Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Hyundai will Kosten für E-Autos mit Brennstoffzellen senken, Notenbanker-Treffen findet zum ersten Mal seit 40 Jahren virtuell statt – und weitere Wirtschaftsmeldungen

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung 12.06.2020

Hyundai will Kosten für E-Autos mit Brennstoffzellen senken

(dpa) Der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai will die Kosten für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen in den kommenden Jahren deutlich senken. «Unser Ziel ist, im Jahr 2025 Pkw mit Brennstoffzellen zu bauen, die so viel kosten wie Elektrofahrzeuge mit Batterieantrieb», sagte Saehoon Kim, Chef der Brennstoffzellensparte bei Hyundai, der Zeitung «Welt». Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle sind bislang noch deutlich teurer als Elektroautos mit Batteriespeicher. Die Steigerung der Produktion sei der entscheidende Hebel, um die Kosten zu senken. «Dieses Jahr planen wir den Bau von 13 000 Nexo und wollen die Fertigung von nun an jedes Jahr kontinuierlich steigern. Unser aktuelles Ziel für das Jahr 2030 ist, 500 000 Pkw mit Brennstoffzellen zu bauen», sagte Kim. Der Hyundai Nexo ist derzeit neben dem Mirai des Konkurrenten Toyota der einzige Brennstoffzellen-Pkw mit einer wachsenden Serienfertigung.

Anders als die deutschen Automobilhersteller setzen Hyundai und Toyota auf einen kontinuierlichen Ausbau des Geschäftes mit diesen Fahrzeugen in den kommenden Jahren. «Die meisten europäischen Automobilhersteller sagen, die Brennstoffzelle sei eine Technologie für das kommende Jahrzehnt. Wir glauben, es ist eine Technologie für dieses Jahrzehnt», sagte Kim. Es habe mehr als zehn Jahre Zeit gekostet, dafür eine Lieferkette aufzubauen. «Für all diejenigen, die in diesem Prozess noch relativ am Anfang stehen, ist es natürlich ein nachvollziehbarer Rückschluss, die Brennstoffzelle sei eine Technologie erst für das nächste Jahrzehnt», so Kim.

Zusammen mit Kia ist Hyundai der fünftgrösste Autohersteller weltweit. Der VW-Rivale hatte angekündigt, bis 2025 in die Gruppe der drei grössten Hersteller von Batterien und Brennstoffzellenfahrzeugen aufzusteigen.

Autos mit Brennstoffzellen, in denen Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser reagiert und so die nötige Antriebsenergie liefert, gelten als Alternative zu reinen Elektroautos mit Batterieantrieb. Die Kosten für solche Fahrzeuge sind - auch wegen der noch sehr geringen Modellstückzahlen und Infrastruktur - aber bisher hoch. Ausserdem ist die vorherige Aufspaltung von Wasser energieintensiv. Manche Beobachter sehen die Brennstoffzelle daher eher als Langfristlösung.

Google kontert Patentklage von Sonos mit eigenen Vorwürfen

(dpa) Der Patentstreit zwischen dem Lautsprecher-Anbieter Sonos und Google eskaliert mit einer Gegenklage des Internet-Konzerns. Google warf Sonos am Donnerstag die Verletzung von fünf Patenten vor. Es ist eine Auswahl technischer Lösungen aus verschiedenen Bereichen, darunter sind Technologien zur Suche nach Lieblingstiteln in der App des Sonos-Systems, zum Umgang mit Kopierschutz sowie zur Geräuschreduzierung bei Sprachaufnahmen.

Sonos hatte Google Anfang Januar verklagt. Der Pionier bei vernetzten Lautsprechern im Haushalt nahm dabei die «Chromecast»-Technologie ins Visier, mit der man Lautsprecher in verschiedenen Räumen vernetzen kann. Das sind neben den smarten «Home»-Lautsprechern auch alle Pixel-Smartphones des Konzerns. Bei den ebenfalls fünf Sonos-Patenten in der damaligen Klage standen die Technologien für das Zusammenspiel mehrerer Lautsprecher im Fokus, zum Beispiel wenn es darum geht, die Lautstärke abzustimmen oder die Musikwiedergabe zu synchronisieren.

Sonos-Chef Patrick Spence kritisierte nach der Gegenklage, Google sei einst innovativ gewesen, verhalte sich jetzt aber so, dass «einstige Räuberbarone» zufrieden wären. Google ist für Sonos unterdessen weiterhin ein wichtiger Kooperationspartner: Auf einigen Lautsprechern der Firma läuft der Sprachassistent des Internet-Konzerns.

