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Schnelltests im Kampf gegen die zweite Welle: 8 Dinge, die du dazu wissen musst

watson.ch-Logo watson.ch 24.10.2020 Helene Obrist
Teaserbild © keystone Teaserbild Bei den gewöhnlichen PCR-Tests braucht es einige Zeit, bis das Corona-Testresultat bekannt ist. © keystone Bei den gewöhnlichen PCR-Tests braucht es einige Zeit, bis das Corona-Testresultat bekannt ist. Bei der Bekämpfung der zweiten Corona-Welle wird viel Hoffnung auf die Schnelltests gesetzt. Wie verlässlich sie sind, wann sie in der Schweiz grossflächig zum Einsatz kommen und was man sich damit erhofft.

Welche Arten von Corona-Tests gibt es?

Die Corona-Tests lassen sich grundsätzlich in drei Kategorien einteilen:

PCR-Tests und Antigen-Tests weisen das Virus direkt nach; Antikörper-Tests tun dies indirekt. Die beiden erstgenannten Verfahren können eine aktuelle Infektion nachweisen, während Antikörper-Tests vorwiegend dem Nachweis einer bereits abgelaufenen Infektion dienen.

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Wie genau funktionieren Schnelltests?

Häufig wird von Schnelltests gesprochen, ohne genau zu definieren, welche Testart genau gemeint ist. Meistens werden damit die Antigen-Tests gemeint. Doch auch hier muss wieder zwischen den drei Kategorien unterschieden werden:

So sieht ein positives Testergebnis nach einem Antikörper-Schnelltest aus. © Shutterstock So sieht ein positives Testergebnis nach einem Antikörper-Schnelltest aus.

Wie schnell sind die Schnelltests wirklich?

Je nach Testart kann es zwischen fünf Minuten (Antigen-Tests) bis zu einer Dreiviertelstunde (PCR-Schnelltests) dauern, bis ein Testresultat bekannt ist.

Wie zuverlässig sind die Schnelltests?

Auch hier muss man zwischen den drei verschiedenen Testkategorien unterscheiden.

Kommen Schnelltests in der Praxis schon zum Einsatz?

Einige Airlines, darunter darunter auch die Austrian Airlines der Lufthansa-Gruppe, erproben bereits den Einsatz von Antigen-Schnelltests an Flughäfen.

Am Frankfurter Flughafen wartet ein Passagier darauf, auf das Coronavirus getestet zu werden. © keystone Am Frankfurter Flughafen wartet ein Passagier darauf, auf das Coronavirus getestet zu werden.

Der für die Passagiere freiwillige und kostenlose Test, der nach 15 Minuten ein Ergebnis liefern soll, sei allerdings kein Ersatz für den weniger schnellen PCR-Test. Er ändert auch nichts an den strengen Einreisebestimmungen aufgrund der Pandemie.

Wann will das BAG Schnelltests grossflächig einsetzen?

Auch in der Schweiz evaluiert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) derzeit den Einsatz von Schnelltests. Hierbei handelt es sich primär um den Einsatz von Antigen-Schnelltests. An einer Medienkonferenz vom 22. Oktober versprach der Gesundheitsminister Alain Berset, dass diese möglichst bald zum Einsatz kommen werden.

Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten beim BAG, verspricht schon bald den Einsatz von Antigen-Schnelltests. © keystone Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten beim BAG, verspricht schon bald den Einsatz von Antigen-Schnelltests.

«Wir erwarten in den nächsten Tagen einen deutlichen Schritt weiterzukommen», verkündete Stefan Kuster, Leiter der Abteilung für Übertragbare Krankheiten an der Pressekonferenz vom 23. Oktober. Die Antigen-Schnelltests seien sehr erwünscht, müssten aber in eine Teststrategie eingebunden werden, so Kuster weiter.

Für wen sind die Schnelltests gedacht?

Gemäss Gesundheitsminister Alain Berset sei derzeit noch unklar, wie und an wen die Tests verteilt werden sollen. Ziel sei es, die Schnelltests vor allem für bestimmte Personengruppen schnell einzuführen, so ein BAG-Sprecher gegenüber der «Handelszeitung».

Die Wirtschaft und der Tourismus setzen grosse Hoffnungen auf die schnellen Testverfahren. Rudolf Minsch, Chefökonom bei der Economuisse, bezeichnet sie sogar als «Gamechanger». «Wenn beispielsweise nach einer Hochzeit, nach einer Arbeitsschicht oder in einer Abteilung ein Corona-Fall auftaucht, müssen fortan nur noch alle zum Schnelltest. Und nur wer wirklich positiv getestet wird, muss auch in Quarantäne», wird Minsch in der Handelszeitung zitiert.

Wer produziert die Schnelltests?

Es gibt eine ganze Reihe von Herstellern. Das Pharmaunternehmen Roche verkündete Mitte Oktober, dass man noch in diesem Jahr einen Antigen-Schnelltest auf den Markt bringen will. Roche weist in einer Mitteilung aber darauf hin, dass Antigen-Tests im Allgemeinen zwar über eine hohe Spezifität verfügten. Sie seien jedoch nicht so empfindlich wie PCR-Tests, die das Virus direkt nachweisen.

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