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Wie man bei dieser Hitze einen (einigermassen) kühlen Kopf bewahrt

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung 25.06.2019 Robin Schwarzenbach

38 Grad im Wallis, 40 Grad in Basel: Für die hohen Temperaturen der kommenden Tage sollte man gewappnet sein. Eine Liste mit den wichtigsten Tipps für Mensch und Tier.

Schweiss lass nach. Nur, wie? In Zürich etwa lassen sich viele Menschen einfach treiben – hier in Gummibooten die Sihl hinunter. ;(Bild: Annick Ramp / NZZ) © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung AG Schweiss lass nach. Nur, wie? In Zürich etwa lassen sich viele Menschen einfach treiben – hier in Gummibooten die Sihl hinunter. ;(Bild: Annick Ramp / NZZ)

Der Sommer ist da, und wie! Ab Dienstag steigen die Temperaturen vielerorts auf über 35 Grad. Im Wallis und am Genfersee werden zur Wochenmitte 38 Grad prognostiziert, in Basel sollen am Donnerstag 40 Grad erreicht werden, im Oberengadin sind 30 Grad vorhergesagt. Ab Dienstag muss in mehreren Städten zudem mit Tropennächten mit Temperaturen nicht unter 20 Grad gerechnet werden.

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz) hat am Sonntag eine Hitzewarnung ausgesprochen. Laut ihrer am Montag aktualisierten Meldung gilt für die Region Basel und Teile des Wallis sogar die höchste Warnstufe. Laut Meteo Schweiz wird die Hitzewelle bei blauem Himmel mindestens bis zum kommenden Sonntag andauern. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) macht darauf aufmerksam, dass ältere Personen, chronisch Kranke, Schwangere und Kleinkinder in den kommenden Tagen besonders gefährdet sind.

Doch die Hitze trifft alle. Was also tun? Zu beachten sind vor allem folgende Punkte.

    Viel trinken: Das BAG empfiehlt mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag. Bei Hitze schwitzen wir, und wir schwitzen, um überschüssige Wärme des Körpers abzugeben und ihn so zu kühlen. Die austretende Flüssigkeit – den Schweiss – muss man kompensieren.

    Doch man sollte auch dann trinken, wenn man sich nicht durstig fühlt. Denn das Wärme-/Kälte-Management unseres Körpers kann bei hohen Temperaturen beeinträchtigt sein: Auch wenn wir nicht mehr schwitzen, brauchen wir weiterhin Flüssigkeit. «Man sollte immer eine Wasserflasche in der Nähe haben, auch im Büro», sagt BAG-Sprecher Daniel Dauwalder.

    Haustiere nicht vergessen: Auch Hunde, Katzen, Hasen, Hamster und alle anderen Haustiere sollten immer genug zu trinken haben. Wichtig sind auch schattige Plätzchen, falls sich die Tiere tagsüber im Garten aufhalten. Hunde (und andere Tiere) nie im Auto zurücklassen! Auch an milden Sommertagen können eingeschlossene Tiere in Lebensgefahr geraten. Ein Fenster einen Spalt aufzumachen, reicht nicht.

    Körperliche Anstrengungen vermeiden: Wer morgens mit dem Velo zur Arbeit fährt, kann das auch in dieser Woche ohne Bedenken tun – solange man danach genug Wasser trinkt, wie Dauwalder festhält.

    Kühlen im Büro: Bei nichtklimatisierten Arbeitsplätzen kommt man mit kleinen Ventilatoren auf dem Schreibtisch häufig bereits gut durch den Tag. Zwischendurch hilft auch eine Glace oder ein Kaffee im Becher aus dem Kühlregal (der als Durstlöscher aber wenig geeignet ist).

    Leicht essen: Salate, Früchte und Gemüse können in diesen Tagen ihre besonderen Stärken ausspielen – sie sind leicht zu verdauen, da sie keine tierischen Proteine enthalten. Gebratenes Fleisch dagegen regt beim Verdauen die körpereigene Wärmeproduktion an und verbraucht so zusätzliche Energie. Vielleicht also warten mit Grillieren, bis die Sonne untergegangen ist.

    Auf Salz achten: Beim Schwitzen gibt der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Salz ab. Vor allem Freizeitsportler – die ihren Sport in dieser Woche wohl am besten frühmorgens oder spätabends ausüben – könnten auf etwas mehr des lebenswichtigen Minerals angewiesen sein.

    Baden: Das beste Mittel gegen Hitze ist noch immer ein Satz ins (noch) kühle Nass. Aber: Nie überhitzt ins Wasser springen! Der Körper braucht Anpassungszeit. Vorsicht ist auch in Flüssen geboten. Meteo Schweiz warnt vor starken Strömungen und vergleichsweise tiefen Wassertemperaturen in Schweizer Fliessgewässern.

    Sonnencrème nicht vergessen: Mit der starken Sonneneinstrahlung nimmt auch die schädliche UV-Strahlung zu. Im Wallis steigt der UV-Index des BAG am Dienstag auf Stufe 8 (sehr hoch), in einzelnen Bergregionen weist das Bundesamt bereits am Montag extreme Werte aus. So oder so: Bei längeren Aufenthalten im Freien ist Sonnencrème Pflicht!

    Die Hitze zu Hause aussperren: In grösseren Wohnungen empfiehlt es sich, Storen, Fenster und Vorhänge tagsüber ganz geschlossen zu halten. Dafür frühmorgens und spätabends gut durchlüften. Für kleine Wohnungen gilt: Fenster aufmachen, Ventilator anstellen. Bei offenem Fenster und offener Schlafzimmertür schlafen, falls möglich. Dünne Sommerdecken sind wärmstens zu empfehlen!

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