Zuckerberg-Vertrauter Chris Cox kehrt zu Facebook zurück

(dpa) Bei Facebook kehrt einer der engsten Vertrauen von Gründer Mark Zuckerberg nach gut einem Jahr wieder in die Chefetage zurück. Chris Cox übernimmt wieder den Job des Produktchefs, den er im März 2019 aufgegeben hatte. Auf diesem Posten beaufsichtigt er die zentrale Facebook-App, die Fotoplattform Instagram sowie die Chat-Dienste WhatsApp und Messenger, wie Facebook am Donnerstag mitteilte. Cox ging im Frühjahr vergangenen Jahres kurz nach der Ankündigung Zuckerbergs, Facebook weitgehend auf komplett verschlüsselte Kommunikation umzustellen. Differenzen zwischen den beiden zu diesem Thema wurden als Grund für den Abgang angesehen.

Cox war 2005 unter den ersten Facebook-Mitarbeitern. Er war danach immer wieder an strategischen Weichenstellungen bei Facebook beteiligt. Bis zum vergangenen Jahr wurde er auch als möglicher Kronprinz bei Facebook gehandelt. Seit dem Ausstieg habe er an Klimaschutz-Initiativen und Infrastruktur für den Wahlkampf gearbeitet, mit seiner Reggae-Band gespielt und Zeit mit seiner Familie verbracht, schrieb Cox in der Nacht zum Freitag.

Er wolle aber Facebook in einer Zeit unterstützen, in der die Welt verunsichert und gespalten sei. «Facebook und unsere Produkte waren noch nie relevanter für unsere Zukunft.»

Treffen der Notenbanker findet als virtuelle Konferenz statt

(reuters) Das jährliche Treffen führender Notenbanker in Jackson Hole wird wegen der Coronavirus-Pandemie erstmals seit rund 40 Jahren nicht vor Ort im US-Bundesstaat Wyoming stattfinden. Stattdessen werde am 27. und 28. August eine virtuelle Konferenz veranstaltet, teilt der gastgebende US-Notenbank-Bezirk Kansas City mit. Hintergrund sei, dass das historische Hotel Jackson Lake Lodge im Grand Teton National Park am Fusse der Rocky Mountains, in dem die Konferenz sonst ausgerichtet wird, wegen der Corona-Krise geschlossen sei.

Die von der Federal Reserve Bank of Kansas City veranstaltete Konferenz findet seit 1978 jedes Jahr statt. 1982 wurde der Veranstaltungsort nach Jackson Hole verlegt. Seitdem wurde die Konferenz zu einem der wichtigsten Treffen von Notenbankvertretern weltweit.

Nestlé prüft den Verkauf des US-Wassergeschäfts

imr. Der Nahrungsmittelhersteller Nestlé will den Umbau seines Produktesortiments weiter vorantreiben. Die Firmenleitung prüft deshalb «strategische Optionen» für das Wassergeschäft in Nordamerika. Damit hat Nestlé jüngst einen Umsatz von 3,4 Mrd. Fr. erzielt.

Nestlé will künftig seine bekannten Marken wie Perrier und S. Pellegrino forcieren. Pierre Albouy / Reuters © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Nestlé will künftig seine bekannten Marken wie Perrier und S. Pellegrino forcieren. Pierre Albouy / Reuters

Falls das Geschäft zustande kommt, würde es sich somit um eine gewichtige Transaktion handeln. Betroffen wären diverse Quellwassermarken, die in erster Linie regional bekannt sind. Im Gegenzug betont die Nestlé-Führung erneut, das Geschäft mit den global bekannten Marken, beispielsweise Perrier, S. Pellegrino und Acqua Panna, zu forcieren, gerade auch in den USA. Mit diesen Brands erzielt Nestlé stetig steigende Verkäufe. Im vergangenen Jahr hat Nestlé weltweit mit 48 Wassermarken einen Umsatz von 7,8 Mrd. Fr. erwirtschaftet. Wasser zählt weiter zu den Kerngeschäften des Unternehmens, hat sich aber als Ganzes jüngst nicht so gut entwickelt wie die Aktivitäten mit Kaffee, Kinder- oder Tiernahrung.

Das Sortiment umzugestalten und so profitabler zu machen, zählt zu den Hauptanliegen von Mark Schneider, dem Chef von Nestlé. In den vergangenen Jahren sind diverse Transaktionen zustande gekommen. Jüngst tätigte Nestlé aber eher mehr Verkäufe als Akquisitionen. Schneider wird daher möglichst bald eine grössere Übernahme ankündigen müssen, sonst riskiert er, dass die Investoren ungeduldig werden. Im vergangenen Jahr hat Nestlé einen Umsatz von 93 Mrd. Fr. erwirtschaftet.

Nach Amazon verkauft auch Microsoft keine Gesichtserkennungs-Software mehr an die Polizei

(dpa) Auch Microsoft will keine Gesichtserkennungs-Software mehr an die amerikanische Polizei verkaufen, bis es eine gesetzliche Regelung gibt. Der rechtliche Rahmen dafür müsse auf Grundlage der Menschenrechte erfolgen, sagte der Chefjustiziar des amerikanischen Konzerns, Brad Smith, am Donnerstag bei einer Veranstaltung der «Washington Post». Zuvor hatte Amazon die Versorgung der Polizei mit der Gesichtserkennungs-Software «Rekognition» für ein Jahr ausgesetzt. IBM stieg diese Woche ganz aus dem Geschäft aus.

