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Auffallen allein reicht eben nicht für eine Wahl

20 Minuten-Logo 20 Minuten 09.03.2020

Marcel Toeltl (SVP) sorgte wegen Rassismus-Vorwürfen und Erika Häusermann (GLP) wegen eines parteiinternen Konflikts vor den Wahlen für Schlagzeilen. Beiden wurden nicht gewählt.

Marcel Toeltl (SVP) sorgte wegen Rassismus-Vorwürfen und Erika Häusermann (GLP) wegen eines parteiinternen Konflikts vor den Wahlen für Schlagzeilen. Beiden wurden nicht gewählt.

Die SVP Rheintal schloss Mitte Januar ihren Kantonsrats-Kandidaten Marcel Toeltl aus der Partei aus. Der 58-Jährige, der als Nazi-Sympathisant gilt, habe gegen die Interessen der SVP verstossen, teilte die Partei mit. Da die Meldefrist für die St. Galler Kantonsratswahlen bereits abgelaufen war, blieb Toeltl trotz Parteiausschluss auf der Liste 1 der SVP Rheintal.

Die Quittung erhielt Toeltl am Wahltag: Mit 2037 Stimmen landete er auf dem letzten Platz seiner Liste. Die SVP Rheintal büsste einen ihrer sieben Sitze ein.

Häusermann von Cavelti Häller geschlagen

Die Parteiinterne Auseinandersetzung nicht geschadet hat den Grünliberalen. Die Partei gewann insgesamt vier Sitze im Kantonsrat. Im Wahlkreis Wil gab es einen Sitzgewinn. Neu im Kantonsrat ist aber nicht Erika Häusermann.

Die 70-jährige Stadtparlamentarierin war kurz vor den Wahlen mit ihrem Parteivorstand aneinander geraten. Am vergangenen Montag schloss der Vorstand Erika Häusermann aus der Partei aus. Der Ausschluss erfolgte wegen «parteischädigenden Verhaltens».

Die Präsidentin der Grünliberalen im Wahlkreis Wil erwirkte eine superprovisorische Massnahme. Sie bestreitet die Rechtmässigkeit und Gültigkeit des Vorstandsbeschlusses der GLP des Kantons St. Gallen zu ihrem Parteiausschluss. «Erika Häusermann bleibt bis auf Weiteres ein ordentliches Mitglied der Grünliberalen Partei Kanton St. Gallen», entschied der Einzelrichter des Kreisgerichts St. Gallen.

Am Sonntag bei den Kantonsratswahlen landete sie auf Platz zwei der GLP-Liste – hinter Franziska Cavelti Häller, die in den Kantonsrat einzieht. Häusermann hatte Cavelti Häller für ihre Art, Wahlkampf zu betreiben, kritisiert.

Prominente Abgewählte

Einige bisherige Kantonsräte haben am Sonntag die Wiederwahl nicht geschafft. Max Lemmenmeier, Parteipräsident der kantonalen SP, ist der bekannteste Abgewählte. Im Wahlreis St. Gallen sind mit Karl Bürki, Etrit Hasler und Max

Lemmenmeier gleich drei SP-Kantonsräte abgewählt worden. Ein namhafter Parlamentarier, der die Wiederwahl verpasste, ist auch Felix Bischofberger. Er ist erster Ersatz bei der CVP im Wahlkreis Rorschach. Bischofberger sass seit 16 Jahren im kantonalen Parlament.

Dominic Büchler, seit 2015 im Kantonsrat, erreichte mit 2118 Stimmen durchaus ein gutes Resultat im Wahlkreis Werdenberg. Es fehlten ihm aber drei Stimmen auf Parteikollege Sascha Schmid, der die Wiederwahl auf der SVP-Liste schaffte.

Abgewählt wurde auch der Gemeindepräsident von Sargans: Jörg Tanner war seit 2012 für die Grünliberalen im Amt. Auch SVP-Politiker Peter Haag aus Schwarzenbach verliert sein Kantonsratsmandat.

Seinen Sitz räumen muss auch Erich Baumann. Der FDP-Politiker wurde nach einer Amtsdauer wieder abgewählt. Gleich erging es auch seinem Parteikollegen Alexander Bartl. Der Anwalt aus Widnau erhielt nicht genügend Stimmen für die Wiederwahl. Abgewählt wurde bei der FDP auch Elisabeth Brunner-Müller. Die Krankenpflegerin war seit 2016 im Rat. (sda)

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