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Angst in der Bundesliga: Wenn der Fall in die Versenkung droht

KURIER-Logo KURIER 27.06.2020 stephan.blumenschein

Vier Klubs zittern um die sportliche Zukunft. Ein Abstieg ist seit fast 25 Jahren mehr als nur ein Betriebsunfall.

Mattersburg und St. Pölten stecken mittendrin im Abstiegskampf. © DIENER / Philipp Schalber / DIENER / Philipp Schalber Mattersburg und St. Pölten stecken mittendrin im Abstiegskampf.

Lang ist es her, dass in Österreich ein Absteiger aus der höchsten Liga den sofortigen Wiederaufstieg geschafft hat – nämlich fast ein Vierteljahrhundert: 1995 musste der FC Linz als Neunter in die Relegation und scheiterte an Ried. Ein Jahr später kam der ehemalige VÖEST-Werksklub direkt aus der 2. Division zurück. Es sollte die letzte Saison des Meisters von 1974 in der Topliga sein. 1997 folgte die Fusion mit Lokalrivalen LASK.

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Das beweist, wie schwer es ist, sich als Absteiger in der zweithöchsten Spielklasse zu behaupten. Und zeigt auch, was in den letzten drei Runden der Qualifikationsgruppe auf dem Spiel steht: Es geht darum, nicht in der sportlichen Versenkung zu verschwinden. Vier Vereine müssen sich noch Sorgen machen: Mattersburg, St. Pölten, Tirol und Admira. Während es für den SKN und Aufsteiger WSG der erste Abstieg aus der Bundesliga wäre, wissen sowohl die Mattersburger als auch die Admiraner, was für eineinschneidendes Ereignis ein Abstieg sein kann.

Bitterer Abstieg

Die Burgenländer hat es zuletzt 2013 erwischt – zehn Jahre nachdem man erstmals in die höchste Spielklasse aufgestiegen war. Damals gab es ein Herzschlagfinale, das sich auch in diesem Jahr ankündigt. Mattersburg verlor zu Hause gegen die Admira mit 0:1. Die Südstädter konnten sich mit diesem Auswärtssieg retten. Auf die Burgenländer wartete hingegen ein lehrreiches Jahr in der 2. Liga. Klubchef Martin Pucher hatte mit Alfred Tatar zwar einen neuen Trainer geholt, die Mannschaft aber fast gleich gelassen. Man musste feststellen, dass die zweithöchste Spielklasse mehr Frust war als Motivation zum Aufstieg. Erst mit Tatar-Nachfolger Ivica Vastic und mit einer runderneuerten Mannschaft gelang 2015 der Wiederaufstieg.

So ein Herzschlagfinish könnten sich die Burgenländer aber in diesem Jahr ersparen – und das schon am Samstag. Ein Heimsieg – kurioserweise – gegen die Admira würde schon reichen, um den Klassenerhalt zu fixieren und das aktuelle Schlusslicht in noch größere Schwierigkeiten zu bringen.

Aber auch die Admira weiß, wie tief der Fall nach einem Abstieg sein kann. 2006 hat es die Südstädter zuletzt erwischt – mit dem derzeitigen Sportchef Ernst Baumeister auf der Trainerbank. Ein Jahr später ging es gar in die Regionalliga, weil der damalige iranische Präsident keine Bankgarantie hinterlegen wollte und die Lizenz entzogen wurde. Erst eine Fusion mit Schwadorf rettete den Klub. Bis zum Wiederaufstieg dauerte es trotz der Investitionen von Unternehmer Richard Trenkwalder aber bis ins Jahr 2011.

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