Zuletzt verstärkte sich in den USA Kritik am breiten Einsatz von Gesichtserkennung, weil damit Überwachung von Menschen und die Diskriminierung einzelner Bevölkerungsgruppen möglich ist. Städte wie San Francisco untersagen die Nutzung bereits. Bei der Gesichtserkennung werden zur Identifizierung einzelner Menschen Kamerabilder mit Datenbanken abgeglichen. Befürworter entgegnen, damit könnten Straftaten schneller aufgeklärt werden.

Die Polizei hat aber auch andere Möglichkeiten. So sorgte Anfang des Jahres die Firma Clearview AI für Aufsehen, die einfach eine Datenbank aus Millionen öffentlich zugänglicher Fotos von Online-Diensten zusammentrug. Google, YouTube und Twitter forderten die Firma auf, das Abgreifen von Bildern zu unterlassen.

Neue Griechenland-Hilfen im Umfang von 748 Millionen Euro

(dpa) Für Griechenland hat die Eurogruppe 748 Millionen Euro Hilfen zur Erleichterung der Schuldenlast gebilligt. Die Regierung in Athen habe die Bedingungen dafür erfüllt, teilte Eurogruppenchef Mario Centeno am Donnerstagabend mit. Die griechische Reaktion auf die Corona-Krise sei entschieden und angemessen gewesen, und die Reformpolitik dort werde fortgesetzt. Dabei handelt es sich um einen Zuschuss zur Erleichterung des Schuldendienstes, der Griechenland in Aussicht gestellt worden war, wenn es seine Pflichten aus den Rettungsprogrammen erfüllt. Das hat die EU-Kommission bestätigt.

Ebenfalls am Donnerstag wurde ein Prüfbericht zu den Griechenland-Rettungsprogrammen veröffentlicht, der erhebliche Schwächen monierte. Die Programme des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM und dessen Vorläufers EFSF hätten nicht systematisch und streng auf langfristige Nachhaltigkeit der griechischen Wirtschaft geachtet, heisst es in dem Bericht. Erstellt wurde er vom früheren EU-Kommissionsvize Joaquín Almunia, der seine Erkenntnisse am Donnerstag der ESM-Spitze vortrug. Griechenland hatte 2010 kurz vor dem finanziellen Kollaps um internationale Hilfe gebeten. In den Folgejahren erhielt Athen Milliardenkredite und musste im Gegenzug Reformen und Sparmassnahmen umsetzen. Insgesamt überwiesen der ESM und sein Vorläufer EFSF über 200 Milliarden Euro an Griechenland. Die Rückzahlung der Kredite soll von 2034 bis 2060 laufen.

Die volkswirtschaftlichen Folgen von Strukturreformen seien nicht systematisch in Prognosen einbezogen worden, heisst es in Almunias Bericht. «Die kombinierten Effekte der diversen Schwächen bedeuteten, dass die Vorteile der Strukturreformen viel später zu Buche schlugen als erwartet.» Insgesamt sei die Wirtschaft nun zwar besser geschützt gegen Schocks von aussen. «Aber langfristige Wachstumsaussichten sind gedämpft, weil Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit langsam wachsen und Reformen unvollständig umgesetzt wurden», heisst es weiter. Ferner sei die Tragfähigkeit des Schuldenbergs durch das ESM-Programm verbessert worden, aber nicht vollständig wiederhergestellt.

Londoner Flughafen Heathrow kündigt Stellenstreichungen an

(awp/sda/dpa) Der Londoner Flughafen Heathrow hat mit einem Programm zum sozialverträglichen Stellenabbau begonnen. Das teilte der grösste Airport Europas am Donnerstag mit.

«Wir haben durch diese Krise hindurch versucht, Jobs von Mitarbeitern zu schützen, die an vorderster Front stehen» sagte Heathrow-Geschäftsführer John Holland-Kaye. Das sei nun aber nicht mehr möglich. Daher sei mit den Gewerkschaften eine Vereinbarung für das freiwillige Ausscheiden von Mitarbeitern getroffen worden.

Wie viele der etwa 7000 Jobs gestrichen werden sollen, teilte das Unternehmen nicht mit. Auf der Führungsebene seien bereits ein Drittel der Jobs abgebaut worden. Weitere Einschnitte könnten nicht ausgeschlossen werden, sagte Holland-Kaye.

Anfang der Woche hatte er der Wirtschaftszeitung «City A.M.» gesagt, er rechne, dass ein notwendiger Stellenabbau ein Drittel aller Mitarbeiter betreffen könnte. Den gleichen Anteil an Jobverlusten befürchtet er schlimmstenfalls auch für die Gesamtzahl der 76 000 Arbeitnehmer, die von verschiedenen Unternehmen in Heathrow beschäftigt werden.

