Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Heimvorteil auch ohne Fans für Serena Williams und Co.

Keystone-SDA-LogoKeystone-SDA 06.09.2020
© KEYSTONE/EPA/JASON SZENES

Derweil am US Open bei den Männern die Favoriten durchmarschieren, präsentiert sich das Frauen-Tableau nach einer Woche völlig offen. Vier Amerikanerinnen hoffen noch auf den grossen Wurf.

Auch ohne die Unterstützung der Fan-Massen scheinen die USA-Girls in Flushing Meadows von Heimvorteil zu profitieren. Serena Williams, die ihren 24. Grand-Slam-Titel jagt (was Rekord wäre), gewann übers Wochenende die prestige-trächtigste Partie gegen Landsfrau Sloane Stephens, die US-Open-Siegerin von 2017, mit 2:6, 6:2, 6:2.

Williams stellte in dieser Partie einmal mehr unter Beweis, wie sie sich in einem Turnier plötzlich zu steigern vermag. "Am Anfang spielte Sloane (Stephens) derart sauber und stark, dass ich schon mit mir zufrieden war, wenn ich ein Game gewann", so Williams. Aber plötzlich drehte Serena auf - als ob das US Open für sie erst beim Stand von 2:6, 2:2 und Breakball gegen sich begonnen hätte. Sie gewann gegen eine Sloane Stephens in Höchstform zehn der letzten zwölf Games und zog in die nächste Runde ein.

Aber nicht nur die Aushängeschilder wie Serena Williams oder die als Nummer 2 gesetzte Sofia Kenin, die Australian-Open-Siegerin vom Januar, glänzen. Mit Jennifer Brady sorgt auch erneut eine Aussenseiterin für Furore. Brady, die Siegerin des Vorbereitungsturniers von Lexington, deklassierte die ehemalige Weltranglistenerste Angelique Kerber (US-Open-Siegerin 2016) mit 6:1, 6:4.

Die Geschichte der 25-jährigen Brady ist bemerkenswert. Nach dem Juniorenalter erschien ein Wechsel zu den Profis keine Option. Brady ging stattdessen aufs College (UCLA) und sagt heute, dass dies eine der besten Entscheidungen in ihrem Leben gewesen sei. Nach zwei Jahren College-Tennis stieg Brady im Ranking bis auf Platz 200 auf und wechselte doch noch zu den Profis. Es folgte bis im Sommer 2017 der nächste Aufstieg bis auf Platz 40. Danach ging es zwei Jahre lang nur noch abwärts. Brady verabschiedete sich aus den Top 100. Nach einem Trainerwechsel letzten Herbst besiegte Jennifer Brady im Januar in Brisbane mit Ashleigh Berty erstmals die Nummer 1 der Welt.

Das bezeichnet sie heute als Aha-Erlebnis: "Sogar im Training stellte ich fest, dass diese Topstars auch nicht härter auf die Bälle drauf hauen als ich."

Thiem und Zverev souverän

Derweil bei den Frauen neben Serena Williams und Sofia Kenin bloss noch eine weitere Top-10-Spielerin (Naomi Osaka) im Rennen verblieb, dominieren bei den Männern die Favoriten das Turnier. Der als Nummer 2 gesetzte Dominic Thiem überstand den ersten ernsthaften Test sicher: Der 27-jährige Österreicher setzte sich gegen Marin Cilic, den Turniersieger von 2014, mit 6:2, 6:2, 3:6, 6:3 durch. Und der Deutsche Alexander Zverev schaltete im Achtelfinal gegen den jungen Spanier Alejandro Davidovich Fokina gleich mehrere Gänge hoch und kam mit 6:2, 6:2, 6:1 weiter.

| Anzeige
| Anzeige
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon