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Knapp 100 Stunden für 26 Summits: «Als Kind war ich ein Couch-Potato»

Blick-LogoBlick 03.10.2020 Cilgia Grass
«Als Kind war ich ein Couch-Potato» © Bereitgestellt von Blick «Als Kind war ich ein Couch-Potato»

Herzliche Gratulation, Frau Crameri! Vor drei Wochen haben Sie den letzten der 26 Summits bezwungen. Was ist das für ein Gefühl?

Theres Crameri: Vielen Dank. Ich habe mich auf jeden einzelnen Gipfel gefreut. Es waren 26 tolle Erlebnisse in allen Ecken der Schweiz. Ein tolles Projekt von BLICK und Ochsner Sport. Meine Freude war riesengross, als ich das 26. Schild erreichte.

Haben Sie zufällig mit einem Zähler festgehalten, wie viele Schritte Sie gemacht haben?

Ich zeichnete alle Routen mit meiner Garmin-Uhr auf. Die Schritte wurden dabei nicht erfasst. Mir war wichtig, die vorgeschlagenen Routen von Ochsner Sport genau einzuhalten. Ich wanderte ohne Abweichung auf den vorgesehenen Wegen.

Wie viele Stunden waren Sie insgesamt unterwegs?

Ich bin auf 5992 Minuten gekommen. Das sind knapp 100 Stunden. Unterwegs blieb ich immer wieder auf dem Weg stehen, um Fotos zu machen. Ständig sah ich etwas, was mir gefiel, was ich mit meinem Handy festhalten und dann auch auf Instagram posten wollte.

Wie schlimm fielen die Blasen und der Muskelkater aus?

Blasen hatte ich keine einzige. Der Muskelkater hielt sich in Grenzen. Zum gleichen Zeitpunkt, als ich mit den 26 Summits startete, begann ich mit Bootcamp-Training. Es findet zweimal wöchentlich statt. Dieses Training unterstützte mich enorm bei meinen Bergwanderungen.

Waren Sie alleine unterwegs oder hatten Sie Begleitung?

Einen Drittel der Gipfel habe ich alleine gemacht. Bei zwei Dritteln der Gipfel waren mein Freund und ein guter Kollege mit dabei.

Welches waren Ihre drei Lieblingsgipfel?

1. Die Fuorcla Surlej GR an meinem Geburtstag im Juli: Ohne zu wissen, dass es eine 26-Summits-Challenge geben wird, hatten wir eine Woche Ferien in Poschiavo GR gebucht. Meinen Geburtstag haben wir dann auf der Wanderung und abends im Hotel mit einem wohlverdienten 6-Gang-Menü gefeiert.

2. Der Säntis AR am 1. August: Vor diesem Berg hatte ich den grössten Respekt. Letztes Jahr hatte ich ihn mir wegen den alpinen Bergwanderungs-Anforderungen noch nicht zugetraut. Wir verbrachten vorgängig eine Nacht in Urnäsch AR. Bevor wir am Nationalfeiertag den Gipfel in Angriff nahmen, kaufte ich mir auf der Schwägalp einen roten «Tschäpper» mit dem weissen Kreuz, setzte ihn auf und genoss den Anblick der grossen Schweizer Fahne, die am Vortag angebracht worden war. Mit uns waren viele Wanderer unterwegs auf den Säntis. Oben angekommen, war ich riesig stolz auf meinen erklommenen Gipfel. Es war ein Highlight.

3. Der Monte Moro im Wallis: Ich wollte unbedingt zur fast fünf Meter hohen goldenen Maria laufen, weil es mich fasziniert, dass eine solche Statue auf einer Höhe von 2853 Metern errichtet wurde. Wir reisten am Vorabend an und verbrachten eine Nacht in Saas-Almagell, damit wir den Gipfel so richtig geniessen konnten.

Was waren Ihre unvergesslichsten Erlebnisse?Ich freute mich immer sehr, wenn ich den QR-Code auf dem Gipfel erblickte und einscannen konnte. Am meisten Freude bereiteten mir aber die alpinen Gipfel. Sie gaben mir mit der wunderbaren Aussicht ein schönes Gefühl, etwas Besonderes erreicht zu haben.

Gab es Momente, in denen Sie zu kämpfen hatten?

