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Neue Partnerschaft mit Polestar - Cake Kalk OR und Cake Kalk Ink/SL

MOTORRAD online-Logo MOTORRAD online 17.04.2020 Uli Baumann, Slawomir Niewrzol

Cake aus Schweden bietet mit der Kalk eine elektrisch angetriebene Enduro, die nur knapp 70 Kilogramm wiegt und 80 Kilometer weit fährt und die es auch als Straßenversionen gibt. Eine Kooperation mit Polestar soll nun den Vertrieb ankurbeln.

Mit diesen Vorgaben konnte es nur auf ein Elektrobike hinauslaufen. © Cake. Mit diesen Vorgaben konnte es nur auf ein Elektrobike hinauslaufen.

Die Firmenphilosophie von Cake aus Schweden ist einfach und klar: Wir entwickeln und bauen leichte, leise, umweltfreundliche  und leistungsstarke Offroad-Bikes die jede Menge Fahrspaß liefern sollen. Mittlerweile haben die Schweder ihre Modellstrategie weiter ausgearbeitet, sodass auch Modelle für den Straßenbetrieb angeboten werden. Das neueste dieser Straßenmotorräder hört auf den Namen Cake Kalk Ink SL. Mitte Mai 2020 wurde zudem bekannt gegeben, dass Cake und die Volvo-Tochter Polestar, ihre 2019 geschlossene Partnerschaft nochmals intensivieren wollen. Beide Hersteller, die ihren Fokus auf elektrisch angetriebenen Fahrzeugen gelegt haben, möchten jeweils voneinander profitieren und neue Zielgruppen an Land ziehen. So sollen die Bikes von Cake in Zukunft auf ausgewählten Veranstaltungen von Polestar eine Rolle einnehmen. Abgesehen davon werden die Motorräder von Cake zukünftig auch in Polestar-Shops zu haben sein.

"Günstigere" Basisvariante für die Straße

Dabei bietet Cake mittlerweile diverse Modellvarianten an. Die Sogenannte Cake Kalk Ink stellt dabei quasi das Einstiegsmodell dar und ist somit das günstigste Bike des schwedischen Herstellers. Entsprechend bietet sie auch weniger Features als die teurere Cake Kalk OR. So ist die Cake Kalk Ink SL ab 10.500 Euro zu haben während die OR knapp 13.000 Euro kostet. Unterschiede sind vor allem bei den Federelementen auszumachen. Abgesehen davon musste die Straßenvariante mit einigen neuen Komponenten wie einer LED-Beleuchtung, Spiegeln, einem Kennzeichenhalter und Blinkern ausgestattet werden, um die Straßenzulassung zu erfüllen. Auch die Endgeschwindigkeit konnte bei der SL durch diverse Modifikationen leicht angehoben werden. Knapp 90 km/h soll die SL aufs Tacho bringen.

Durch die zusätzlichen Bauteile legt die SL im Vergleich zum Offroad-Bike auch an Gewicht zu. Knapp 82 Kilogramm bringt die immer noch leichte Straßen-Cake inklusive 2,6 kWh-Akku und 10 kW-Motor auf die Waage. Damit soll je nach Fahrstil und Einsatzzweck 35 (Highspeed-Modus mit durchschnittlich 70 km/h) und 86 Kilometer (Trail- oder Enduro-Modus) drin sein. Bereits im Juli 2020 soll die Auslieferung der SL beginnen.

Calk OR – Mountainbike oder doch schon Motorrad?

Bereits 2018 präsentierte Cake sein erstes Cake-Modell. Das Gesamtkonzept der Kalk wirkt wie ein überdimensioniertes Mountainbike oder eben wie eine winzige Enduro. Angetrieben wird die Kalk OR von einem 15 kW starken Elektromotor, der aus einem 2,6 kWh großen Lithium-Ionen-Energiespeicher versorgt wird. Das maximale Drehmoment wird mit 42 Nm an der Kurbelwelle angegeben. Platziert wurde der E-Motor dort, wo konventionell angetriebene Bikes das Getriebe tragen. Die Batterie, die eine maximale Reichweite von bis zu 80 Kilometern liefern soll, sitzt darüber und füllt den Platz bis zur Sitzbank. Die Leistungselektronik findet ihren Platz davor.  Vom Cockpit aus können drei Drive-Modi abgerufen werden. Zudem kann die Bremsleistung des Elektromotors und damit auch die Energierückgewinnung stufenlos reguliert werden. Verzögert wird mit konventionellen Stoppern. Vierkolbensättel beißen in 220er Scheiben. Die sind wichtig, soll die Kalk doch über 75 km/h schnell sein.

Ursprungsbike seit Mitte 2018 erhältlich

Der E-Antrieb steckt in einem Brückenrahmen aus geschraubten Aluminiumgussprofilen mit stabilisierndem Unterzug, aus dem gleichen Werkstoff zeigt sich auch die Schwinge gefertigt. Vorne führt, federt und dämpft eine voll einstelbare Öhlins Upside-Down-Gabel mit 38er Standrohren und 204 mm Federweg. Hinten steckt ein ebenfalls voll einstellbares Öhlins TTX-Federbein. Die wenigen Verkleidungsteile sind aus Kohlefaserlaminat gefertigt. Die Drahtspeichenräder messen 24 Zoll im Durchmesser.

Und weil die Kalk ursprünglich ausschließlich für den Offroad-Einsatz vorgesehen war, wurde auf Beleuchtungseinrichtungen gänzlich verzichtet. Nach den ersten Auslieferungen in 2018 zeigte es sich aber schnell, dass Kunden die Kalk gerne auch legal auf der Straße bewegen wollen. Kalk legte nach und bietet das Modell OR seit März 2019 auch in einer in den USA und Europa straßentauglichen Version an. Als Grundpreis werden 13.000 Euro genannt. Ab Juli 2020 gibt es wie oben beschrieben mit der Kalk SL noch ein günstigeres Straßenmodell von Cake.

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