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Gänsehaut – Bei diesen Songs erschaudert jeder Sportfan

Tages-Anzeiger-Logo Tages-Anzeiger 05.06.2020

Hergehört: Um die Zeit der Geisterspiele zu überstehen, können Sie hier in den zehn besten Sportliedern der Geschichte schwelgen.

Bei manchen Liedern kann man nicht anders – man muss aus voller Kehle mitsingen. © Foto: Getty Images Bei manchen Liedern kann man nicht anders – man muss aus voller Kehle mitsingen.

Musik kann vieles in uns auslösen. Hört man ein bestimmtes Lied, wähnt man sich sofort wieder an einem bestimmten Ort, erinnert sich an Erlebnisse von vor zig Jahren und fühlt wieder dieselben Emotionen. Besonders Sport-Songs sind an Momente geknüpft, die man nie vergessen kann und will. Auch Klassiker schaffen es immer wieder, die Massen zu bewegen. Schwelgen Sie in den schönsten Momenten der letzten Jahrzehnte und stöbern Sie durch die zehn besten Sport-Songs.

One Moment in Time

Mit diesem Song hat sich Whitney Houston auch in der Sport-Welt verewigt: «One Moment in Time» ist bis heute die Mutter aller Olympia-Hymnen. Und das, obwohl es 1988 nicht einmal das offizielle Lied der Spiele in Seoul war. Doch der berührende Text über den Glauben an sich selbst und das Streben nach Grösserem, die eingehende Melodie und natürlich Houstons Stimme vermochten «Hand in Hand» von Koreana auszustechen und katapultierten «One Moment in Time» weltweit in die Hitparade. Noch heute wird der Song in Zusammenschnitten von grossen Sportmomenten gerne als Hintergrundmusik verwendet.

Bring en Hei

Ob Fussballfan oder nicht – dieses Lied kennt hierzulande jede und jeder. An der WM 2006 und auch noch 2008 als offizieller Heim-EM-Song brachte Baschi mit «Bring en Hei» den Glauben an ein Fussball-Wunder in die Schweizer Stuben. Die Nationalmannschaft brachte zwar trotzdem nie etwas Zählbares heim (erst ein bitteres WM-Aus im Achtelfinal, dann ein trauriges EM-Aus in der Vorrunde), doch Baschi räumte dafür umso mehr ab. Die Single stand sechs Wochen auf Platz 1 der Hitparade, war insgesamt 100 Wochen in den Charts und glänzt damit hinter «079» von Lo & Leduc sowie «Ma Chérie» von DJ Antoine als dritterfolgreichster Schweizer Hitparaden-Song der Geschichte.

You’ll Never Walk Alone

«Diese fette Scheibe Schmalz», soll «Beatles»-Sänger John Lennon über dieses Lied einmal gesagt haben. Wenn die Liverpool-Hymne durch die Lautsprecher im Anfield schallt, ist Gänsehaut programmiert. 55’000 Fans stehen auf, strecken ihre Hände mit dem roten Schal zwischen den Fingern in die Luft und stimmen den Song von Gerry & the Pacemakers an. Drei Minuten lang wird über Zusammenhalt, Durchhaltewillen und Hoffnung gesungen. Seit der Hillsborough-Zuschauerkatastrophe 1989, bei der 96 Liverpool-Fans ums Leben kamen, steht der Schriftzug «You’ll Never Walk Alone» zudem im Vereinswappen von Liverpool. Auch in anderen Stadien wie bei Borussia Dortmund, Celtic Glasgow oder Mainz stimmen Fans die «fette Scheibe Schmalz» inzwischen immer wieder an.

The Good Old Hockey Game

Ohne dieses Lied ist Eishockey in Kanada beinahe unvorstellbar. Stompin' Tom Connors veröffentliche 1973 diesen Hockey-Song, der noch heute durch die meisten Eishallen in Nordamerika schallt. Der Kanadier erzählt in «The Good Old Hockey Game» in den drei Strophen von den drei Dritteln eines Spiels – inklusive Toren, Fangeschrei und Rangeleien. Und im Refrain insistiert er mehrfach: «Das gute alte Hockeyspiel! Es ist das beste Spiel, das du mir nennen kannst! Und das beste Spiel, das du mir nennen kannst, ist das gute alte Hockeyspiel!»

