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Ausdauersport hält die Zellen jung

NetDoktor.de-Logo NetDoktor.de 22.05.2019 Christiane Fux
© picture alliance / imageBROKER / Matthias Graben  

Die einen joggen durch den Park oder verausgaben sich beim Kardio-Workout, die anderen andere stemmen Gewichte im Fitnessstudio. Kardiologen der Uniklinik Leipzig haben untersucht, welche Effekt Ausdauersport, Intervalltraining und Krafttraining jeweils auf den Körper haben. Dabei interessierte sie nicht nur die Herz-Kreislauf-Fitness, sondern auch, was die körperliche Ertüchtigung auf molekularer und zellulärer bewirkt.

Im Vergleich: Krafttraining, Ausdauersport, Intervalltraining

Dazu ließen die Forscher insgesamt 255 Männer und Frauen mittleren Alters zum Training antreten, die zuvor keinen Sport getrieben hatten. Die Studienteilnehmer absolvierten über einen Zeitraum von sechs Monaten dreimal pro Woche ein 45-minütiges Trainingsprogramm. Eine Gruppe betrieb Krafttraining, eine weitere Ausdauersport mit moderater Belastung, eine dritte ein sogenanntes hochintensives Intervalltraining. Dabei wechseln sich kurze Phasen mit hoher Belastung und leichte Belastungsphasen ab.

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Zu Beginn und am Ende der Studie führten die Forscher Belastungstests mit ihren Probanden durch. Außerdem entnahmen sie ihnen Zellen aus dem Blut.

Ausdauersport verlangsamt Zellalterung

Was die Herz-Kreislauf-Fitness betraf, erweisen sich alle drei Sportarten als gleichermaßen wirksam. Die Untersuchung der Blutzellen ergab jedoch einen gravierenden Unterschied: Nur das klassische Ausdauer- und das Intervalltraining wirkten sich positiv auf die Zellalterung aus.

Als Indikator für das biologische Alter gelten die sogenannten Telomere. Sie sitzen wie Schutzkappen auf den Enden der Chromosomen. Bei jeder Zellteilung – und damit fortschreitender Zellalterung - verkürzen sie sich. Dem entgegen wirkt ein Enzym, die sogenannte Telomerase. Ist die besonders aktiv, verbessert das die Regenerationsfähigkeit der Zellen. Das wirkt sich insgesamt auf Alterungsprozesse im Körper aus.

„Beide Ausdauertrainingsarten beeinflussen Telomerlänge und Telomeraseaktivität günstig“, erklärt Studienleiter Prof. Ulrich laufs. „Beim Krafttraining hingegen war dies nicht der Fall.“ Krafttraining könne demnach eine Ergänzung zum Ausdauertraining sein, aber kein Ersatz.

Ausdauer- und Krafttraining kombinieren

Sportmediziner empfehlen ohnehin eine Kombination von Kraft- und Ausdauersport. Insbesondere in der zweiten Lebenshälfte kann Krafttraining den Abbau von Muskelmasse verzögern. Das wirkt sich günstig auf den Stoffwechsel aus, stabilisiert den gesamten Halteapparat und wirkt so Rückenschmerzen und Osteoporose entgegen. Diesbezüglich ist Ausdauertraining weniger effektiv.

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