Beim Start einer Gipfelwanderung stieg ich aus dem Postauto, und es goss in Strömen. Ich lief trotzdem los und hoffte auf eine schnelle Wetterbesserung. Als dann der Regen aufhörte und der Himmel heller wurde, war ich auch wieder frohen Mutes und freute mich über meine schönen Fotos, die ich machen konnte.

Dachten Sie mal ans Aufgeben?

Nicht ein einziges Mal.

Was hat Sie motiviert?

Die 26-Summits-Challenge entdeckte ich auf Blick.ch. Ich wusste sofort, dass ich mitmachen wollte. Für die Reisen in alle Kantone der Schweiz kaufte ich mir ein Generalabonnement, studierte Fahrpläne und Wanderrouten. Unterwegs auf den Wanderungen überlegte ich mir, was für ein Foto ich am Abend auf Instagram stellen wollte. Mit den Gipfeln erwachte meine Liebe zum Fotografieren wieder. Schon beim ersten Summit machte ich mich mit Instagram vertraut.

Was haben Sie stets dabei, wenn Sie auf die Berge steigen?

Wasser und isotonische Getränke, Regenschutz, «Tschäpper», Sonnencreme, Handy, Ersatzwäsche, bei alpinen Wanderungen Wanderstöcke und Wanderschuhe.

Wie stärken Sie sich unterwegs und wie oft machen Sie Pause?

Mit Wasser, isotonischen Getränken, Riegeln und Biberli. Meistens verpflege ich mich, während ich laufe. Ab und zu kommt es vor, dass ich in einer Hütte etwas esse. Pausen mache ich in der Regel keine, ausser wenn ich ein schönes Fotosujet sehe.

Welche Tipps haben Sie für Leute, die auch so ein Projekt in Angriff nehmen wollen?Sich mit der Gegend vertraut machen, zum Beispiel im Internet. Wanderroute herunterladen, SchweizMobil-App installieren, Essen und Trinken nicht vergessen und natürlich viele schöne Fotos machen und mit anderen teilen.

«Was kommt als Nächstes?», haben Sie nach dem Abschluss der 26 Summits auf Instagram geschrieben. Haben Sie schon eine Antwort gefunden?Ein sportliches Ziel habe ich mir noch nicht gesetzt. Ein neues Steckenpferd habe ich aber bereits gefunden: die Fotografie. Ich spaziere durch Schweizer Städte und Dörfer und habe viel Spass bei meinen Entdeckungen. Blick.ch liefert schöne Ideen für Ausflüge und Erlebnisse.

Als Hauptpreis wird unter den registrierten Teilnehmern von 26 Summits eine Schweiz-Reise im Wert von 10’000 Franken verlost mit Übernachtungen im Engadin, in Saas-Fee/Saastal und der Jungfrau-Region. Wie wäre es für Sie, diesen Preis zu gewinnen?

Das wäre der Hammer. Das Engadin kenne ich vor allem aus den Winterferien und die Jungfrau-Region wegen meinen Teilnahmen am Jungfrau-Marathon.

Sie haben Ihre Wurzeln im Puschlav GR. Das Engadin kennen Sie demnach schon gut, oder?

Mein Heimatort ist Poschiavo. Aufgewachsen bin ich in der Stadt Zürich. Seit mehr als 25 Jahren lebe ich in der Innerschweiz, davon insgesamt 15 Jahre im Kanton Nidwalden. Mit meinen Eltern war ich im Winter viel im Puschlav und im Engadin in den Ferien. Mein Vater und ich machten viel die Skipisten des Oberengadins unsicher, zum Beispiel Diavolezza, Lagalb und Piz Corvatsch.

Sind Sie schon als Kind viel in die Berge gegangen?

Abgesehen vom Skifahren war ich als Kind ein Couch-Potato. Jeder Meter zu Fuss war mir zu viel. Bergauf ging bei mir gar nichts. Erst einige Jahre später fand ich Gefallen an Wanderungen und Teilnahmen an Strassen- und Bergläufen. Im Vordergrund steht immer das Erlebnis, etwas Neues zu sehen und zu erleben. Das Projekt 26 Summits bietet die Gelegenheit, viele spannende Neuentdeckungen zu machen. Es hat mir grosse Freude bereitet. Ich kann es nur empfehlen.

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