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Play-offs: Hochsaison für harte Knochen

Die Presse-Logo Die Presse 03.03.2020
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Wien. Am Mittwoch startet die Erste Bank Eishockey Liga (Ebel) in die Play-offs, spätestens am 16. April wird der Meister feststehen. Drei Best-of-seven-Serien muss dieser gewinnen, also zwölf Partien, und das nach den bereits gespielten 48 Matches in Grunddurchgang und Platzierungsrunde. Ein Überblick über die Viertelfinal-Duelle.

► Vienna Capitals – Graz 99ers. In Kagran, wo die Vienna Capitals am Mittwoch die Graz 99ers empfangen (19.15 Uhr, Sky), erklärte der NHL-erfahrene Headcoach Dave Cameron: „Jenes Team, das in einer Serie härter auftritt und länger durchhält, wird als Sieger vom Eis gehen.“ Doch der Vorjahres-Finalist (2:4 gegen KAC) war zuletzt fehleranfällig, (vier Niederlagen in acht Pick-Round-Spielen), außerdem wählten die Wiener mit den 99ers einen unberechenbaren Gegner. Die Saisonbilanz lautet 3:3, darunter etliche enge Partien. „Ich rechne mit einer langen, harten Serie“, meinte Cameron. „In den Play-offs entscheiden zwei oder drei Spielzüge. Damit meine ich einen Big Save, ein erfolgreiches Unterzahlspiel, ein Powerplay-Tor oder einen geblockten Schuss.“

► Salzburg – VSV. Das Viertelfinal-Duell mit der klarsten Ausgangslage. Grunddurchgangssieger Salzburg trifft ab Mittwoch (19.15 Uhr, servushockeynight.com) auf den Tabellensechsten, der erst vor einem Monat seinen Trainer entlassen hat. Fünf Mal gab es dieses Play-off-Duell in der Ebel, nur 2005/06 gewannen die Kärntner.

Die seit Kurzem vom ehemaligen Linz-Meistermacher Rob Daum betreuten Villacher wollen sich dennoch nach Kräften wehren. Zwar wurden drei der bisherigen vier Saisonduelle verloren, aber nie mit mehr als einem Tor Unterschied. Außerdem führt Salzburg-Coach Matt McIlvane zum ersten Mal ein Team als Headcoach in ein Play-off. „Keine Frage, das ist alles sehr aufregend“, meinte der 34-jährige US-Amerikaner.

Salzburgs Kapitän, Thomas Raffl, stammt aus Villach und kündigte an: „Wir werden uns nicht überraschen lassen.“

► KAC – Black Wings Linz. Die Linzer sind jenes Team, dem die Top drei bei der Wahl ihres Viertelfinal-Gegners tunlichst aus dem Weg gegangen sind. Als Vierter der Platzierungsrunde kommt nun Titelverteidiger KAC zum Handkuss. Die Klagenfurter verloren drei der vier Saisonduelle, KAC-Stürmer Manuel Ganahl forderte, das „Kampflevel vom ersten Scheibenaufwurf an auf die höchste Stufe“ anzuheben. Linz-Trainer Tom Rowe sah bei seiner Truppe wenig Bedarf an Extra-Motivation. „Jeder will den Champion stürzen.“

Viermal gab es dieses Duell schon in den Play-offs, der Sieger holte danach stets den Titel.

► HCB Südtirol – Znojmo. Südtirol durfte als erstes Team seinen Play-off-Gegner wählen, die Distanz von über 650 Kilometern zwischen Bozen und Znaim schreckte dabei nicht, schließlich wurden alle bisherigen vier Saisonduelle gewonnen. Eine aktuelle Siegesserie (sieben Spiele) und die Statistik geben dem Meister von 2018 zusätzlich Rückenwind: Der Zwischenrunden-Sieger hat seit Bestehen des Pick-Modus (2012/13) immer das Halbfinale erreicht. Bitter für Südtirol-Fans: Wegen des in Italien verbreiteten Coronavirus erhalten sie in Znaim keine Tickets. (red.)

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