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Der Porsche Taycan Cross Turismo ist der erste in Europa erhältliche Elektro-Kombi

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 05.03.2021 Elias Holdenried

Auch wenn die modischen Crossovers und SUVs ihm in den letzten Jahren einige Marktanteile streitig gemacht haben, gehört der praktische Kombi in Europa immer noch zu den beliebtesten Karosserieformen. Wer jedoch einen mit E-Antrieb wollte, suchte bisher vergeblich. Der in China gefertigte und eher in einem niedrigeren Preissegment angesiedelte MG 5 sollte zwar 2020 auf den europäischen Markt kommen. Das Modell ist hierzulande aber immer noch nicht erhältlich. Etablierte Hersteller haben bisher nur Studien präsentiert. Die Serienversion des Passat-ähnlichen VW ID Space Vizzion soll immerhin in rund zwei Jahren zu den Volkswagen-Händlern rollen. Porsches neue und etwas praktischere Taycan-Variante soll dagegen schon ab dem kommenden Sommer ausgeliefert werden.

Mehr Kopffreiheit in der zweiten Reihe

Der 2018 auf dem Genfer Salon enthüllte Porsche Mission E Cross Turismo gab bereits die grobe Richtung für das Design des jetzt präsentierten Taycan Cross Turismo vor. Die etwas praktischere Variante des Elektro-Sportwagens sitzt optisch zwischen den Stühlen: Bis zur B-Säule ähnelt die neue Variante stark dem im vergangenen Jahr erfolgreich eingeführten Basismodell. Wenn man auf der Aufpreisliste das Offroad-Paket ankreuzt, geht der Shooting Brake aber auch als waschechter Crossover durch. Dann kommen zu den Radkästen aus Kunststoff und dem Unterfahrschutz nämlich auch noch eine Höherlegung von bis zu drei Zentimetern, sowie spezielle Plastik-Flaps, die den Lack vor Steinschlägen schützen sollen. So soll der serienmäßig luftgefederte E-Porsche auch mit Feldwegen und leichtem Gelände fertig werden.

Mit 4,97 Metern ist der Cross Turismo rund einen Zentimeter länger als die Taycan Limousine. Letztere überragt der Kombi in der Höhe zudem um bis zu 3,1 Zentimeter, was vor allem in der zweiten Reihe für etwas mehr Kopffreiheit sorgen soll. Ansonsten wurde das Interieur kaum verändert. Auf Wunsch gibt es jedoch als Alleinstellungsmerkmal einen abnehmbaren Kompass, der den Abenteuer-Charakter des edlen E-Autos unterstreichen soll.

Der Cross Turismo ist kein Lademeister

Die nach hinten steil abfallende Dachlinie und die vergleichsweise schmale Kofferraumöffnung verraten es aber bereits: Bei dem Taycan Cross Turismo handelt es sich, ähnlich wie beim größeren Markenbruder Panamera Sport Turismo, eher um einen sportlich geschnittenen Shooting Brake, als um einen vollwertigen Kombi. In der Normalkonfiguration schluckt der Laderaum 490 Liter. Wenn man die Rückbank umklappt, erhöht sich das Volumen auf über 1.200 Liter. Bei der Limousine passen dagegen höchstens 407 Liter in das Gepäckabteil. Dies mag ein Fortschritt sein, vollwertige Kombis bieten aber trotzdem deutlich mehr Stauraum. Das drei Zentimeter kürzere Mercedes E-Klasse T-Modell, bietet beispielsweise eine Standard-Kapazität von 640 Litern. Der Taycan Cross Turismo wurde aber auch nicht als klassischer Familienlaster konzipiert, sondern soll vor allem als sportliches Freizeitfahrzeug dienen. Dazu passt, dass Porsche das Modell offiziell als "Crossover Ultility Vehicle" bezeichnet und dafür einen speziellen, optional erhältlichen Fahrradträger entwickelt hat. Je nach Version gibt es zudem eine Dachreling für zusätzliches Gepäck.

Die Version mit Heckantrieb entfällt

Die Antriebe übernimmt der Cross Turismo allesamt vom normalen Taycan. Der einzige Unterschied: Bei dem Shooting Brake hat schon die 476 PS starke (alle Leistungsangaben im Overboost) Basisversion an jeder Achse jeweils einen E-Motor und daher einen vollwertigen Allradantrieb. Die Basis-Limousine muss dagegen mit einem einzelnen 408 PS-Motor und einem reinen Heckantrieb auskommen. Über dem Taycan 4 Cross Turismo rangieren der bis zu 571 PS starke 4s, sowie der Taycan Turbo mit 680 Pferdchen. Das Topmodell heißt Taycan Turbo S Cross Turismo und lässt im Overboost kurzzeitig 761 PS auf die Räder los. Letzteres sprintet in 2,9 Sekunden auf das Landstraßen-Tempolimit und ist somit nur ein Zehntel langsamer als die Turbo S-Limousine. Der Basisversion geht bei 220 km/h die Puste aus, während der Turbo und Turbo S bei 250 Stundenkilometern elektronisch abgeriegelt werden. Die stärkste Limousine darf in der Spitze 10 km/h schneller rennen. Das serienmäßige und adaptive Dreikammer-Luftfahrwerk wurde beim Cross Turismo etwas komfortabler abgestimmt und mit einem spezifischen "Gravel Mode" ausgestattet, der die Karosserie für Geländefahrten etwas anhebt.

Bei üppigen 93.635 Euro geht es los

Der Taycan-Kombi bekommt serienmäßig die große Lithium-Ionen-Batterie, die über eine Kapazität von 93,4 kWh verfügt. Das Basismodell kommt mit ihr am weitesten. Auf dessen Datenblatt steht eine WLTP-Reichweite von bis zu 456 Kilometern. Dank der bereits bekannten, aber immer noch fortschrittlichen 800 Volt-Architektur, kann auch der Ladestand des Cross Turismo an einer Schnelladesäule innerhalb von rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent erhöht werden. Für Interessenten des anfangs genannten MG 5 dürfte der Porsche Taycan Cross Turismo höchstwahrscheinlich trotzdem keine Alternative sein. Die Preise des E-Kombis aus Zuffenhausen starten nämlich erst bei 93.635 Euro. Damit ist er rund 10.000 Euro teurer, als die hinterradgetriebene Basisversion der Taycan Limousine.

Der Längenunterschied zur Limousine beträgt nur 1,1 Zentimeter. © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Der Längenunterschied zur Limousine beträgt nur 1,1 Zentimeter. © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland
Porsche Taycan Cross Turismo © Porsche AG Porsche Taycan Cross Turismo
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