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1.088 Elektro-PS für den Nürburgring-Rekord - Subaru STI E-RA Concept

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 14.01.2022 Jochen Knecht

Mit einer Elektro-Studie zeigt Subaru, wie der STI-Weg in eine sportliche Elektro-Zukunft aussehen könnte. Ziel: Ein Nordschleifen-Rekord.

© Subaru

Bislang fremdelte Subaru noch mit der Elektro-Zukunft. Inzwischen fangen die Japaner aber an, das Thema E-Antrieb aktiv zu besetzen. Den Anfang macht der neue Subaru Solterra, der auf der Auto Show in Los Angeles 2021 Premiere feierte. Bei dessen Entwicklung haben die Japaner ganz eng mit Toyota zusammengearbeitet. Deren Modell heißt BZ4X. Auf dem Tokyo Auto Salon, eigentlich eine Tuning-Messe, zeigt Subaru jetzt dass das elektrische Morgen durchaus sportlich ausfallen könnte. Auf der kleinen Automesse feiert mit dem Subaru STI E-RA Concept ein Konzeptfahrzeug seine Weltpremiere, das die "elektrische Ära der Performance-Marke einläutet".

Das Subaru STI E-RA Concept präsentiert sich als radikal flacher Elektrosportler mit tiefer Frontschürze und imposantem Heckflügel. Der überdacht einen nicht minder beeindruckenden Diffusor, der keinen Zweifel daran lässt, dass die Japaner mit dem E-RA Concept ambitionierte Pläne haben. Der Renner soll, nach Abschluss der finalen Entwicklung und den entsprechenden Tests auf japanischen Rennstrecken, 2023 einen neuen Nürburgring-Rekord einfahren. Subarus Sport-Truppe STI hat dafür auch schon die entsprechende Messlatte aufgelegt: 400 Sekunden sollen es sein, oder umgerechnet 6:40 Minuten. Das wäre, orientiert man sich an den offiziellen Ring-Bestzeiten, ein neuer Rekord eines Sportwagens, den bislang der Porsche 991 GT2 RS mit einer gefahrenen Zeit von 6:43,300 hält. Entscheidend sind aber auch die Regularien. Um den Porsche offiziell schlagen zu können, müsste der Subaru als Serienfahrzeug antreten. Und selbst dann wäre ein Vergleich zwischen Verbrenner- und Elektrorenner nur wenig aussagekräftig.

1.088 PS aus 4 Elektromotoren

Technisch haben sich die Japaner allerdings ein extrem ambitioniertes Paket geschnürt: Das Subaru STI E-RA Concept tritt mit einer Gesamtleistung von 800 kW, beziehungsweise 1.088 PS an, die sich auf vier jeweils radnah platzierte Elektromotoren verteilt. Grundidee des Setups: Brutal effizientes Torque-Vectoring, sprich: die perfekte Verteilung der Antriebskraft auf jedes einzelne Rad, das sich durch die 4 E-Motoren einzeln ansteuern lässt. Dabei werden die Signale von Sensoren für Radgeschwindigkeit, Fahrzeuggeschwindigkeit, Lenkwinkel, Beschleunigungskraft, Gierrate, Bremsdruck und Radlast mit berücksichtigt.

Sport-Einsatz in der E-GT?

Yamaha Motors steuert ein spezielles Getriebe bei, das die Kraftverteilung weiter optimieren soll. Die Energie speichert das Subaru STI E-RA Concept in einem 60 kWh großen Akku, dessen genaue Einbaulage noch nicht bekannt ist. Ob auch ein Serienmodell des E-RA Concept geplant ist, will bei Subaru noch niemand verraten. Die Japaner weisen allerdings darauf hin, dass das Antriebskonzept des E-RA dem FIA-Reglement für die neue elektrische Rennserie Electric GT (E-GT) entspricht, die 2023 starten soll. Heißt: Ein Wiedersehen mit dem E-RA Concept im Rennbetrieb ist nicht ausgeschlossen!

Zwilling des elektrischen Toyota MR-2?

Und wenn's doch ein Serienmodell gibt? Dann wäre der zivile Subaru E-RA tatsächlich als Technik-Zwilling eines elektrischen Toyota MR-2 denkbar, der sich Gerüchteweise schon in der Entwicklung mit Suzuki und Daihatsu befindet. Sich da noch Subaru hinzuzudenken, klingt zumindest nicht abwegig. Weder bei Toyota, noch bei Suzuki oder Daihatsu und schon gar nicht bei Subaru gibt's aktuell irgend welche technischen Details zu einem elektrischen MR-2-Nachfolger. Unwahrscheinlich ist, dass der Elektro-Zweisitzer auf Toyotas E-TNGA-Plattform setzt, die beim BZ4X und dem Subaru Solterra zum Einsatz kommt. Dafür sind sowohl der gezeigte Toyota-Sportler, als auch das Subaru STI E-RA Concept schlicht viel zu flach. Entsprechend dürften die Batteriestacks nicht im Unterboden sondern gestapelt hinter den beiden Passagieren verbaut werden. Außerdem ist die E-TNGA für Front- sowie Allradantrieb ausgelegt. Im Sportwagen-Segment dürfte Toyota eher auf Hinterradantrieb und optional auf Allrad setzen.

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