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China erwirbt königliches Grundstück – Anwohner bitten Charles III. um Hilfe

20 Minuten-Logo 20 Minuten 01.12.2022 Samira Kunz

Die Bewohner eines Apartmentkomplexes in London wollen, dass der britische König Charles das Grundstück zurückkauft. Die geplante chinesische Riesen-Botschaft bereitet ihnen Sorgen.

Die britische Monarchie verkaufte 2010 ein Londoner Grundstück – den Royal Mint Court – auf dem früher die britische Münzprägeanstalt untergebracht war, an eine Immobiliengesellschaft. Diese verkaufte es 2018 an die chinesische Regierung, welche plant, mehrere Hundert Millionen Dollar zu investieren, um es in seine neue Botschaft umzubauen. Anwohner und Anwohnerinnen des Grundstücks sind aber dagegen und fordern König Charles III. dazu auf das Grundstück zurückzukaufen, das sich in unmittelbarer Nähe des Tower of London befindet, wie «CNN» berichtet.

Am Donnerstag entscheidet der Gemeinderat von Tower Hamlet über die Zukunft des Grundstücks. Werden die Pläne des Architekten genehmigt, wird das Gelände zu einer der grössten diplomatischen Vertretungen Chinas in der Welt, ausgestattet mit Unterkünften für Hunderte von Mitarbeitern, einem Kulturaustausch und einem Geschäftszentrum.

Anwohner befürchten, China werde Auslands-Chinesen überwachen

Das Problem: Auf dem Grundstück befinden sich auch Wohnungen von Privatpersonen und diese sind wenig begeistert vom Plan. Sie besitzen nämlich ihre Wohnungen, aber pachten den Boden auf dem diese stehen – eine in Grossbritannien übliche Praxis. Der Pachtvertrag sieht jedoch vor, dass die Pächter bestimmte Aktivitäten in den Gebäuden einschränken können.

So dürfen sie ihnen beispielsweise das Anbringen von Gegenständen wie Fahnen oder Schildern an der Aussenseite ihrer Wohnungen verbieten. Auch ist es den Pächtern untersagt, sich so zu verhalten, dass sie den Vermieter «belästigen». Die Anwohner und Anwohnerinnen sind besorgt darüber, wie China diese Regeln auslegen würde.

China wird vorgeworfen, seine diplomatischen Aussenstellen im Ausland zu nutzen, um chinesische Staatsbürger im Ausland zu überwachen und sie zur Rückkehr zu zwingen. Und auch im Grossbritannien soll es zu drei solchen Vorfällen gekommen sein. Deshalb bitten die Anwohner und Anwohnerinnen König Charles III., das Grundstück zurückzukaufen, um zu verhindern, dass die Botschaft einzieht.

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