Alles fährt Ski

Dieser Song erinnert zwar nicht an einen bestimmten Sportevent, aber er führt gedanklich sofort auf die Piste und den weissen Hang hinab. Was der Schweizer Schlagersänger Vico Torriani im Jahr 1963 sang, stimmt auch heute noch: «Alles fahrt Schi, alles fahrt Schi. Schi fahrt die ganzi Nation. Alles fahrt Schi, alles fahrt Schi, d Mamme, dr Bappe, dr Sohn.» Und diese Saison machte das die Nation seit Langem auch wieder einmal richtig gut, gewann die Schweiz doch zum ersten Mal seit 1989 die Nationenwertung im «Schi alpin».

Un' Estate Italiana

Es war das erste Mal, dass eine WM eine offizielle Hymne hatte. Und bis heute ist diese Hymne eine der stimmungsvollsten und erfolgreichsten. «Un' Estate Italiana» von ‎Gianna Nannini und Edoardo Bennato erinnert an die WM 1990 in Italien, die den Titel nach Deutschland brachte. Es erinnert an wunderschöne Titelkämpfe, in einem echten Fussball-Land, vor traumhafter Kulisse. Der «italienische Sommer» schaffte es auch in der Schweiz auf Platz 1.

The Power

Darts wird seit einigen Jahren stetig beliebter und fesselt die Massen. Der erfolgreichste Spieler der Geschichte ist noch immer Phil Taylor, mit dem sich auch dieses Lied in der Sportszene verewigte. «The Power» – gleichzeitig der Spitzname des sechzehnfachen Weltmeisters – war während Jahren die Walk-on-Musik des Engländers und liess seine Fans jubeln.

Three Lions (Football's Coming Home)

Das Fussball-Lied aus dem Fussball-Land. «Three Lions», wie auch die englische Nationalmannschaft genannt wird, tanzt im Vergleich zu den anderen Songs aber etwas aus der Reihe. Der Text von Baddiel, Skinner & Lightning Seeds ist nicht nur hals-über-kopf-positiv und ungesund euphorisch, sondern erzählt von 30 Jahren Schmerz: Als der Track 1996 veröffentlich wurde, warteten die Engländer schon seit 30 Jahren auf einen WM-Titel. Viele würden sagen, heisst es in den Lyrics, dass England die Chance auch diesmal wieder wegwerfen und es wieder verhauen werde. Sie singen aber auch: «30 Jahre Schmerz haben mich nicht vom Träumen abgehalten.» Sie träumen weiter.

Take Me Out to The Ball Game

In praktisch jedem Baseball-Spiel schallt dieses Lied beim Seventh-inning stretch, in der Mitte des siebten Innings, durchs Stadion. Die inoffizielle Baseball-Hymne von Jack Norworth und Albert Von Tilzer (in der ursprünglichen Version von 1908, inzwischen gibt es viele andere Interpreten) hat einen aussergewöhnlichen Hintergrund. Der Sänger des Lieds war selbst noch nie an einem Baseballspiel und hatte wohl auch nicht vor, das zu ändern. Als er aber eine sportverrückte Frau daten will, ändert sich das schlagartig. Die Frau geht nämlich nur unter einer Bedingung mit ihm aus: «Take Me Out to The Ball Game.»

We Are The Champions

Queen komponierte in den 1970er-Jahren die Siegerhymne schlechthin. «We are the champions» hat wohl schon jeder «Grümpeli»-DJ über die Lautsprecher ertönen lassen und dafür gesorgt, dass sich die Gewinner noch euphorischer und die Verlierer noch geknickter fühlen. Auch an internationalen Turnieren – egal in welcher Sportart – kommt der Klassiker, der 1994 der offizielle Song der Fussball-WM war, immer wieder zum Zug und lässt sämtliche Fans mitgrölen.

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