Passagierzahlen in Heathrow waren im vergangenen Monat wegen der Coronavirus-Pandemie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 97% eingebrochen. Die Cargo-Menge im Luftfrachtbereich ging um 40% zurück, obwohl die Zahl der reinen Frachtflüge zunahm.

Ein Grossteil der Luftfracht wird aber in Passagierflugzeugen befördert. Befürchtet wird, dass sich die Zahlen auch nicht erholen werden, solange die von der britischen Regierung in dieser Woche eingeführte Quarantänepflicht in Kraft bleibt.

Einreisende nach Grossbritannien müssen seit dieser Woche an der Grenze ihre Adress- und Kontaktdaten hinterlassen und zwei Wochen lang in Quarantäne gehen. Wer sich nicht an die 14-tägige Pflicht zur Selbstisolation hält, muss mit einem hohen Bussgeld rechnen.

Mehr als 1,5 Millionen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe

(awp/sda/reu) In den USA ebbt die Flut an Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe nur leicht ab. Insgesamt stellten vorige Woche 1,542 Millionen Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 1,55 Millionen gerechnet, nach einer revidierten Zahl von Erstanträgen in der vorangegangenen Woche von 1,897 Millionen. Die Corona-Pandemie hat in den USA Vollbeschäftigung in Massenarbeitslosigkeit umschlagen lassen: Mehr als 20 Millionen Amerikaner verloren im April ihren Job, bevor im Mai ein vorläufiges Ende einsetzte und rund 2,5 Millionen Jobs geschaffen wurden.

Europäischer Essenslieferdienst Just Eat Takeaway schluckt Grubhub

(dpa) Im Geschäft mit Essenslieferungen entsteht ein transatlantisches Schwergewicht. Die britisch-niederländische Firma Just Eat Takeaway übernimmt den US-Rivalen Grubhub. Damit kommt der Fahrdienst-Vermittler Uber, der als wahrscheinlicher Käufer von Grubhub gehandelt wurde, nun doch nicht zum Zug.

Just Eat Takeaway will den Kaufpreis komplett in eigenen Aktien zahlen und akzeptiert dabei einen Aufschlag von 27% auf den jüngsten Schlusskurs von Grubhub. Die Unternehmen einigten sich auf 75,15 $ pro Aktie, wie sie nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilten. Damit werde Grubhub bei der Übernahme insgesamt mit rund 7,3 Mrd. $ (6,4 Mrd €) bewertet.

Durch den Zusammenschluss entsteht den Unternehmen zufolge der grösste Essenslieferkonzern ausserhalb Chinas. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden. Bei Anlegern kam die Nachricht gut an. Die Grubhub-Aktie reagierte im vorbörslichen Handel am Donnerstag mit einem Anstieg von zeitweise mehr als acht%. Der Übernahmepoker hatte den Kurs zuletzt schon stark angetrieben. Laut US-Medienberichten soll auch der deutsche Konkurrent Delivery Hero Interesse gezeigt haben.

Medienberichten zufolge schob Uber bereits im Februar Übernahmegespräche mit Grubhub an. Der Fahrdienst-Vermittler will sein Lieferangebot Uber Eats ausbauen. Gerade in der Corona-Krise boomt das Geschäft der Essenszusteller. Ein Zusammenschluss von Grubhub und Uber Eats hätte aber an wettbewerbsrechtlichen Bedenken scheitern können, weil beide vor allem auf dem US-Markt aktiv sind. Dieses Problem dürfte es nun nicht geben, da Just Eat Takeaway dort bislang gar nicht vertreten ist.

Uber erklärte nach Bekanntgabe des Deals, die Branche brauche eine Konsolidierung. «Das bedeutet nicht, dass wir an jedem Deal, zu jedem Preis, mit jedem Player interessiert sind.» Laut früheren Medienberichten soll Uber 68 $ je Grubhub-Aktie geboten haben.

Nach Informationen der «Financial Times» hatte Uber im vergangenen Jahr bereits versucht, den Grubhub-Rivalen DoorDash zu übernehmen, blitzte aber ab. Auch nachdem Grubhub mehrere Konkurrenten wie Eat24 oder Foodler schluckte, ist die Firma im US-Markt immer noch kleiner als DoorDash.

Just Eat Takeaway entstand selbst erst im Frühjahr, ebenfalls durch einen Zusammenschluss. Die niederländische Firma Takeaway übernahm den britischen Wettbewerber Just Eat.

Unilever will Firmensitz in den Niederlanden aufgeben

(awp/sda/dpa) Der Konsumgüterkonzern Unilever will seinen bislang doppelten Firmensitz in Grossbritannien und den Niederlanden künftig nur noch auf London konzentrieren.

