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Heul doch! Bachelorette Chanelle hat den Fehler ihres Lebens gemacht

watson.ch-Logo watson.ch 11.05.2020 Simone Meier
Eigentlich könnte nach Folge 4 Schluss sein. Denn alles aus ist sowieso. Wir im Trash-TV-Cockpit von watson sind jedenfalls untröstlich und heartbroken.

Warben eigentlich schon mal so viele Kandidaten, deren Name mit M beginnt, um eine Bachelorette? Und muss dies nicht was heissen? Also: Von 15 zu Beginn dieser Folge Verbliebenen, beginnen ganze 6 mit M, nämlich Manuel, Marko, Martin, Mattia, Mike und noch einmal Mike. Mirco und Marco sind schon weg. Und nach dieser Folge ist noch einer weg.

Und das, liebe Chanelle, der die hellsichtige Anna und ich durchaus etwas abgewinnen können, ist der Fehler, den du nicht hättest machen dürfen. Niemals. In deinem Leben nicht. Dies ist der schrecklichste aller Fehler. Das Totalversagen deines Geschmacks, deiner Menschenkenntnis und vor allem – deines Herzens.

Du hast Manuel rausgeschmissen. MA-NU-EL! Der einzige Mann, der wirklich Mann war. Der mit den Wangenknochen. Dem Lächeln. Der Souveränität. Der Tiefenentspanntheit. Aber auch den Eisenfäusten. Okay, beim Thaiboxen gegen den unerträglichen, aufdringlichen, breitbandnervigen Jamy hat er verloren. Sieger der Herzen war er dennoch. Nur nicht bei dir, Chanelle! Was willst du? Wenn du den Besten ziehen lässt?

Die hochsensible Anna und ich vergruben uns also in unserer Gram, doch dann beschlossen wir, dass wir jetzt dem Ivan eine Chance geben würden. Also an Chanelles Stelle. Die selbstverständlich auch jetzt nicht auf uns hören wird. Ivan ist gross, hat eine interessante, schon zweimal gebrochene Nase und ist lustig.

Ivan ist ein Russe, der immer ein italienisches Sprichwort parat hat und italienischer Karaokemeister gewesen sein will (gibt es das? Wenn ja: beweisen!). Einer, der jede Herausforderung «philosophisch» annimmt. Was er bisher leider noch nie ausführen durfte. Wir hätten gerne mehr Sendezeit für Ivan. Und ein Einzeldate. Oder auch mal einfach alle in einer Folge. Weil? Mehr Sendezeit.

Doch statt Ivan (oder MANUEL!!!) widmete sich Chanelle, die wir uns in dieser Rückschau auf Folge 4 jetzt nur noch «die Hoffnungslose» oder «die Frau, die uns das Herz gebrochen und es in tausend Stücke zerborsten liegen gelassen hat» (dFdudHgueitSzlgh) nennen, Giovanni, Valentin, Fabio und Paulo. Letzterer rappte. Je nachdem, wie philosophisch man dies betrachtete, war es nicht ganz so gut oder nicht ganz so schlecht. Es war jedenfalls was, und die «Bachelorette»-untypischen Worte «Aphrodite» und «Schachfiguren» kamen darin vor.

Und was tat dFdudHgueitSzlgh? Schickte ihn nach Hause. Dafür fand sie Fabios Armbändchen mit ihrem Namen drin (wehe, jemand bringt uns mal so eins, wehe!) entzückend und seine Augen «einfach wundervoll». Bitte wieso? Es sind halt Augen, aber sonst?

Auch dass er ihr gestand von seinen Girlfriends immer mit seinen Friends betrogen worden zu sein, kam sehr gut bei ihr an. Und dass er einer Frau erst vertrauen können müsse, bevor er sagt «I schänke dir mis Härz». Okay, nein, das sagte Kuno Lauener, nicht Fabio, aber es war sinngemäss.

Giovanni sagte ebenfals, dass er einer Frau erst vertrauen müsse, bevor er mit ihr ins Bett steige (haben sich Fabio und er abgesprochen?), und dies wiederum machte dFdudHgueitSzlgh so heiss, dass es zu inniglichstem und offenbar äusserst befriedigendem Zungenaustausch kam.

Valentin sagte plötzlich: «Ich säge nu Schtichwort Poetik!», und dass er jetzt «etwas Intellektuelles» machen wolle. Er schrieb also wenige Zeilen, deren Inhalt derart berückend war, dass dFdudHgueitSzlgh flugs tat, wie geheissen: Gehe zum Strand und treffe dort auf einen Verehrer. Schon très intellektuell und poetisch, für so einen Brief hat sich das Literaturstudium echt gelohnt.

Er gestand ihr dann, dass er oldschool sei. «Ich liebe Oldschool-Männer, ich bin oldschool aufgewachsen, meine Eltern sind old-school», sagte dFdudHgueitSzlgh. Was dies genau heisst, weiss nur der heisse Sand.

Und sonst? Macht dFdudHgueitSzlgh ihrem Mantra, dass sie keine, wirklich überhaupt gar keine Romantikerin sei, alle Ehre. Ihre Romantik heisst Action. Heisst Planken, Prügeln, Springen, Schwimmen, Rutschen. Sie will die Männer als Maschinen.

Wieso? Etwa weil Maschinen irgendwann die Macht übernehmen? Das mag ja sein, die Herzen erobern sie trotzdem nicht. Und gerade da irrt sich dFdudHgueitSzlgh: Jamy zum Beispiel mag die beste Maschine sein, aber Manuels gelassene, integre, grosszügige Seele wird er nie besitzen. Aber was klag ich, es ist aus. Chanelle hat die Chance auf eine echte Liebe verspielt. Jetzt kann sie nur noch Reste essen. Na dann.

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