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Das sind die verrücktesten Hacks in der Geschichte des Internets

20 Minuten-Logo 20 Minuten 16.07.2020

Kleinere und grössere Hacks gehören im Internet mittlerweile zur Tagesordnung. Einige Angriffe waren aber so bemerkenswert, dass sie auch noch Jahre später faszinieren.

Jeder, der sich im Internet bewegt, ist wohl schon einmal mit ihnen in Kontakt gekommen: Hacking-Versuche und Cyber-Angriffe geschehen täglich, und immer wieder fallen ihnen auch grössere Firmen und Unternehmen zum Opfer. Jüngstes Beispiel ist der gross angelegte Twitter-Hack, von dem eine Vielzahl verifizierter Nutzer betroffen waren.

Über die Jahre hinweg ist es aber immer wider zu Hacking-Angriffen und Cyber-Attacken gekommen, die alles Bisherige übertrafen. Die folgenden acht Hacks sind als einige der verrücktesten Internet-Verbrechen in die Geschichte eingegangen.

Telefonnummern von Facebook-Nutzern im Internet

Betroffene Personen: 419 Millionen

Beinahe 20 Prozent aller Facebook-Nutzer sind im Jahr 2019 Opfer eines Datenlecks geworden. Dabei handelte es sich nicht um einen Hack, der Facebook selber betraf. Die Daten, die von den Cyberkriminellen gesammelt wurden, stammten viel eher aus einer Zeit, in der es Nutzern noch erlaubt war, die Telefonnummern von anderen Usern einzusehen und Personen auch anhand ihrer Nummern zu suchen. Diese Regelung wurde im Jahr 2018 abgeschafft.

Den Hackern war es zuvor allerdings gelungen die Handynummern von 419 Millionen Facebook-Usern mitsamt der dazugehörigen Facebook-ID auszulesen. Auf den Server, auf welchem sich die Datenbank befand, die diese Nummern abspeicherte, konnte ohne Passwort zugegriffen werden. Zwar hatte Facebook damals versichert, dass es sich nur um alte Daten handle, die Frage stellte sich aber dennoch, wie viele der betroffenen Personen unterdessen tatsächlich ihre Handynummer gewechselt hatten.

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Yahoo verheimlicht grössten Hack

Betroffene Personen: 3 Milliarden

Er wird oft als der «grösste Daten-Skandal der Geschichte» bezeichnet: Im Jahr 2016 verkündete Yahoo, dass es Opfer mehrerer grossflächig angelegter Hacker-Angriffe geworden sei. Über Jahre hinweg war es Hackern gelungen, an die Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten von Yahoo-Nutzern zu gelangen.

Noch im Jahr 2016 gab Yahoo laut CNBC zu, dass rund 500 Millionen Accounts betroffen gewesen seien. Erst nach dem Verkauf an Verizon 2017 kam ans Licht, dass noch viel mehr Personen Opfer des Hacks geworden sind. Tatsächlich seien rund 3 Milliarden Nutzer-Konten betroffen gewesen.

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Nasa-System geknackt

Betroffen: Die Internationale Weltraumstation

Es handelt sich hierbei vielleicht nicht um den grössten Hack aller Zeiten, dies macht ihn aber nicht weniger eindrücklich. Im Jahr 1999 gelang es nämlich einem 15-jährigen Jungen, die Server des amerikanischen Sicherheitsdepartements zu penetrieren, was ihm Zugriff auf Tausende interne und geheime E-Mails verschaffte. Er konnte auch Benutzernamen und Passwörter von Sicherheitsangestellten einsehen, wie Arnnet.com berichtet.

Mit den gesammelten Informationen gelang es dem 15-Jährigen auch, einen Teil einer Nasa-Software zu stehlen und die Systeme der Weltall-Organisation für drei Wochen lahmzulegen. Die Software war nämlich dazu gebaut, das Innenleben der Internationale Weltraumstation zu regulieren, also beispielsweise die korrekte Temperatur und Luftfeuchtigkeit einzustellen. Daher entschied sich die Nasa, ihre Systeme aus Sicherheitsgründen herunterzufahren, bis sich die Situation entschärft hatte.

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Atomprogramm lahmgelegt

Betroffen: Irans Atomprogramm

Stuxnet ist der Name eines Computer-Wurms, der so viel Schaden angerichtet hat wie sonst keiner. Der Wurm wurde spezifisch dazu konzipiert, Systeme zur Überwachung und Steuerung anzugreifen. Dabei handelte es sich vor allem um Wasserwerke, Klimatechniken oder Systeme, die Pipelines überwachten.