Der markante Unilever Bau in Rotterdam soll schon bald nicht mehr der Hauptsitz des Konzern mehr sein. Piroschka Van De Wouw / Reuters © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Der markante Unilever Bau in Rotterdam soll schon bald nicht mehr der Hauptsitz des Konzern mehr sein. Piroschka Van De Wouw / Reuters

Die bisherige Doppelstruktur solle in nur noch einer Muttergesellschaft in Grossbritannien vereint werden, teilte der Hersteller von Suppen, Eiscreme und Tee am Donnerstag mit. Von der neuen Struktur verspreche man sich eine höhere unternehmerische Flexibilität. Dies sei angesichts der Corona-Pandemie von hoher Bedeutung.

Bisher hat der Konzern, der unter anderem die Marken Knorr, Pfanni und Magnum unter einem Dach vereint, eine duale Unternehmensstruktur. Diese besteht seit über 90 Jahren aus einem Sitz im niederländischen Rotterdam und einem Standort in Grossbritannien, das inzwischen aus der Europäischen Union ausgetreten ist. Vor etwa zwei Jahren wollte das Unternehmen seinen Hauptsitz eigentlich in die Niederlande verlegen. Dieser Plan des ehemaligen Unilever-Chefs Paul Polman scheiterte aber am Widerstand der britischen Anteilseigner.

Eine interne Untersuchung habe ergeben, dass die bisherige Doppelstruktur Probleme mit sich bringe, teilte Unilever mit. Die Neuorganisation solle keine Auswirkungen auf den Beschäftigtenstand oder sonstige unternehmerische Aktivitäten in den beiden Heimatländern mit sich bringen. Der Konzernteil für Nahrungsmittel soll seinen Sitz weiter in Rotterdam haben, der Bereich für Körperpflegeprodukte soll weiter in Grossbritannien residieren.

Wie Unilever einräumte, habe die niederländische Regierung eine Zusage erbeten, dass der in den Niederlanden beheimatete Unternehmensteil für Lebensmittel und Haushaltsprodukte auch im Falle einer Abtrennung vom Konzern in den Niederlanden verbleibe.

Technisch soll die Restrukturierung durch eine Verschmelzung der beiden Konzernteile - Unilever Plc und Unilever NV - über die Bühne gehen. Anteilseigner der niederländischen Unilever-Sparte sollen Aktien an dem künftigen Mutterkonzern Unilever Plc erhalten. Das Vorhaben soll laut Unilever im Laufe des Jahres über die Bühne gehen, sofern die Aktionäre dem Vorhaben zustimmen.

Boeing peilt wichtigen 737 MAX-Zertifizierungsflug Ende Juni an

(sda/reuters) Für den US-Flugzeughersteller Boeing steht der nächste Schritt für die Wiederzulassung seiner 737 MAX für den Passagierflugbetrieb bevor. Ende Juni soll ein wichtiger Zertifizierungstestflug erfolgen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Mittwoch.

Der nächste Schritt für die Wiederzulassung des Boeing-Passagierjets 737 MAX steht an. Willy Kurniawan / Reuters © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Der nächste Schritt für die Wiederzulassung des Boeing-Passagierjets 737 MAX steht an. Willy Kurniawan / Reuters

Boeing äusserte sich nicht zum Zeitpunkt des Testflugs, erklärte aber, dass das Sicherheitsbulletin für die erforderlichen Änderungen an der Verkabelung von der US-Bundesbehörde für Luftfahrt abgenommen worden sei.

«Boeing hat bereits damit begonnen, Flugzeuge zu modifizieren, die noch nicht ausgeliefert wurden, und koordiniert die Änderungsbemühungen mit den Fluggesellschaften», erklärte der Konzern. Neu gebaute Flugzeuge seien bereits mit dem Update ausgestattet.

Die Boeing 737 MAX wurde nach zwei tödlichen Abstürzen im März 2019 aus dem Verkehr gezogen.

Ford ruft über zwei Millionen Autos in Amerika zurück

(sda/dpa) Der zweitgrösste US-Autokonzern Ford beordert in Amerika wegen möglicher Defekte bei der Türverriegelung zahlreiche Fahrzeuge in die Werkstätten. Insgesamt seien rund 2,15 Millionen Wagen betroffen, teilte das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) in Dearborn mit.

Konkret geht es um die Modelle Fiesta, Focus, Fusion, Escape, C-Max, Transit Connect und Mustang sowie Limousinen vom Typ MKZ und MKC der zum Ford-Konzern gehörenden Oberklassemarke Lincoln.

Die betroffenen Modelljahrgänge reichen von 2011 bis 2016. Schlimmstenfalls könne sich die Tür während der Fahrt öffnen, warnt das Unternehmen. Ford seien bislang jedoch keine Berichte über Unfälle oder Verletzungen bekannt.

