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Thun – die fröhliche Stadt an der Aare

20 Minuten-Logo 20 Minuten 04.06.2020

Städtereisen führen diesen Sommer statt nach Barcelona oder Milano in die kleinen, hübschen Schweizer Städtchen wie St-Ursanne, Murten oder Gruyère oder in die Zentren von St. Gallen oder Basel. Heute stellen wir euch eine prächtig schön gelegene Schweizer Stadt vor: Thun.

Städtereisen führen diesen Sommer statt nach Barcelona oder Milano in die kleinen, hübschen Schweizer Städtchen wie St-Ursanne, Murten oder Gruyère oder in die Zentren von St. Gallen oder Basel. Heute stellen wir euch eine prächtig schön gelegene Schweizer Stadt vor: Thun.

Tag 1 – Shoppen, surfen & schlemmern

10 Uhr – Ankunft in Thun

Thun ist mit dem Zug oder dem Auto bestens erreichbar, aber die schönste Art, in Thun anzukommen, ist mit dem Schiff. Der Blick bei der Einfahrt auf das Schloss Thun, die Kirche, die Schleusen und historischen Häuser verrät gleich, dass Thun eine kleine Schönheit ist.

11 Uhr – Das Geld muss unter die Leute

Zwei Strassen spielen beim Shopping in Thun die Hauptrolle: das Bälliz und die Obere Hauptgasse. Erstere liegt auf der von der Aare umschlossenen Insel. Hier finden sich die Geschäfte grösserer Ketten wie Interdiscount, PKZ, Beldona oder New Yorker. Aber auch kleine Perlen wie das Drop-In, ein Skate-, Surf- und Snowboardshop, den der ehemalige SRF-Auswanderer Mike Wiedmer mit aufbaute. In der Oberen Hauptgasse bieten eher kleine lokale Läden ihre Ware feil.

13 Uhr – Ab in die Quartierbeiz

Die Quartierbeiz 13 nennt sich selbstbewusst die coolste Quartierbeiz des Berner Oberlands. Die Küche bietet frische Kost – von Asiatisch bis zu lokalen Leckereien und hat seit 1996 einen festen Platz in der Thuner Gastroszene. #säubergchochetsfägt #thunisstbesser

15 Uhr – Aufs SUP oder auf die Welle?

Der Thunersee bietet sich für eine SUP-Tour an. SUPs zur Miete oder auch SUP-Kurse bietet Honu SUP am Strandweg 5 beim Grunderinseli an. Das Inseli ist ausserdem auch ein idyllischer Ort zum Picknicken oder einfach, um auf den See rauszuschauen. Thun ist aber auch so was wie das Hawaii des Berner Oberlands. Mehrere stehende Wellen locken die Stadtsurfer an. Entweder man wagt sich selber aufs Bord, oder aber man schaut einfach mal vorbei und staunt, was die Locals hier an Spektakel bieten. Ein guter Spot hierfür ist die Welle bei der Scherzligschleuse.

18 Uhr – Auf dem Mühleplatz heissts Proscht, Cheers & zum Wohl

Der Treffpunkt und das Herz von Thun: Der Mühleplatz. © Foto: zvg Der Treffpunkt und das Herz von Thun: Der Mühleplatz.

Der Mühleplatz ist der Dreh- und Angelpunkt von Thun, das Herz der Stadt, für manchen der geselligste Ort unseres Planeten. Am Mühleplatz kommt keiner vorbei. Schon nachmittags füllen sich die Cafés, Beizen und Bars, und die gute Stimmung dauert bis in die Nachtstunden. Ebenfalls ein Tipp ist die gleich gegenüber liegende Cafébar Alte Oele, die zum Theater Alte Oele gehört.

19 Uhr – Ein Essen im Dampfschiff

Wer meint, es heisse nun «Schiff ahoi», liegt falsch. Beim Dampfschiff oder «Bateau à Vapeur», wie es elegant auf Französisch an der Hausfassade angeschrieben steht, handelt es sich um ein Restaurant an der Aare mit Blick auf die Villa Julia. Und weil das Essen hier genauso lecker ist wie im Hotel & Restaurant Spedition, empfehlen wir einen Mehrgänger, aufgeteilt auf beide Restaurants. Wie wäre es als Vorspeise beispielsweise mit einem karamellisierten Ziegenkäse mit Dörrfrüchten, grünen Spargeln und Wildkräutern? Bon appétit!

20 Uhr – Vom Dampfschiff in die Spedition

Das Hotel & Restaurant Spedition ist Thuns Juwel. Stilvoll, fröhlich und frisch fasst das Konzept bestens zusammen. Im Restaurant serviert die Crew viel gute Laune, bestes Dry aged Beef und mindestens so gutes Gemüse. Und wer gleich über Nacht bleibt, den erwarten 15 schicke Zimmer und am nächsten Morgen ein feines Frühstück. Doch woher kommt der doch eher ungewöhnliche Hotelname? Er entspringt der Geschichte des Hauses und geht auf die Pioniere der Schweizer Schmelzkäseindustrie zurück: die Firma Gerberkäse AG. Wer kennt sie nicht die Gala-Käsli oder die Gerber-Fondues? Von hier aus wurden sie einst in die ganze Welt verschickt. Nachdem Emmi 2009 den Produktionsstandort schloss, erhielt das Haus als Boutique-Hotel ein neues Leben. Das Hotel wird vom innovativen Gastronomen Adrian Tschanz geführt. Er sorgt mit viel Leidenschaft dafür, das tagtäglich alles in Perfektion funktioniert und dennoch locker und unkompliziert daherkommt.

22 Uhr – Auf einen Schlummerdrink in die Atelier Bar

Wer in Thun einen anständigen Drink möchte, der geht zu Ivan Urech in die Atelier Bar. Die Cocktailbar könnte ebenso in Kopenhagen oder Tel Aviv stehen, und genauso exquisit sind die Drinks, die serviert werden. Wer nicht bereits weiss, was bestellen, der wird umfassend beraten, und kommen die Drinks an den Tisch, ist eine kleine Show inklusive.

TAG 2 – Brunchen und spazieren

10 Uhr – Ein Brunch mit Konzept

Erste Adresse für einen Brunch in Thun ist die Konzepthalle 6. Leider werden diese aktuell wegen der Corona-Krise noch nicht wieder durchgeführt – dennoch möchten wir Ihnen den Tipp hier nicht vorenthalten. Und hoffen, dass die Sonntagsbrunchs in der Konzepthalle 6 bald wieder durchgeführt werden. Ansonsten einfach mal auf ein Mittags- oder Abendessen vorbeischauen.

13 Uhr – Ausflug in die Cholerenschlucht

Zum Schluss des Städtetrips gehts raus aus dem Stadtzentrum, hoch in die Cholerenschlucht bei Hünibach. Ausgangsort ist der Kohlerenweg in Hünibach. Nach wenigen Minuten erreicht man die Schlucht. Über Waldwege und Treppen spaziert man während einer knappen Stunde die Schlucht hoch. Ein Wasserfall reiht sich an den nächsten, den Soundtrack liefern die unzähligen zwitschernden Vögel. Oben angekommen, fährt man entweder mit dem Bus zurück nach Thun oder zu Fuss via ausgeschildertem Weg. (Bushaltestelle: Am Ende der Schlucht auf der Strasse nach links abbiegen und dieser für wenige Minuten folgen.)

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