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Polizei zeigt 14 Fussball-Hooligans an

BZ BERNER ZEITUNG-Logo BZ BERNER ZEITUNG 12.05.2020

Die Kantonspolizei zeigt 14 Personen an, die vermutlich an einem Raufhandel beteiligt waren und gegen das Waffengesetz verstiessen. Teilweise wurden bereits Massnahmen ausgesprochen.

Vor dem Spiel YB gegen Feyenoord Rotterdam kam es zu Ausschreitungen in der Stadt. © Foto: Nicole Philipp Vor dem Spiel YB gegen Feyenoord Rotterdam kam es zu Ausschreitungen in der Stadt.

Die Kantonspolizei Bern hat die Ermittlungen im Zusammenhang mit verschiedenen Vorfällen rund um die Europa-League-Spiele von Oktober und November 2019 in Bern abgeschlossen. 14 Personen wurden angezeigt, dies unter anderem wegen der Beteiligung an einem Raufhandel und wegen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, wie die Kantonspolizei am Dienstag mitteilt.

Begonnen hat alles im letzten Herbst: Die Kantonspolizei Bern hat damals ihre Ermittlungen wegen «verschiedenen polizeilich relevanten Vorfällen» rund um zwei Europa-League-Spiele der Young Boys aufgenommen. Es handelt sich um die Partien gegen Feyenoord Rotterdam am 24. Oktober sowie gegen den FC Porto am 28. November. Insgesamt wurden 14 Personen im Alter zwischen 21 und 50 Jahren zur Anzeige gebracht und teilweise sind gegen sie auch bereits Strafbefehle ergangen.

Das Feyenoord-Spiel

Vier der angezeigten Männer werden beschuldigt, anlässlich des Spiels im Oktober in eine Auseinandersetzung beim Quartierplatz involviert gewesen zu sein. Damals suchte vor Spielbeginn eine Gruppe von Feyenoord-Anhänger die Konfrontation. Die Fans des holländischen Klubs warfen Stühle des Restaurants Eleven wild umher, wie Videobilder zeigen. Sie waren noch am Spieltag vor Ort angehalten worden.

Drei weitere mutmasslich an der Auseinandersetzung Beteiligte, es handelt sich um YB-Fans, konnten im Zuge nachfolgender Ermittlungen identifiziert werden. Die sieben Männer werden wegen Beteiligung an einem Raufhandel, zwei Gäste-Fans zudem auch wegen Hinderung einer Amtshandlung und Gewalt und Drohung gegen Beamte, angezeigt. Darüber hinaus mussten sich fünf andere Personen, ebenfalls Anhänger der Gästemannschaft, wegen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz vor der Justiz verantworten. Bei ihnen waren bei Personenkontrollen mit Sand gefüllte Handschuhe aufgefunden worden. Sie wurden inzwischen zu Geldstrafen verurteilt.

Das Porto-Spiel

Im Zusammenhang mit dem Spiel im November wurden zwei Männer, die der Anhängerschaft der Young Boys angehören, zur Anzeige gebracht. Einer von ihnen hatte mutmasslich versucht, einen Polizisten anzugreifen und wurde unter anderem wegen versuchter Körperverletzung angezeigt. Der andere wird beschuldigt, nach Spielschluss beim Quartierplatz an einer tätlichen Auseinandersetzung beteiligt gewesen zu sein. Er wurde wegen Tätlichkeiten und Hinderung einer Amtshandlung verurteilt.

Überdies wurden fünf der 14 Angezeigten sowie drei weiteren Personen polizeiliche Massnahmen nach dem sogenannten Hooligan-Konkordat in Aussicht gestellt beziehungsweise teilweise bereits ausgesprochen.

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