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Kim Frank: "Wach" so lang es geht: So wird das Filmregiedebüt des Ex-Echt-Stars

teleschau-Logo teleschau 02.08.2018 teleschau - der mediendienst

Schlaflos, so lange wie möglich: Mit dem Coming-Of-Age-Drama "Wach" liefert Kim Frank sein Spielfilmdebüt als Regisseur. Der ehemalige Echt-Sänger sagt: "Mein Traum ist wahr geworden".

Kim Frank fungierte als Regisseur, Autor, und Produzent von "Wach".

Kim Frank fungierte als Regisseur, Autor, und Produzent von "Wach".
© ZDF / Clara Nebeling.

Als die Flensburger Band Echt Ende der 90er-Jahre ihre größten Erfolge feierte, war ihr Sänger gerade einmal 17 Jahre alt. Heute, mit Mitte 30, ist Kim Frank längst ins Film- und Videobusiness gewechselt. Für Detlev Buck übernahm er in "NVA" die Hauptrolle, seit zehn Jahren dreht und produziert Frank Musikvideos. Sein größtes Ziel aber verwirklicht der einstige Teenie-Star erst jetzt: Mit "Wach" veröffentlicht Kim Frank sein Spielfilm-Debüt als Regisseur, ausgestrahlt wird das Coming-Of-Age-Drama am Montag, 17. September, um 00.05 Uhr, im ZDF. Bereits ab 20 Uhr ist das Werk in der ZDF Mediathek und beim Jugendportal Funk online abrufbar.

"Mein Traum ist wahr geworden", sagt Kim Frank in einem Statement. "Es muss das Beste sein, was ich zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben unter den gegebenen Voraussetzungen machen konnte. Und genau das kann ich über meinen ersten Film sagen." Der 36-Jährige lässt dabei tief blicken: "Sieben Jahre lang habe ich versucht, meinen ersten Film finanziert zu bekommen." Aufgeben sei dabei keine Option gewesen - und schließlich habe er "Wach" als Low-Budget-Projekt mit digitaler Spiegelreflexkamera kurzerhand selbst gedreht - als Autor, Regisseur, Cutter, Produzent und Kameramann.

Entstehen sollte ein "Found-Footage-Film außerhalb des Horror-Genres", wie Frank wissen lässt. "Ein Film darüber, wo ich herkomme. Aufgewachsen mit meiner alleinerziehenden Mutter und meinem sechs Jahre älteren Bruder Anfang der Achtziger in einer Sozialbausiedlung in Flensburg. Mir wurden keine großen Hoffnungen gemacht. Ich wollte nur eins: raus da." Es sollte auch ein Film werden über die "Bevormundung durch die Elterngeneration. Deren Abwesenheit. Deren Unfähigkeit zuzuhören. Deren immer wiederkehrenden Prophezeiungen über die Verrohung und den Untergang der Jugend. Früher waren es die Beatles und LSD. Heute Instagram und Youporn."

Im Mittelpunkt von "Wach" stehen die beiden Teenagerinnen C. (Jana McKinnon) und Nike (Alli Neumann), die ein Experiment wagen und sich dabei filmen: Sie wollen so lang wie möglich ohne Schlaf auskommen - ganz ohne die Hilfe von Drogen oder anderen Mitteln. In der Sozialbauwohnung von Nikes Vater, der nie da ist, hängen sie die Fenster ab und verstecken die Uhren. Als der Vater überraschend auftaucht, fliehen die beiden Freundinnen raus ins Ghetto - es beginnt eine 86-stündiger Odyssee durch die Nacht und die Clubs, die schließlich in einem echten Roadtrip mündet.

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