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Ostern in der Isolation: 11 Ideen, damit einem die Decke nicht auf den Kopf fällt

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung 10.04.2020 Linda Koponen, André Müller, Katja Baigger

Trotz schönstem Wetter und Festtagslaune heisst es auch an Ostern: Abstand halten. Eine Liste mit Alternativen zum Osterbrunch, die auch in Zeiten von Corona erlaubt sind.

Frühlingswetter am Wochenende vor Ostern: In Zeiten von Corona bleibt man am besten auf dem eigenen Balkon. Christoph Ruckstuhl / NZZ © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Frühlingswetter am Wochenende vor Ostern: In Zeiten von Corona bleibt man am besten auf dem eigenen Balkon. Christoph Ruckstuhl / NZZ

Mit dem Osterwochenende geht die vierte Woche des Lockdown zu Ende, und man fragt sich: Wie lange noch? Gerade jetzt ist jedoch Geduld gefragt, und man sollte besser nicht die Nerven verlieren. Statt das erfolgreich praktizierte Social Distancing also zu brechen und der Pandemie damit potenziell neuen Schub zu verleihen, gilt es, auch weiterhin brav zu Hause zu bleiben.

Eine Liste mit Alternativen zum Osterbrunch mit Familie und Freunden, wenn die Decke wieder einmal bedrohlich weit unten hängt:

1. Postkarten schreiben

Mit der Postcard-Creator-App der Post kann man jeden Tag gratis eine Karte verschicken. Während man das passende Foto sucht, kann man in schönen Erinnerungen schwelgen, und der Empfänger freut sich bestimmt, wenn im Briefkasten auch einmal etwas anderes liegt als Rechnungen.

2. Vögel zählen

Beobachten lenkt von Corona-Sorgen ab, und dafür muss man nicht einmal ein Naturschutzgebiet aufsuchen. Im Frühling, wenn die Zugvögel aus dem Süden zurückkehren, ist auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon einiges los. Am besten Schreibblock und Stift bereithalten und auflisten – die Vielfalt kann einen überraschen. Orientierung in der Vogelwelt bietet die Schweizerische Vogelwarte.

3. Pflanzen züchten

Setzlinge sind die sichere Wahl, doch wenn es in Zeiten von Corona nicht mit der Aussaat klappt, wann dann? Da man ohnehin den ganzen Tag zu Hause verbringen sollte, entfallen alle Ausreden dafür, sich nicht um die aufkeimende Saat im Garten oder auf dem Balkon zu kümmern. Samen gibt es übrigens anders als sonstige Pflanzen auch in Lebensmittelläden zu kaufen. Versuchen kann man es auch mit Kernen – etwa Mango, Ananas und Avocado sollen sich gut eignen.

4. Neue Rezepte testen

Essen ist eine soziale Angelegenheit. Gerade wenn man alleine lebt, kann man schnell in einen Pasta-Pelati-Trott verfallen. Gehamsterte Konserven aufzubrauchen, ist natürlich sinnvoll. Jetzt ist jedoch eine gute Gelegenheit, neue Rezepte auszuprobieren. Wenn das Gericht misslingt, ist es nicht so schlimm – Besuch erwartet man ja ohnehin nicht. Inspiration findet man etwa auf Fooby. Aufwendig, aber zu empfehlen sind etwa vegane Gyoza oder selbstgemachte Pasta.

5. Eine sportliche Herausforderung

Manche Menschen brauchen extrinsischen Antrieb, um in die Gänge zu kommen. Jeden Tag Yoga machen, mindestens 5000 Schritte gehen oder das Bauchfett wegtrainieren – ein erstrebenswertes Ziel steigert die Motivation. Es kann auch helfen, sich gemeinsam mit Freunden zum Wohnzimmersport zu verabreden – virtuell natürlich.

6. Einen Buchklub gründen

Wenn man seit Wochen in der Isolation lebt und Corona noch immer die Berichterstattung dominiert, können einem beim virtuellen Apéro schon einmal die Gesprächsthemen ausgehen. Gemeinsam Bücher zu lesen und zu diskutieren, bringt Abwechslung und lässt einen in neue und vor allem Corona-freie Welten eintauchen. Eine weitere Möglichkeit sind virtuelle Spielabende, etwa über die Plattform Houseparty. Wer nach Skype, Teams, Zoom und Co. nicht noch eine weitere App nutzen möchte, kann auch einfach ein klassisches Quiz spielen. Die Person mit den Spielkarten muss diese dann einfach für die anderen vor die Kamera halten.

7. Eine virtuelle Theaterlesung besuchen

Wie wäre es, gerade erst geschriebener Literatur zu lauschen, von Profis vorgelesen und vertont? Im verlassenen Saal des Theaters Neumarkt lesen Schauspielerinnen und Schauspieler Texte aus der ersten Ausgabe des Literaturmagazins «Stoff für den Shutdown». Dieses ist ad hoc in diesen Zeiten der Ausgangssperre lanciert und via Crowdfunding finanziert worden. Getragen wird die Lesung von elektronischer Musik, welche den Rhythmus der Sprache aufnimmt oder konterkariert. Die Ausstrahlung erfolgt in zwei Teilen, am Samstag, 11. April, und am Samstag, 18. April, jeweils ab 21 Uhr unter https://kapsel.space/.

8. Die Möbel umstellen

Gerade kleine Wohnungen oder WG-Zimmer hat man nach einer Weile gesehen. Die immergleiche Umgebung kann bedrückend wirken und einengen. Die Ordnung der Möbel zu ändern, eröffnet neue Perspektiven und schafft wieder mehr Luft zum Atmen. Und die Gelegenheit kann man auch noch zum Entrümpeln nutzen.

9. Computerspiele spielen

Die ideale Ausrede ist da, um den alten Spielecomputer aus der Schulzeit wieder einmal anzuwerfen: Alleine vor dem heimischen Game-PC, leistet man derzeit ja einen wichtigen Dienst am Land. Wer die Kampagnen seiner Klassiker wie «Age of Empires» oder «Splinter Cell» durchgearbeitet hat, kann sich auch Neuem zuwenden. Auf der Spieleplattform Steam ist die Auswahl schier grenzenlos. Wer die Wildnis vermisst und es gern noch einsamer hätte, kann zum Beispiel mit «The Long Dark» versuchen, im harten kanadischen Winter die Apokalypse zu überleben. Oder man unterstützt das lokale Schaffen, gibt es inzwischen doch viele Schweizer Studios, die eigene Games herausbringen.

10. Basteln, zeichnen und malen

Nicht nur Kinder dürfen basteln. Auch für Erwachsene kann es entspannend sein, für einmal nicht den Kopf, sondern die Hände zu nutzen. Eine schöne Idee sind etwa die kostenlosen Bastelbögen des Ateliers Fiona K. Unter Anleitung von Kunstvermittlerinnen zeichnen und malen kann man in den Online-Workshops des Aargauer Kunsthauses.

11. Es ist auch in Ordnung, nichts zu tun

Der Lockdown ist an sich eine Herausforderung – daraus muss man keine Challenge machen. Es ist schön, wenn man alle Fenster geputzt hat, joggen war und sich danach einen Viergänger kocht. Genauso in Ordnung ist es, mit einem Bier und Chips auf dem Sofa zu liegen. Wer vom Fernsehen genug hat, kann dazu zum Beispiel puzzeln.

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