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Ohne Torjubel und Abklatschen: So könnten Corona-Geisterspiele funktionieren!

Ligaportal-Logo Ligaportal 14.04.2020 Ligaportal

Mit großer Erwartung und auch Sehnsucht fiebern die österreichischen Fußballklubs der am Mittwoch stattfindenden Pressekonferenz von Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler hin, in welcher bekannt gegeben wird, wie die Zukunft des Fußballs in Zeiten der Corona-Krise aussehen wird. Die Ungewissheit sei nämlich das Schlimmste, erklärte LASK-Präsident Siegmund Gruber in der ORF-Sendung Sport am Sonntag. 

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Gespanntes Warten auf Mittwoch 

Im Rahmen dieses Medientermins wird der Sportminister wohl auch verkünden, ob und wann die Bundesligisten die Trainings wieder aufnehmen werden können. Brisant ist auch das Thema Geisterspiele. Auch hierzu wird Werner Kogler informieren und Auskunft geben, ob und wie diese Partien vor leeren Rängen in Österreich durchzuführen wären. Nach dieser Pressekonferenz steht der nächste wichtige Termin an. So wird am Mittwoch auch das ÖFB-Präsidium tagen, um über die weitere Vorgehensweise im Fußball zu entscheiden.

Klar ist: Die österreichische Fußball-Bundesliga zielt auf eine Fortsetzung der Tipico Bundesliga ab. Das hatte Liga-Vorstand Christian Ebenbauer in jüngster Vergangenheit des Öfteren betont. Dass ein Restart der höchsten Spielklasse jedoch nur mit großem Aufwand zu bewältigen wäre, ist klar. Die Spieler bräuchten wohl zumindest drei Wochen Vorbereitungszeit, um in den Wettkampfmodus zu gelangen. Zudem wären Spiele nur vor leeren Rängen durchführbar. 

Geisterspiele in der Bundesliga? Infektiologe erklärt, wie diese durchführbar wären

Doch unter welchen Voraussetzungen wären Geisterspiele überhaupt möglich? Wie oft müssten die Kicker unter der Woche getestet werden? Heinz Burgmann, Infektiologe an der Uni Wien, wagt gegenüber dem ORF eine Prognose: „Diejenigen, die während des Spiels engen Körperkontakt haben werden, muss man testen. Wenn die alle negativ sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Infektion übertragen wird, sehr gering.“ 

Im Schnitt dauert es rund 24 Stunden bis ein Testergebnis vorliegt. Je nach Spieltermin müssten Schiedsrichter und Kaderteam also am Freitag oder Samstag getestet werden. „Soweit ich das von der Testkapazität her überblicke, wäre das kein Problem, wenn wir uns nur Bundesligaspiele anschauen würde“, meint der Infektiologe.

Reichen 30 Tests pro Bundesliga-Spiel? 

Allerdings wurde hier ein Beispiel angeführt, bei der die Anzahl der Tests so knapp wie möglich berechnet wurde (30 Tests pro Bundesliga-Match). Das Trainerteam brauche nicht zwingend getestet zu werden, sofern die Coaches Abstand halten und Masken tragen. „Für alle anderen wäre es wichtig, Abstand zu halten und Mund-Nasenschutz zu tragen. Dann reduzieren wir die Wahrscheinlichkeit extrem“, ergänzt Infektiologe Burgmann. 

Ob dies ausreicht, bleibt zu hinterfragen. Zudem wird es wohl auch nötig sein, die Spieler nach zumindest jedem zweiten oder dritten Training zu testen. Günstig wäre die „Testerei“ vor den Spielen allerdings nicht, liegt der Preis der Tests doch zwischen 200 und 300 Euro pro Stück.

Kein Torjubel, kein Abklatschen, kein Spucken

Sollte es mit dieser Variante jedoch möglich sein, die Tipico Bundesliga fortzusetzen, würden für die Spieler (auch, wenn diese negativ getestet werden) dieselben Empfehlungen gelten wie für alle anderen auch. Sprich: Körperkontakt minimieren, auf gemeinsame Torjubel zu verzichten. Auch Abklatschen sei zu vermeiden. Für die Emotionen wäre dies freilich ein herber Rückschlag. „Wichtig für Spieler wäre, dass nicht so viel gespuckt wird. Das sollte bei diesen Spielen überhaupt nicht stattfinden“, fügt Heinz Burgmann hinzu. 

 

von Ligaportal, Foto: GEPA/Red Bull Media

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