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Vom Prager Frühling ins Sommerhaus der Stars

20 Minuten-Logo 20 Minuten 10.03.2020

Es war für die Nati nach schwierigen Jahrzehnten die Rückkehr an die Weltspitze. Die Eishockey-WM 1992 hat deshalb einen besonderen Stellenwert.

Es war für die Nati nach schwierigen Jahrzehnten die Rückkehr an die Weltspitze. Die Eishockey-WM 1992 hat deshalb einen besonderen Stellenwert.

Von den 1960er- bis zu den 80er-Jahren war das Schweizer Eishockey nur zweit- bis drittklassig. Mehrheitlich dümpelte die Nati in der damaligen B-Gruppe umher, zwei Mal (1967 und 1973) stieg sie sogar in die C-Gruppe ab und musste sich dort mit Gegnern wie Bulgarien, Australien oder Nordkorea auseinandersetzen. Entsprechend war der Vorstoss bis in den WM-Halbfinal an der A-WM 1992 (erst im Jahr zuvor war die Schweiz in diese höchste Klasse zurückgekehrt) in der damaligen Tschechoslowakei eine Sensation.

Geprägt wurde die Wunder-Equipe unter der Führung von Headcoach John Slettvoll und seinem Assistenten Bill Gilligan vom starken Goalie-Duo Renato Tosio/Reto Pavoni und dem überragenden Spielmacher sowie Topskorer Jörg Eberle. Aber auch die beiden heutigen SRF-Experten Mario Rottaris und Christian Weber, der inzwischen als Blick-Journalist tätige Dino Kessler, zwei aktuelle Sportchefs (Sven Leuenberger bei den ZSC Lions, Felix Hollenstein in Kloten) gehörten damals zu den Stützen im Team.

Keine Löcher im Schweizer Käse

Genauso wie die Väter der heutigen Lugano-Spieler Alessio Bertaggia (Sandro Bertaggia) und Elia Riva (Luigi Riva). Auch Patrick Schöpf, der als Lebenspartner von Society-Lady Shawne Fielding noch heute regelmässige Medienpräsenz geniesst und auf RTL sogar am Trash-TV-Format «Sommerhaus der Stars» teilgenommen hat, gehörte als dritter Goalie dem Team an.

Die Schweizer WM-Highlights waren ein in jener Zeit nicht für möglich gehaltenes 2:2 gegen Russland sowie ein sensationelles 1:1 gegen Kanada und anschliessend im Viertelfinal ein grandioser 3:1-Sieg im Prestigeduell gegen das damals wesentlich höher eingestufte Deutschland. Am Tag des Spiels frohlockte die Bild-Zeitung: «Heute schiessen wir Löcher in den Schweizer Käse!»

Es kam anders, es war der Prager Frühling der Schweiz. Mario Brodmann, Hollenstein und Roberto Triulzi schossen die Nati zum Triumph. «Jeder wusste was zu tun ist, vor allem defensiv haben wir unglaublich gut gespielt. Das war meine schönste Zeit mit der Nati», sagt Christian Weber rückblickend. Erst Schweden konnte die Schweiz im Halbfinal stoppen (1:4-Niederlage). Am Ende resultierte der vierte Schlussrang.

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