Das Problem ist offenbar nicht neu - die jetzigen Reparaturen sind laut Ford nötig, weil einige Teile der Türverriegelung bei zwei vorherigen Rückrufen möglicherweise gar nicht oder zumindest nicht wie vorgesehen ausgetauscht wurden.

Ausserdem kündigte der Hersteller am Mittwoch noch einen weiteren grösseren Rückruf wegen der Gefahr von auslaufender Bremsflüssigkeit an. Dieses Problem betrifft den schwergewichtigen Pick-up-Truck F-150, der sich besonders bei US-Kunden sehr grosser Beliebtheit erfreut. In den Vereinigten Staaten umfasst der Rückruf laut Ford gut 292'000 Fahrzeuge der Modelljahre 2014 bis 2017. Weitere knapp 52'000 Stück müssen demnach in Kanada und Mexiko repariert werden.

UBS kommt im Steuerverfahren am Landgericht Mannheim gut davon

(awp/sda) Die UBS ist in Deutschland in einem Strafverfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung glimpflich davongekommen. Die deutsche Tochter UBS Europe SE mit Sitz in Frankfurt muss eine Zahlung von 4 Mio. € leisten. Ursprünglich lagen die Forderungen bei 82 Mio.

Die UBS kommt in einem Strafverfahren in Deutschland glimpflich davon. Arnd Wiegmann / Reuters © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Die UBS kommt in einem Strafverfahren in Deutschland glimpflich davon. Arnd Wiegmann / Reuters

Die Zahlung dient auch nur der Gewinnabschöpfung und stellt keine Busse dar. Das Verfahren am Landgericht Mannheim über die Verhängung einer Unternehmensgeldbusse sei eingestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Als Grund dafür, dass die Gewinnabschöpfung vergleichsweise gering ausfällt, nennt die Anklage geänderte Anforderungen durch inzwischen ergangene Entscheide einiger Obergerichte. Die bisherige Beweisaufnahme habe zwar im Grundsatz bestätigt, dass die UBS ein Transfersystem unzulässig verwendet habe. Es habe sich aber gezeigt, dass dieses nicht «originär zum Zwecke der Steuerhinterziehung» entwickelt worden war.

Die Staatsanwaltschaft hatte Managern der jetzigen UBS Europe SE vorgeworfen in den Jahren 2001 bis 2012 Kunden bei Steuerstraftaten unterstützt zu haben. Zusammen mit Führungskräften der Schweizer Muttergesellschaft hätten sie es ihnen ermöglicht, Geld als vermeintliche Inlandsüberweisung getarnt über ein bankinternes Clearingkonto in die Schweiz zu transferieren.

Das Gericht hatte bereits zuvor signalisiert, dass die Voraussetzungen für die Verhängung einer Geldbusse wohl nicht vorliegen und sich das auch mit einer langwierigen und komplexen Beweisaufnahme möglicherweise nicht grundlegend ändern werde.

Die UBS zeigt sich erleichtert über den Ausgang des Verfahrens am Mannheimer Gericht. Man freue sich über die Entscheidung des Landgerichts und den Abschluss des Verfahrens, teilte die Bank in einer kurz gefassten Stellungnahme mit.

Corona-Krise drückt Starbucks in die roten Zahlen

(awp/sda/dpa) Die weltgrösste Café-Kette Starbucks rechnet im laufenden Quartal wegen der Corona-Pandemie mit milliardenschweren Belastungen. Starbucks dürfte rote Zahlen schreiben.

In den Monaten April bis Juni dürften Filialschliessungen und Umsatzeinbussen das Betriebsergebnis von Starbucks mit bis zu 2,2 Mrd. $ belasten, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Daher rechnet Starbucks mit einem bereinigten Quartalsverlust zwischen 55 und 70 Cent je Aktie.

In den wichtigsten Absatzmärkten China und USA seien die Verkäufe auf vergleichbarer Ladenfläche im vergangenen Monat um 21% beziehungsweise um 43% gesunken, hiess es weiter. Zuletzt waren dem Unternehmen zufolge aber schon 95% aller US-Filialen und 99% aller Geschäfte in China wieder geöffnet.

OECD rechnet mit Einbruch der Schweizer Wirtschaft

(awp/sda) Die Coronapandemie sorgt für einen Absturz der Schweizer Wirtschaft im laufenden Jahr. Laut der Industriestaaten-Organisation OECD dürfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) heuer um 7,7% einbrechen.

Dies allerdings nur, wenn die Pandemie im Sommer abklinge, schrieb die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris in ihrem Konjunkturbericht. «Im Fall einer zweiten Infektionswelle im späteren Jahresverlauf wird das BIP 2020 voraussichtlich um 10% zurückgehen.» Bei einem weiteren Schock im späteren Jahresverlauf würden die Insolvenzen und die Arbeitslosigkeit in der Schweiz stärker steigen und die Investitionen geringer ausfallen.

