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Ermittler werden überhäuft mit Hinweisen zu mysteriösem Gold aus Voralpen-Express

20 Minuten-Logo 20 Minuten 16.06.2020

Im Voralpen-Express hat jemand Goldbarren im Wert von 182’000 Franken vergessen. Nun erhält die Luzerner Staatsanwaltschaft viele Meldungen zum Gold. Und es gibt Personen, die behaupten, es gehöre ihnen.

Die Geschichte schaffte es in die internationalen Schlagzeilen: Jene der verlorenen Goldbarren aus dem Voralpen-Express von St. Gallen nach Luzern. Sogar CNN berichtete über den wertvollen Fund, der sich am 24. Oktober ereignet hatte. Nachdem Ermittlungen der Luzerner Staatsanwaltschaft nicht zum Ziel führten, sucht sie nun seit Samstag öffentlich nach dem Goldbarren-Besitzer. Er hat nun fünf Jahre Zeit, seine Ansprüche geltend zu machen, wie aus dem Kantonsblatt vom Samstag hervorgeht.

Nun aber kommt Bewegung in die Sache: Offenbar gibt es einige Personen, die etwas über die Barren wissen könnten. Simon Kopp, Informationschef der Luzerner Staatsanwaltschaft, bestätigte am Dienstag auf Anfrage von 20 Minuten: «Wir haben sehr viele Meldungen und müssen diese jetzt prüfen.» Den ganzen Montag lang seien Meldungen eingegangen. Laut einem Artikel der «Zürichsee-Zeitung» ist auch eine Person darunter, die angibt, das Gold gehöre ihr.

Banken und Experte konnten nicht weiterhelfen

Die Zeitung berichtet zudem unter Berufung auf die Luzerner Staatsanwaltschaft über neue Details des Goldfundes. Das Paket mit den Barren sei im Voralpen-Express mit der Nummer 2570 gefunden worden. Dieser verliess St. Gallen am Donnerstag, 24. Oktober 2019, um 10.03 Uhr und war um 12.21 Uhr in Luzern. Bei der Ankunft in Luzern habe ein Zugbegleiter der Südostbahn im vordersten Wagen einen vergessen gegangenen Plastiksack entdeckt und diesen aufs Fundbüro gebracht. In der amtlichen Mitteilung hiess es noch, das Gold sei in einem Wagon der SBB gefunden worden. Der Voralpen-Express jedoch wird von der Südostbahn betrieben.

Während den Ermittlungen sei von der Staatsanwaltschaft auch ein Experte für Goldherkunft beigezogen worden. «Laut dem Experten ist es nicht möglich, zu eruieren, woher es kommt», wird Kopp zitiert. Und auch angefragte Banken hätten nicht weiterhelfen können, es seien auch keine Verluste oder Diebstähle von Goldbarren gemeldet worden.

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