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Sebastian Kurz in ZIB 2: "100.000 Tote, wenn..."

Heute-Logo Heute 06.04.2020

Im ZIB2-Interview bei Armin Wolf wiederholte Bundeskanzler Sebastian Kurz seinen Appell an die Bevölkerung durchzuhalten und das Osterfest im engen Kreis zu begehen.

Sebastian Kurz in ZIB 2: "100.000 Tote, wenn..." © picturedesk.com/APA Sebastian Kurz in ZIB 2: "100.000 Tote, wenn..."

Am Montag war Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei Armin Wolf im ZIB2-Studio zugeschaltet. Im Gespräch mit dem ORF-Anchorman stellte der Kanzler den Fahrplan für die kommenden Wochen vor und appellierte erneut an die Bevölkerung, die strikten Anweisungen zu befolgen.

"Wir hoffen, dass wir uns in Österreich den Sturm ersparen können", sagte Kurz auf die Frage, wann der Sturm in Österreich kommen werde. Noch vergangene Woche sprach Kurz von der "Ruhe vor dem Sturm". Dass dieser metaphorisch an Österreich vorbeiziehen könne, gelinge nur dann "wenn alle zusammenarbeiten".

Durchseuchung von "maximal einem Prozent"

Kurz vermeldete dass der Regierung Zwischenergebnisse zu jener Stichproben-Analyse vorliege, die das Sozialforschungsinstitut SORA im Auftrag des Wissenschaftsministeriums durchführt. Kurz sprach von einer Dunkelziffer "im Promillebereich". Die Daten ließen eine Durchseuchung von "maximal einem Prozent" vermuten.

Kurz sieht darin die Bestätigung, dass der Weg, den Österreich eingeschlagen hat der richtige ist. Dennoch warnte der Kanzler, dass bei ungünstigen Tendenzen die "Notbremse" gezogen werden könne. So stellte er die Möglichkeit der Rücknahme jener Lockerungen in den Raum, die am Montagverkündet wurden. Hätten die Behörden nicht so gehandelt, wie sie es taten, hätten wir in Österreich bis zu 100.000 Toten erleben können.

Angesprochen auf die Rot-Kreuz-App verwies Kurz auf Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Dennoch ließ Kurz durchblicken, dass es keinen Zwang zur Nutzung der App geben werde. Auch, dass für jene, die sie nutzen, andere Regeln gelten würden, als für andere, sei "nicht geplant".

Durchhalten, auch wenn man glaubt "es geht nicht mehr"

Auch wenn nach Ostern die Geschäfte die öffnen, werden nach wie vor die gleichen Ausgangsbeschränkungen gelten, wie schon jetzt. Lediglich der Passus, wonach nur notwendige Einkäufe erlaubt seien, wird gestrichen. Man wird also jedes geöffnete Geschäft betreten dürfen.

Kurz wiederholte seine Bitte an die Bevölkerung Ostern nur im engsten Kreis zu begehen und auf große Familienfeiern zu verzichten. Er wisse, dass es schwer ist, aber das sie der einzige Weg, dass man nach Ostern schrittweise wieder zur Normalität gelangen könne.

Ab wann man wieder Sport machen darf, wollte Kurz nicht verraten. Dafür werde es eine eigene Pressekonferenz geben. Tennis spielen wird auf Grund der großen Distanz der Athleten zueinander aber schneller wieder möglich sein, als Kontaktsportarten.

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