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Kambundji und Heinzer sind die Schweizer Fahnenträger +++ FC Thun muss in Quarantäne, Startspiel wird verschoben – und weitere Sportmeldungen

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung vor 6 Tagen NZZ-Sportredaktion

World Athletics streicht die Fabelzeiten von Alex Wilson aus den Bestenlisten. Und Ricky van Wolfswinkel verlässt den FC Basel. Die neuesten Nachrichten im Überblick.

Allgemeines: Kambundji und Heinzer tragen Schweizer Fahne

zz. Am Freitag ab 13 Uhr Schweizer Zeit werden in Tokio die Olympischen Spieler eröffnet. Erstmals in der Geschichte werden zwei Sportlerinnen die Schweizer Fahne tragen. Die Leichtathletin Mujinga Kambundji und der Fechter Max Heinzer werden an der Zeremonie teilnehmen, wegen der Pandemie entfällt in diesem Jahr der Einlauf aller Athletinnen und Athleten. Kambundji und Heinzer sind somit die einzigen Schweizer, die ins Olympiastadion einlaufen werden.

Die Schweizer Fahnenträgerinnen an den letzten Sommerspielen

    2016, Rio de Janeiro: Giulia Steingruber (Turnen)

    2012, London: Stan Wawrinka (Tennis)

    2008, Peking: Roger Federer (Tennis)

    2004, Athen: Roger Federer (Tennis)

    2000, Sydney: Thomas Frischknecht (Mountainbike)

    1996, Atlanta: Stefan Schärer (Handball)

    1992, Barcelona: Daniel Giubellini (Turnen)

Fussball: Thun in Quarantäne - Startspiel verschoben

(sda) Der Saisonstart in der Challenge League erfährt eine dritte Spielverschiebung. Die Partie Thun - Yverdon vom Freitagabend wird verschoben, weil sich die Thuner in Quarantäne befinden.

Die erste Mannschaft des FC Thun wurde durch den Berner Kantonsarzt bis auf wenige Ausnahmen in Quarantäne verlegt, nachdem ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Thun hätte am Freitagabend um 20 Uhr 30 gegen den Aufsteiger Yverdon-Sport spielen sollen.

Schon am Dienstag wurden die Partien Schaffhausen - Kriens (wegen Coronafällen bei Kriens) und Neuchâtel Xamax - Aarau (wegen hohem Pegelstand am Neuenburger See) verschoben.

Fussball: YB mit 0:0 im Champions-League-Qualifikationsspiel in Bratislava

(sda) Die Young Boys erreichen im Hinspiel der 2. Qualifikationsrunde der Champions League auswärts gegen den slowakischen Meister Slovan Bratislava ein 0:0. Es war ein Match ohne Höhepunkte. Beide Teams schossen in den 90 Minuten je einmal aufs Tor.

Da die Auswärtstore-Regel abgeschafft ist, kann man das 0:0 als Halbzeitresultat einer Partie über 180 Minuten betrachten. Die zweiten 90 Minuten werden nächsten Mittwoch im Wankdorf gespielt.

Die Slowaken, in deren Anfangsformation Spieler aus sieben Nationen standen, mussten sich in der ersten Halbzeit klar dominieren lassen. Dennoch ermöglichten sie den Bernern kaum Chancen. Oder anders gesagt: YB biss sich in der Offensive fest.

Das Spiel glich danach eine Zeitlang jenem aus der letztjährigen Champions-League-Qualifikation, als die Berner nach einer guten ersten Hälfte, ebenfalls auswärts, sich vom dänischen Meister Midtjylland plötzlich zurückdrängen liessen und schliesslich klar verloren. Allerdings wurde damals in nur einem Spiel über das Weiterkommen entschieden. Ab Mitte der zweiten Hälfte waren die Berner wieder das bestimmende Team. In der Nachspielzeit scheiterte der eingewechselte Marvin Spielmann mit einem Versuch um Zentimeter.

Fussball: Van Wolfswinkel verlässt den FC Basel

Ricky van Wolfswinkel kehrt in die Niederlande zurück. Peter Klaunzer / Keystone © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Ricky van Wolfswinkel kehrt in die Niederlande zurück. Peter Klaunzer / Keystone

(sda) Nach vier Saisons beim FC Basel kehrt der 32-jährige Stürmer Ricky van Wolfswinkel in seine Heimat Niederlande zurück. Er spielt künftig für Twente Enschede in der 1. Division. Van Wolfswinkel stiess im Sommer 2017 von Vitesse Arnhem zum FCB. In 115 Wettbewerbsspielen traf er für die Basler 37 Mal. Die Karriere wurde zeitweilig durch eine Gehirnerschütterung und eine langwierige Gehirnverletzung unterbrochen.

Leichtathletik: World Athletics streicht Wilsons Zeiten aus den Bestenlisten

krp. Der Basler Sprinter Alex Wilson hat am Sonntag in Atlanta mit Fabelzeiten über 100 und 200 Meter aufhorchen lassen. Wilson wurde an einem kleinen Meeting im Gliedstaat Georgia über 100 m in 9,84 Sekunden und über 200 m in 19,89 gestoppt. Die 100-m-Zeit hätte Europarekord bedeutet – die zweitschnellste in diesem Jahr gelaufene Zeit.

Rasch kamen allerdings Fragen nach der Gültigkeit der Zeit auf. Es war die Rede von einer Zeitmessanlage, die internationalen Standards nicht genügt. Auch ein verwackeltes Handyvideo von Wilsons Sprint nährte die Zweifel an der Fabelzeit; Wilson wäre der erste Schweizer gewesen, der die 100 m unter 10 Sekunden absolviert.

Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics hat nun auf seiner offiziellen Webseite die beiden Zeiten von Wilson aus der Jahresweltbestenliste gestrichen. Auch im Athletenprofil des 30-Jährigen ist als persönliche Bestzeit 10,08 Sekunden angegeben, Wilson ist diese Zeit 2019 in La-Chaux-de-Fonds gelaufen.

Wilson war am Montag zurück in die Schweiz geflogen und hatte gegenüber den Medien gesagt, er zweifle nicht an der Zeitmessung. Stattdessen strich Wilson die Bedeutung seiner neuen Schuhe heraus.

Unter den erzielten Leistungen führt World Athletics die Rekorde von Wilson zwar noch auf, allerdings mit dem Zusatz «doubtful timing». Der Weltverband zweifelt also an der Richtigkeit der Zeitmessung.

Fussball: Olympia-Fehlstart der Amerikanerinnen

(sda) Den US-Frauen missglückt der Auftakt ins olympische Fussballturnier in Tokio gründlich. Die Weltmeisterinnen unterliegen Schweden im ersten Gruppenspiel 0:3.

Stina Blackstenius (2 Tore) und Lina Hurtig trafen für die schwedischen Silbermedaillen-Gewinnerinnen von Rio 2016. Auf Seiten der zuvor in 44 Spielen ungeschlagenen Amerikanerinnen liess die Offensive um Abby Morgan und die eingewechselten Megan Rapinoe und Carli Lloyd ihre Durchschlagskraft vermissen.

Schweden hatte den USA schon vor fünf Jahren in Brasilien ein Bein gestellt. Damals schalteten die Skandinavierinnen die Amerikanerinnen im Viertelfinal im Penaltyschiessen aus.

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