Obwohl die Wirtschaft nicht so lange heruntergefahren worden sei wie in anderen Ländern, seien der private Konsum und die Investitionen stark eingebrochen, heisst es weiter. Viele Wirtschaftszweige, insbesondere der Tourismus, das Hotel- und Gaststättengewerbe, der Detailhandel und die Kulturbranche hätten unter den Schliessungen stark gelitten. «Die Pharmaindustrie, auf die 30% der Wertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes entfallen, konnte sich dagegen gut behaupten», so die OECD.

Die Zahl der Arbeitslosen sei trotz der Einführung besonderer Kurzarbeitsregelungen erheblich gestiegen. Das KOF-Konjunkturbarometer sei auf seinen niedrigsten Stand seit Anfang 2009 gesunken. Und das Konsumentenvertrauen sei in die Tiefe gestürzt, was die Erholung des Privatkonsums und der Investitionen bremsen werde, schrieb die OECD. So rechnet die Organisation mit einem Taucher des Privatkonsums um 6,8% im laufenden Jahr. Bei einer zweiten Welle dürfte er gar um 8,9% einbrechen.

Im nächsten Jahr erwartet die OECD dann einen Steigflug. Das BIP werde 2021 um 5,7% wachsen. Die Kurzarbeit helfe, den Effekt auf die Arbeitslosigkeit abzufedern. Bei einer zweiten Coronawelle werde das BIP allerdings nur um 2,3% zulegen. «In beiden Szenarien werden die Exporte durch die schwache Erholung bei den wichtigsten Handelspartnern und den starken Fr. gebremst», schrieb die OECD.

Wenn die Unsicherheit länger andauere, würden sich die Unternehmensinvestitionen nur langsam beleben. Ein Anstieg der Verschuldung der Unternehmen und der privaten Haushalte würde zusammen mit sehr tiefen Zinsen die Risiken im Finanzsektor erhöhen, hiess es.

Auf der anderen Seite hätte ein stärkerer Wachstumsaufschwung in Europa hingegen positive Auswirkungen auf die Schweizer Exporte. Auch gute Ergebnisse im Pharmasektor könnten sich positiv auf die Konjunktur auswirken.

Während für eine weitere Lockerung der Geldpolitik kaum Spielraum bestehe, könnten trotz der erheblichen Staatsausgaben zur Bekämpfung der Krise nochmals befristete fiskalische Impulse notwendig sein, befand die OECD.

So könnten Unternehmen wie beispielsweise KMU und Start-ups unterstützt werden, sollte die Erholung schleppender verlaufen als erwartet. Um dem Anstieg der Arbeitslosigkeit zu begegnen, könnten ebenfalls höhere finanzielle Mittel sowie mehr Weiterbildungsangebote erforderlich sein, schrieb die OECD: «Die Regierung sollte sich bereithalten, zusätzliche Massnahmen umzusetzen, um die Wirtschaft anzukurbeln und Vertrauen in die Zukunft zu schaffen.»

Glarner Regierung will Staatsgarantie für Kantonalbank abschaffen

(sda) Die Staatsgarantie für die Glarner Kantonalbank (GLKB) soll abgeschafft werden. Die Kantonsregierung will die «bewährte Strategie der Entpolitisierung» fortsetzen.

Die Glarner Kantonalbank soll schrittweise vom Kanton mehr Unabhängigkeit erhalten. ; Arno Balzarini / Keystone © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Die Glarner Kantonalbank soll schrittweise vom Kanton mehr Unabhängigkeit erhalten. ; Arno Balzarini / Keystone

Wie die Regierung in Glarus am Mittwoch mitteilte, will sie zur Umsetzung der Pläne die Kantonsverfassung anpassen und das Kantonalbankgesetz total revidieren. Eine entsprechende Vorlage wurde in die Vernehmlassung geschickt.

Demnach soll sich der Kanton aus der strategischen Führung der Bank zurückziehen. Und die Beteiligung am Aktienkapital von gegenwärtig 68% möchte die Regierung schrittweise auf einen Drittel reduzieren.

Gleichzeitig soll die Kantonalbank von einer spezialgesetzlichen in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Die Eigentümer- soll in eine Beteiligungsstrategie überführt werden. Der Leistungsauftrag soll beibehalten werden, wonach die GLKB zu einer ausgewogenen und nachhaltigen Entwicklung der glarnerischen Wirtschaft beiträgt.

Die Vernehmlassung dauert bis Mitte August. Die Vorlage geht danach in das Parlament, den Landrat, und 2021 vor die Landsgemeinde.

OECD rechnet mit äusserst schweren Folgen der Corona-Krise

(awp/sda/dpa) Bürger, Unternehmen und Staaten müssen sich nach Einschätzung der Industriestaatenorganisation OECD wegen der Covid-19-Pandemie auf äusserst schwere und lang anhaltende Folgen einstellen. Es handele sich um die schlimmste Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg, der vor 75 Jahren endete. Das teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris in einem Konjunkturbericht mit.

