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In Brasilien können die Leute nun über Whatsapp Geld überweisen

Handelszeitung-Logo Handelszeitung 16.06.2020 Redaktion Handelszeitung
Bye-bye Twint: In Brasilien kann man nun auch per Whatsapp Geld überweisen. © Getty Images Bye-bye Twint: In Brasilien kann man nun auch per Whatsapp Geld überweisen.

WhatsApp hat in Brasilien ein System eingeführt, mit dem Benutzer innerhalb eines Chats Geld an Einzelpersonen oder Unternehmen senden können.

Facebooks Nachrichtendienst Whatsapphat am Montag in Brasilien ein System eingeführt, mit dem Benutzer innerhalb eines Chats Geld an Einzelpersonen oder lokale Unternehmen senden können, wobei Zahlungen wie bei einem Foto oder Video angehängt werden können.

WhatsApp arbeitet bei der Verarbeitung der Zahlungen dabei mit Cielo, dem grössten brasilianischen Kredit- und Debitkartenbetreiber, zusammen. Die Nachricht liess die Aktien von Cielo an einem Tag um 30 Prozent in die Höhe schnellen, als die Aktien weltweit, auch in Brasilien, aufgrund der Angst vor einer zweiten Coronavirus-Welle in die roten Zahlen gerieten.

Erste landesweite Einführung

WhatsApp testete das System ab 2018 in Indien. Die Einführung in Brasilien wird die erste landesweite Einführung sein und die Möglichkeit einführen, ein Unternehmen direkt zu bezahlen.

«WhatsApp wird dort stark genutzt, sowohl von Privatpersonen als auch von kleinen Unternehmen», so Matt Idema, Chief Operating Officer von WhatsApp, über Brasilien. «Wir glauben, dass wir zum Wachstum des digitalen Zahlungsverkehrs, zum Wachstum der digitalen Wirtschaft mit kleinen Unternehmen und zur Förderung der finanziellen Integration beitragen können.»

Die Einführung in Brasilien war seit langem geplant, könnte aber Benutzern helfen, die während der Coronavirus-Pandemie eingeschlossen sind, sagte Idema.

«Wir können nicht die Art von Interaktionen miteinander haben, wie wir es normalerweise tun würden, wenn Sie jemandem Bargeld leihen wollen oder wenn Sie etwas von einem lokalen Unternehmen kaufen wollen.»

Das System wird Facebook Pay verwenden und für einzelne Nutzer kostenlos sein, während Unternehmen für den Empfang von Zahlungen eine Gebühr zahlen müssen.

(reuters/tdr)

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