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Suche nach vermisster Zweijähriger: Kinderleiche am Fulda-Kanal entdeckt

SZ.de-Logo SZ.de 01.12.2020 SZ/dpa/jael/ick
Polizisten suchen nach der zweijährigen Timnit. © Nina Bastian/dpa Polizisten suchen nach der zweijährigen Timnit.

In Fulda wird seit Montagabend die zweijährige Timnit vermisst. Am Dienstagnachmittag finden Taucher ein lebloses Kind in der osthessischen Stadt - offenbar 250 Meter von ihrem Wohnhaus entfernt.

Kinderleiche am Fulda-Kanal entdeckt

Auf der Suche nach der seit Montagabend in Fulda vermissten 2-jährigen Timnit haben Taucher des DLRG am Fulda-Kanal ein lebloses Kind aufgefunden. Bisherigen Erkenntnissen zufolge handelt es sich um die vermisste Timnit, teilte das Polizeipräsidium Osthessen mit.

Die Polizei ermittelt nun, unter welchen Umständen das Kind aus der Wohnung verschwunden und wie es ins Wasser gelangt ist. Die Leiche sei den Angaben nach "rückwärtig der Filzfabrik" entdeckt worden, die der Bild zufolge nur 250 Meter vom Wohnhaus von Timnits Eltern entfernt liegt.

Gemeinsam mit den Rettungskräften hatten die Beamten am Dienstag die Suche nach der Zweijährigen fortgesetzt, nachdem die Aktion am Vorabend zunächst unterbrochen worden war. Neben Bereitschaftspolizisten beteiligten sich auch Beamte des Polizeipräsidiums Frankfurt sowie Bundespolizisten aus Hünfeld. Hinzu kamen Einsatz- und Rettungskräfte der Feuerwehr sowie der DLRG. Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera wurde eingesetzt.

Die Suche konzentrierte sich auf die Fuldaauen und dort gelegene Teiche sowie auf umliegende Felder und Wiesen, sagte ein Polizeisprecher. Nach Polizeiangaben hatte die Zweijährige am Montagabend in einem unbeobachteten Moment die elterliche Wohnung in einem Mehrfamilienhaus verlassen und war seitdem verschwunden. In Fulda herrschten in der Nacht winterliche Temperaturen, am Morgen lag Schnee in der osthessischen Stadt.

Neben der Suche liefen auch Befragungen, um die Umstände und näheren Hintergründe des Verschwindens des Mädchens in Erfahrung zu bringen. Ob ein Verbrechen vorliege, könne man noch nicht beurteilen, sagte ein Sprecher der Polizei zur SZ.

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