Eine höhere öffentliche Verschuldung sei zwar nötig, berichtete Chefökonomin Laurence Boone. «Schuldenfinanzierte Ausgaben müssen jedoch sehr gezielt eingesetzt werden, um die schwächsten Gruppen zu unterstützen und die Investitionen zu fördern, die für den Aufbau einer krisenfesteren Wirtschaft nötig sind.» Weiter teilte Boone mit: «Solange weder ein Impfstoff noch ein wirksames Medikament allgemein verfügbar ist, müssen die Politikverantwortlichen in aller Welt einen Drahtseilakt vollführen.»

Die OECD präsentierte zwei Szenarien: Ein erstes Szenario nimmt an, dass das Coronavirus weiter zurückgedrängt und kontrolliert wird. In einem anderem wird vorausgesetzt, dass es im weiteren Jahresverlauf zu einer zweiten Infektionswelle kommt. In diesem besonders schlimmen Fall könnte die Wirtschaft in der Eurozone demnach 2020 um 11,5 Prozent schrumpfen, die Deutschlands um 8,8% und die Frankreichs sogar um 14,1%. Für das kommende Jahr wird bei beiden Szenarien wieder ein Wachstum in der Eurozone insgesamt und bei den beiden EU-Schwergewichten erwartet.

Deutsche-Bank-EMEA-Chef Ashok Aram nimmt seinen Hut

(Bloomberg) Die Deutsche Bank AG verliert informierten Kreisen zufolge ihren Leiter der Regionen Europa, Naher Osten und Afrika, der seine Laufbahn bei dem Frankfurter Finanzhaus vor 25 Jahren begonnen hatte.

Der Deutsche Bank Tower in der Bankencity Frankfurt. Christoph Hardt / Imago © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Der Deutsche Bank Tower in der Bankencity Frankfurt. Christoph Hardt / Imago

Ashok Aram, der auch das internationale Privat- und Firmenkundengeschäft verantwortet, verlässt die Bank aus persönlichen Gründen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Er werde noch ein paar Monate lang an Bord bleiben, um den Übergang zu unterstützen, hiess es.

Die Deutsche Bank befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Umbaus, um sich nach fünf Jahresverlusten in Folge schlanker und profitabler aufzustellen. Vorstandschef Christian Sewing sagte im Mai, er lasse die Restrukturierung wegen der Coronakrise nicht entgleisen, und nahm den Stellenabbau wieder auf, der seit der Ausbreitung der Pandemie im März auf Eis gelegen hatte.

Wie zu hören ist, will Aram mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Er habe keine unmittelbaren Pläne, eine andere Anstellung im Bankgeschäft anzunehmen, hiess es. Ein Deutsche-Bank-Vertreter lehnte eine Stellungnahme ab.

Seine Karriere bei der Deutschen Bank begann Aram im Jahr 1995. 2009 trat er eine Stippvisite bei der in Dubai ansässigen Private-Equity-Gesellschaft Abraaj Capital an. Nach etwas mehr als einem Jahr kehrte er wieder zur Deutschen Bank zurück und übernahm die Leitung der Regionen Naher Osten und Nordafrika. Seit Ende 2015 ist Aram EMEA-Chef, letztes Jahr wurde er in das Group Management Committee (GMC) berufen.

Ohne Huawei verliert Grossbritannien Führungsrolle bei 5G-Ausbau

(sda/reuters) Vodafone, der weltweit zweitgrösste Mobilfunkanbieter der Welt, hat davor gewarnt, dass sich die Entwicklung der 5G-Technologie in Grossbritannien unter Ausschluss von Huawei deutlich verzögern wird.

«Die britische Führungsrolle bei 5G wird verloren gehen, wenn Mobilfunkbetreiber gezwungen sind, Zeit und Geld für den Austausch bestehender Geräte aufzuwenden», sagte Scott Petty, Technologievorstand von Vodafone UK.

Die Regierung solle lieber die 5G-Abdeckung ausweiten und in die nächste Phase dieser Technologie investieren, anstatt Komponenten des chinesischen Telekommunikationsausrüsters zu entfernen, sagte Petty.

«Wir sind nicht an einen Lieferanten gebunden, aber es ist wichtig, das Ausmass dessen zu verstehen, was hier auf dem Spiel steht», sagte er und fügte hinzu, Vodafone arbeite eng mit Ericsson zusammen und prüfe Geräte weiterer Lieferanten. Grossbritannien führt derzeit Gespräche mit der japanischen NEC und Südkoreas Samsung Electronics, um Alternativen zu Huawei beim Ausbau des Netzes zu finden.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Neue Zürcher Zeitung

Neue Zürcher Zeitung
Neue Zürcher Zeitung
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon