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Von wegen alles nur schlecht: So toll war das Jahr 2021 – ein Rückblick

Blick-Logo Blick 27.12.2021 Anastasia Mamonova und Tobias Ochsenbein

Was war das für ein Jahr! Noch beherrscht Corona die Welt. Und auch sonst gab es allerlei schlechte Nachrichten. Zeit für die Wende: Blick hat die schönsten News aus 2021 gesammelt. Ein positiver Jahresrückblick.

So toll war das Jahr 2021 – ein Rückblick © Bereitgestellt von Blick So toll war das Jahr 2021 – ein Rückblick

mRNA-Technologie erstmals flächendeckend eingesetzt

Im Jahr 2021 wurden weltweit mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 zugelassen. Schon knapp ein Jahr, nachdem das Erbgut von Sars-CoV-2 entschlüsselt worden war, wurden erste Zulassungen für neuartige mRNA-Impfstoffe erteilt. Das Rekordtempo ist auch der Gentechnik zu verdanken, die die Entwicklung der neuen Impfstofftechnologien erst möglich gemacht hat. Die bahnbrechende Technologie ebnet den Weg für weitere Impfstoffe, beispielsweise gegen Krebs.

Schweizer-Nati erreicht Viertefinal an Fussball-EM

Nachdem Corona im Jahr 2020 der Fussball-EM einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, konnte sie in diesem Sommer endlich stattfinden. Und sie war spannender denn je. Die Nati gewann im Achtelfinal gegen Frankreich und schaffte es sogar in den Viertelfinal! Die Partie gegen Spanien hatte es in sich. Die Schweiz rettete sich ohne Captain Granit Xhaka (29) und nach der Roten Karte gegen Remo Freuler (29) zu zehnt ins Elfermeterschiessen. Der Traum war zum Greifen nah, am 2. Juli war das EM-Märchen dann doch vorbei. Nichtsdestotrotz hat die Nati die Herzen der Menschen berührt. Und nun freuen sich die Fans umso mehr auf die WM in Katar 2022. Bei der Qualifikation ging die Schweiz bereits als Gruppensieger hervor.

Stille Stunde im Supermarkt

Zwölf Filialen der Supermarktkette Spar haben die sogenannte «Stille Stunde» eingeführt. Sie wollen damit Menschen aus dem autistischen Spektrum das Einkaufen erleichtern. Wie funktioniert das? Während der «Stillen Stunde» wird keine Musik abgespielt, es gibt keine Lautsprecherdurchsagen, und die Lichter werden gedimmt. Kundinnen und Kunden dürfen Hilfshunde mitnehmen, und Mitarbeitende stehen bereit, um ihnen beim Einkaufen behilflich zu sein. Spar will damit verhindern, dass autistische Personen von den Reizen im Laden überfordert werden.

Tiere gelten in Spanien als fühlende Wesen

In Spanien gibt es ein neues Gesetz: Es besagt, dass Tiere künftig als fühlende Wesen behandelt werden müssen. Das heisst: Tiere gelten nicht mehr als unbelebte Objekte. Das neue Gesetz gilt für alle Tiere – wild lebende und Haustiere. Ein neues Gesetz in Grossbritannien zielt in eine ähnliche Richtung. Es anerkennt, dass Tiere Gefühle haben und Emotionen empfinden können. Auch soll sowohl der Import von Pelzen wie auch der Export von lebenden Tieren verboten werden.

Britney Spears ist frei

Britney Spears (40) ist nach 13 Jahren Vormundschaft endlich wieder eine freie Frau. Der Vater der Pop-Ikone, Jamie Spears (69), wurde von einem US-Gericht im September als Vormund abgesetzt. Im November hat eine Richterin in Los Angeles die Auflagen der Vormundschaft komplett aufgehoben. Die Sängerin kann nun wieder selbst über ihr Leben entscheiden. Nun plant sie, was sie die ganze Zeit nicht durfte: Noch einmal Mutter zu werden.

HI-Virus bei Affen nach Impfung nicht mehr nachweisbar

Forschende in Japan haben Affen gegen das HI-Virus geimpft. Nach der Impfung war das Virus in den vormals HIV-positiven Affen nicht mehr nachweisbar. Das Ergebnis stimmt die Forschenden hoffnungsvoll. Denn es bietet vielversprechende Perspektiven für einen Impfstoff, der das Virus auch in infizierten Menschen abtöten könnte.

Schweiz ebnet Weg zur Ehe für alle

Die Schweiz sagt mit 64,1 Prozent Ja zur Ehe für alle. Fast zwei Drittel der Stimmbevölkerung haben am 26. September zugestimmt – nicht ein einziger Kanton war dagegen! Ein Erfolg für gleichgeschlechtliche Paare. Sie können nun ab 1. Juli 2022 heiraten oder ihre eingetragene Partnerschaft in eine Ehe umwandeln. Mit der Ehe für alle wird auch die gemeinsame Adoption für homosexuelle Paare möglich, ebenso wie die Samenspende für lesbische Paare.

Bäume kühlen Städte am besten

Ein Forschungsteam der ETH Zürich hat die Wirkung von Bäumen in Städten erforscht. Dafür haben sie sich an die 300 Städte in ganz Europa angeschaut – und Daten von Satelliten ausgewertet. Das Ergebnis: In Mitteleuropa kann eine Fläche mit Bäumen durchschnittlich zehn Grad kühler sein als eine bebaute Fläche.

Frankreich ehrt Tänzerin Josephine Baker

Josephine Baker (1906–1975) zieht ins Panthéon in Paris ein – als erste afroamerikanische Frau. Als Jazz-Tänzerin wurde sie berühmt. Später lebte sie offen bisexuell in Paris. Baker kämpfte im Widerstand gegen die Nazis und an der Seite von Martin Luther King (1929–1968) gegen Rassismus. Nun wurde Josephine Baker mit der grössten posthumen Ehrung des Landes ausgezeichnet und dort aufgenommen, wo Frankreichs berühmtesten Töchter und Söhne begraben liegen.

IOC schafft Testosteron-Limit ab

Das internationale Olympische Komitee hat seine Haltung zu trans- und intersexuellen Menschen revidiert – und schafft das allgemeine Testosteron-Limit ab. Das öffnet den Profi-Sport für Intersexuelle, für Trans-Personen und für Menschen mit hohem Testosteronspiegel. Denn künftig müssen Wettkampfausschlüsse solcher Sportlerinnen und Sportler wissenschaftlich begründet werden.

Finnland schliesst Gender-Gap bei Löhnen

Die finnische Regierung will das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen schliessen. Das entsprechende Gesetzesvorhaben soll nach dem Transparenz-Prinzip funktionieren: Wenn Angestellte den Verdacht haben, dass ihre Kollegen trotz gleicher Arbeit mehr verdienen, sollen sie Einblick in deren Gehälter kriegen. Im Mittelpunkt des Regierungsprogramms steht die Beseitigung ungerechtfertigter Lohnunterschiede.

Portugal verbietet Nachrichten von Vorgesetzten ausserhalb Arbeitszeit

Das portugiesische Parlament hat für ein Gesetz gestimmt, das es Arbeitgebern verbietet, ihre Angestellten ausserhalb der Dienstzeiten zu kontaktieren. Das gilt sowohl für Anrufe als auch für Nachrichten per SMS oder Messenger. Firmen droht sogar eine Strafe, wenn sie Mitarbeitende ausserhalb der Bürozeiten kontaktieren. Die neue Regelung soll Angestellten eine bessere Work-Life-Balance ermöglichen.

Test erleichtert Alzheimer-Diagnose

Mit einem Computer, der entsprechenden Software und einer Elektrodenkappe kann ein neuer Test Alzheimer schon vor Auftreten der ersten Symptome erkennen. Das fanden Forschende in England heraus. Vor allem für jüngere, fitte Menschen ist das eine gute Nachricht. Alzheimer gilt als die häufigste Ursache für Demenz im Alter, in Europa erkranken fünf bis sieben Prozent der Menschen daran. Weil sich der fortschreitende Abbau der Gehirnsubstanz bisher nicht rückgängig machen lässt, sind Früherkennung und möglichst frühe Behandlung besonders wichtig.

Transgender-Person zum Bischof gewählt

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in den USA hat Megan Rohrer (41) zum Bischof geweiht. Rohrer ist die erste Transgender-Person, die eine so machtvolle Position in einer grossen christlichen Kirche einnimmt. Rohrer behauptete nach der Wahl sogar, mit dem Schweizer Schutzpatron Niklaus von Flüe (Bruder Klaus) verwandt zu sein, der im 15. Jahrhundert lebte und ihr Urgrossvater in 16. Generation sein soll. Belegen lässt sich diese Aussage allerdings nicht.

