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"Falsche Polizisten" erbeuten über 100'000 Franken von Seniorinnen

Keystone-SDA-LogoKeystone-SDA 09.06.2020
© Bereitgestellt von Keystone-SDA

Die Maschen der Trickbetrüger würden zunehmend dreister. Letzte Woche haben "Falsche Polizisten" im Kanton Thurgau zwei Seniorinnen um über 100'000 Franken erleichtert. Die Zürcher Kantonspolizei hat eine eigene Website zum Thema eingerichtet. In diesem Jahr wurde schon über 1300 Mal versucht, ältere Menschen am Telefon reinzulegen.

Vergangene Woche wurden in den Regionen Arbon und Kreuzlingen zwei Seniorinnen von Kriminellen mit der "Falsche Polizisten"-Masche betrogen. Ein Mann meldete sich telefonisch bei den beiden Frauen, 85- und 90-jährig. Er gab sich als Polizist aus und behauptete, dass ihre Wertsachen in Gefahr seien, wie die Thurgauer Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Die beiden Seniorinnen wurden mit einem angeblichen Staatsanwalt verbunden und weiter unter Druck gesetzt.

Schliesslich wurden sie dazu gebracht, einer unbekannten Frau Geld und Wertsachen zur sicheren Aufbewahrung zu übergeben. Die gesamte Deliktsumme beläuft sich auf über 100'000 Franken.

Die Thurgauer Kantonspolizei gibt Verhaltenstyps, wie man sich vor den Trickbetrügern schützen kann. "Echte Polizisten werden niemals die Übergabe von Geld oder Wertsachen verlangen", schreibt die Polizei.

Trickbetrüger machen fette Beute

Auch im Kanton Zürich sind Trickbetrüger ein grosses Problem. Die Täter geben sich als Verwandte, gute Bekannte oder auch als Polizisten aus und versuchen mit komplizierten und verängstigenden Geschichten das Vertrauen der Opfer zu gewinnen - und damit deren Geld, wie die Zürcher Kantonspolizei auf der Website www.telefonbetrug.ch schreibt.

Im Kanton Zürich wurden im laufenden Jahr bereits 30 vollendete Betrugsfälle am Telefon registriert. Die Beute beträgt knapp 970'000 Franken. Die Opfer waren im Alter von 67 bis 88 Jahren. In 1301 Fällen blieb es beim Versuch. Die Zürcher Polizei rechnet mit einer fünf Mal höheren Dunkelziffer. 2019 waren Trickbetrüger 20 Mal erfolgreich und sie erschlichen sich so fast 4,3 Millionen Franken.

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