Tatsächlich vermochte Stuxnet es, grosse Teile des iranischen Atomprogramms zu infizieren und rund einen Fünftel davon gänzlich zu zerstören, wie Alphr.com schreibt. Dies stellte einen harten Schlag gegen das ganze Atomprogramm des Landes dar.

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Untreue Eheleute entlarvt

Betroffene Personen: 37 Millionen

«Das Leben ist kurz, hab eine Affäre», ist das Motto der Dating-Website Ashley Madison. Tatsächlich hat sich die Website darauf spezialisiert, verheirateten Menschen die Suche nach einer ausserehelichen Affäre zu erleichtern. Daher kann man sich leicht vorstellen, wie gross der Schrecken ihrer Nutzer war, als im Jahr 2015 bekannt wurde, dass die persönlichen Daten von 37 Millionen Usern öffentlich im Internet einsehbar waren.

Hinter dem Angriff steckte ein Hacker-Kollektiv mit dem Namen Impact Team. In der Folge kam es zu unzähligen Reputationsverlusten und Scheidungen. Die Hacker stellten sich als Kreuzritter gegen Untreue und Lügen dar.

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Ganzes Internet lahmgelegt

Betroffen: Das gesamte Internet

Im März 2013 kam es zu einer DDoS-Attacke, die es auf die Website von Spamhaus, einer Nonprofit-Organisation, die für persönlichen Schutz und das Aufspüren von Hackern und Spammern im Internet verantwortlich war, abgesehen hatte. Die Hacker überfluteten dabei die Server des Unternehmens so sehr, dass das ganze Internet auf dem gesamten Planeten verlangsamt wurde, wie Lifewire.com berichtet. Mancherorts war das Internet vollkommen zusammengebrochen und für Stunden nicht mehr benutzbar.

Dies war es auch, was diesen Angriff so bemerkenswert machte. Es handelte sich dabei um einen Hacking-Anschlag, der mit einem schieren Datenvolumen arbeitete, das alles zuvor Dagewesene in den Schatten stellte.

Dieser damals 35-jährige Mann war verdächtigt worden, die Attacke auf Spamhaus orchestriert zu haben. © KEYSTONE Dieser damals 35-jährige Mann war verdächtigt worden, die Attacke auf Spamhaus orchestriert zu haben.

Ein Wurm, der sich durch das Internet frass

Betroffene: 20 Prozent aller Computer

Das Melissa-Virus ist schon etwas älter und war vor allem im März 1999 aktiv. Es war von einem Mann aus New Jersey entwickelt und für den Angriff auf Windows-Computer konzipiert worden. Das Virus sah für den Empfänger aus wie eine normale Word-Datei mit dem Namen «eine wichtige Nachricht», die an eine E-Mail angehängt war. Klickte der Empfänger auf die Datei, aktivierte sich das Melissa-Virus automatisch und verschickte eine Kopie seiner selbst an die ersten 50 Kontakte des Opfers.

Der Virus breitete sich so weit aus, dass irgendwann rund 20 Prozent aller Computer auf der Welt infiziert waren, wie Lifewire.com schreibt. Allerdings war das Virus nicht dazu geschaffen, Passwörter oder andere Informationen seiner Opfer zu stehlen, sondern nur, um die Server von E-Mail-Unternehmen zu überfluten.

Vier Jahre unbemerkt

Betroffene Personen: 117 Millionen

Im Jahr 2016 gab das soziale Netzwerk Linkedin zu, dass es bei 117 Millionen seiner Nutzer zu einem Datenleck gekommen war. Das Überraschende an dieser Nachricht war allerdings nicht die Anzahl an betroffenen Usern, sondern dass es ganze vier Jahre gedauert hatte, bis der Hack dem Unternehmen überhaupt aufgefallen war.

Tatsächlich war es bereits im Jahr 2012 zu einem Angriff auf die Nutzerdaten von Linkedin gekommen. Diese Daten waren schliesslich im Jahr 2016 online zum Kauf angeboten worden. So lange hatte es auch gebraucht, bis das Unternehmen realisierte, wie dramatisch das Datenleck tatsächlich gewesen war und wie viele Nutzer betroffen waren.

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