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Die Schweiz könnte schon jetzt viel mehr testen

20 Minuten-Logo 20 Minuten 12.04.2020

Der Kreis von Personen, die auf das Coronavirus getestet werden, ist klein. Das soll sich ändern, fordern Experten. Es seien genügend Kapazitäten vorhanden.

Der Kreis von Personen, die auf das Coronavirus getestet werden, ist klein. Das soll sich ändern, fordern Experten. Es seien genügend Kapazitäten vorhanden.

450 statt 3000 Tests pro Tag – das meldet das virologische Labor der Universität Zürich laut der «NZZ am Sonntag». Ähnlich sehe es bei privaten Labors und Drive-in-Testzentren aus. Das Labor Viollier etwa schreibt der Zeitung, dass höchstens 1500 Tests am Tag durchgeführt würden. Möglich wären 7500 Tests. Am Material mangle es indes nicht.

Firmen hätten ein grosses Interesse, ihre Mitarbeiter vermehrt zu testen. Das sei aber nur bedingt vereinbar mit den derzeitigen Vorgaben des Bundes. Infektiologe Andreas Widmer vom Unispital Basel sagt, dass es seit mehr als zwei Wochen in der Schweiz massiv mehr Testmöglichkeiten hat. «Der Bund hätte die Kriterien längst anpassen können.»

«Jede zweite Person abgewiesen»

Bei der Permanence am Bahnhof Winterthur werden täglich bis zu 20 Personen getestet. Jede zweite Person müsse abgewiesen werden, weil sie die strengen Testkriterien nicht erfülle, sagt der Leiter zur Zeitung. Es sei zu prüfen, die Kriterien auf alle Personen mit Symptomen auszuweiten. Die Lockerung des Lockdowns müsse Hand in Hand mit einer Lockerung der Testkriterien gehen.

Die Kriterien sind derzeit eng. Getestet werden nur Personen von Risikogruppen, Mitarbeitende der Pflege und Patienten mit schweren Symptomen. Das Bundesamt für Gesundheit BAG begründet das bisher mit den fehlenden Testkapazitäten.

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