Sierra Leone schafft Todesstrafe ab

Das Parlament im westafrikanischen Land Sierra Leone hat die Abschaffung der Todesstrafe beschlossen. Todesurteile sollen in lebenslängliche Gefängnisstrafen umgewandelt werden. Hinrichtungen hat es in Sierra Leone allerdings schon lange nicht mehr gegeben. Trotzdem: Noch immer werden Menschen zum Tode verurteilt. Amnesty International feiert die Entscheidung als Sieg für die Menschenrechte.

EU setzt auf Bio-Landwirtschaft

Die Agrarministerien der EU-Länder haben beschlossen, in Zukunft mehr auf Bio-Landwirtschaft und Tierwohl setzen zu wollen. Dafür haben sie einem Plan zugestimmt, der mehrere Vorgaben enthält. Unter anderem sollen die EU-Länder die Anzahl ihrer Bio-Flächen erhöhen. Konkret wollen sie bis 2030 mindestens 25 Prozent der EU-Agrarflächen für biologischen Landbau nutzen.

Island und Japan planen Vier-Tage-Woche

Vier Jahre lang haben 2500 Menschen in Island bei gleichem Lohn weniger Arbeitsstunden gearbeitet. Das Ergebnis: Sie hatten weniger Stress und Burnout, fühlten sich glücklicher und leisteten das gleiche Arbeitspensum wie vorher – teilweise sogar mehr! Der Test in Island gilt als der bisher grösste weltweit und könnte Vorbildcharakter haben.

Auch Japan erkennt bereits die Vorteile einer besseren Work-Life-Balance: Die Regierung schlägt Unternehmen nämlich vor, eine Vier-Tage-Woche möglich zu machen. Ein grosses Problem: Viele Menschen in Japan arbeiten viel zu viel und werden dadurch auch krank.

Instagram kann jetzt beleidigende Wörter und Emojis filtern

Beleidigungen und Hass gibt es auch dort, wo auf den ersten Blick alles schön und fröhlich wirkt: auf Instagram. Beleidigende Nachrichten von Unbekannten können auf der Social-Media-Plattform aber in Zukunft automatisch weggefiltert werden. Userinnen und User können dafür eine Liste mit Schlagwörtern und Emojis anlegen, die sie als beleidigend empfinden – die unerwünschten Direktnachrichten landen dann ungelesen in einem dafür vorgesehenen Ordner.

Beethovens zehnte Sinfonie ist endlich fertig

Die «Unvollendete» ist vollendet! Künstliche Intelligenz (KI) hat Ludwig van Beethovens Zehnte zu Ende komponiert. Die KI hat Beethovens Stil anhand von Fragmenten und Skizzen analysiert und so das unvollendet gebliebene Stück finalisiert. Über 40 Skizzen hat Beethoven für seine Symphonie Nr. 10 hinterlassen, als er 1827 starb. Teilweise sind es nur kurze, unausgearbeitete Fragmente.

Drohnenbilder lassen auf durstige Bäume schliessen

Erfolg für Schweizer Forscher: Drohnenbilder machen durstige Bäume erkennbar. Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft haben gezeigt, dass sich unter Trockenheit leidende Bäume aus der Luft erkennen lassen – noch bevor das für das menschliche Auge sichtbar ist.

Endlich wieder Schweizer Erfolg am ESC

Gjon's Tears (23) schafft am 23. Mai das, was seit fast 30 Jahren kein anderer Schweizer geschafft hat. Der Freiburger holt im Final des Eurovision Song Contest in Rotterdam (Niederlande) den dritten Platz. Wäre es allein nach dem Geschmack der professionellen Jury gegangen, wäre Gjon's Tears gar ganz oben auf dem Siegertreppchen gelandet. Mit seiner Ballade «Tout l'univers» berührte er über 180 Millionen Fernsehzuschauer und holte während der Vergabe der Jury-Punkte insgesamt acht Mal die legendären «12 Points». Zuletzt hat es die Schweiz im Jahr 1993 in die Top 3 geschafft. Damals erreichte Annie Cotton (45) mit dem Lied «Moi, tout simplement» ebenfalls den dritten Rang.

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