei herrschen. Der WAC hat laut Vizepräsident Christian Puff eine "turbulente" Transferphase hinter sich, will aber dennoch voll angreifen - nicht zuletzt dank zweier Leihspieler von EL-Gegner Basaksehir und mit neuem Trainer Ferdinand Feldhofer. "Wir sind schon wieder sehr gut aufgestellt", meinte Puff. "Erst wollen wir in die Meistergruppe. Dann ist das Ziel natürlich Platz drei."

Christoph Freund © APA/ROLAND SCHLAGER Christoph Freund

Die Austria hofft

Sturm will Rapid und dem WAC Platz drei aber nicht kampflos überlassen. Trotz der Cup-Enttäuschung am vergangenen Samstag in Linz (0:2) nimmt Sport-Geschäftsführer Günter Kreissl "sehr viel Zuversicht" mit. "Man hat gesehen, dass die Mannschaft da ist." Das Ziel sei jedenfalls Platz drei, der durch einen Cup-Sieg des LASK oder Salzburgs und deren Liga-Einlauf als Erster und Zweiter "extrem aufgewertet wird", wie Kreissl betonte. Dann nämlich hätte man ein Fix-Ticket für die Gruppenphase der Europa League.

Hartberg, derzeit punktegleich mit Sturm Sechster, will möglichst schnell den Einzug in die Meistergruppe fixieren. Gelingt am Samstag beim WAC ein Sieg und verliert die Austria in Altach, sind die Steirer zum ersten Mal oben dabei. "Dann steigt eine Riesenparty", versprach der neue Sportkoordinator Danijel Zenkovic.

Ob der Austria angesichts von sieben Punkten Rückstand auf die Meistergruppe die Schubumkehr noch gelingt, scheint fraglich. Immerhin darf das Herbst-Ende mit fünf Partien ohne Niederlage, davon zwei Siegen, in Folge Hoffnung machen. "Wir hatten sieben Siege in sieben Vorbereitungsspielen, ich hoffe nur, dass diesmal die gute Vorbereitung auch in der Liga sichtbar ist", meinte Sportdirektor Ralf Muhr. "Wichtig" sei die Weiterentwicklung der Mannschaft.

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