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Kooperation mit US-Team Penske - Porsche-Comeback in Le Mans

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 04.05.2021 Andreas Haupt

Porsche bereitet das Comeback für die Sportwagen-WM und die 24 Stunden von Le Mans sowie den Einsatz in der amerikanischen IMSA vor. Für das LMDh-Projekt ab 2023 schließt sich die Marke mit einem erfahrenen Partner zusammen. Porsche kooperiert mit dem Team Penske, das die Werkseinsätze leiten wird.

© Porsche

Das Comeback ist von langer Hand geplant. Porsche wird in zwei Jahren in die Sportwagen-Weltmeisterschaft und damit auch zurück nach Le Mans kehren. Die erfolgreichste Marke beim berühmtesten 24h-Rennen der Welt will ihre Erfolgsserie ausbauen. Porsche strebt nach dem 20. Gesamtsieg an der Sarthe.

Die LMDh-Klasse – geboren in den USA – hat für Weissach die Sportwagen-Topklasse wieder attraktiv gemacht. Weil man mit vergleichsweise wenig Budget nach den ganz großen Pokalen im Langstreckensport greifen kann. Nicht nur in Le Mans, sondern auch in den USA. In der amerikanischen IMSA-Rennserie sollen bald ebenfalls LMDh-Autos, die auf LMP2-Chassis aufbauen und ein Einheits-Hybridsystem haben, und Hypercars in einer gemeinsamen Topklasse konkurrieren. Damit sind für Porsche auch Gesamtsiege bei den Klassikern von Daytona und Sebring möglich.

Teambasis in Deutschland und USA

Für das neue Projekt spannt sich Porsche mit einer erfahrenen Mannschaft zusammen, die jenseits des Atlantiks operiert und seit Jahrzehnten eine feste Größe im Motorsport ist. Das Team Penske wird ab 2023 die Werkseinsätze der LMDh-Autos von Porsche durchführen – sowohl in der FIA WEC als auch in der IMSA. Insgesamt spricht man von je zwei Werksrennwagen pro Rennserie. Der Vertrag zwischen dem Sportwagenhersteller und dem 1966 gegründeten US-Rennstall laufe über mehrere Jahre, wie Porsche mitteilt.

Unter dem Namen "Porsche Penske Motorsport" laufen die Werksaktivitäten. Ansonsten will Porsche sein rund 1.000 Kilogramm schweres und 680 PS starkes Auto auch Kundenteams verfügbar machen. So ergibt sich eine schöne Einnahmequelle. "Diese Partnermannschaften werden von uns intensiv betreut. Erkenntnisse aus den Werkseinsätzen teilen wir mit ihnen", verspricht Porsche-Entwicklungschef Michael Steiner.

Die neue Struktur zwischen Porsche und Penske baut auf zwei Standorten auf. In Weissach und im US-amerikanischen Mooresville (North Carolina), wo Penske beheimatet ist. "Erstmals in der Geschichte von Porsche Motorsport wird unser Unternehmen durch ein globales Einsatzteam in den beiden weltweit größten Langstreckenserien vertreten sein", äußert sich Porsches Vorstandsvorsitzender Oliver Blume. "Zu diesem Zweck bauen wir jeweils eine Teambasis auf beiden Seiten des Atlantiks auf. Damit schaffen wir optimale Strukturen für den Kampf um Gesamtsiege, beispielsweise in Le Mans, Daytona oder Sebring."

Penske stolz auf Zusammenarbeit

Beide Partner kennen sich bereits aus der Vergangenheit. Penske setzte zwischen 2006 und 2008 zwei Porsche RS Spyder in der American Le Mans Series ein und errang in den drei Jahren jeweils die Titel in der LMP2-Klasse. Bereits in den 1970er-Jahren waren die Amerikaner mit dem legendären Porsche 917 in der CanAm-Serie erfolgreich unterwegs. Was Penske noch fehlt, ist ein Triumph in Le Mans. Das will man gemeinsam mit Porsche nachholen.

"Dieser Tag erfüllt uns alle mit großem Stolz. Seit mehr als sechs Jahrzehnten repräsentieren wir die Marke Porsche sowohl auf Rennstrecken als auch in unseren anderen Geschäftsfeldern. Die gemeinsame Historie und die großen Erfolge, die wir zusammen feiern durften, sind unvergleichlich. Ich kann es kaum erwarten, mit dem Aufbau des globalen Rennteams zu beginnen, das in Zukunft um Siege und Titel fahren wird", sagt Roger Penske.

Einen Partner für das Chassis hat Porsche noch nicht bekanntgegeben. Ebenso wenig wie die Motorenarchitektur für den LMDh-Rennwagen. Soviel ist klar: Porsche und Audi, das ebenfalls 2023 in die Topklasse einsteigt, wollen eng zusammenarbeiten. Als Konkurrenten warten große Automarken auf beide: Ferrari, Toyota, Peugeot.

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