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Längerer Radstand und größere Spurbreite - Volkswagen T7 (2021)

Promobil-Logo Promobil vor 2 Std. Gesa Marx, Sophia Pfisterer, Franziska Plessing
Erstes Rendering, wie der neue VW T7 künftig von außen aussehen soll. Gut sichtbar aus dieser Perspektive: Das Panoramadach. © VW Erstes Rendering, wie der neue VW T7 künftig von außen aussehen soll. Gut sichtbar aus dieser Perspektive: Das Panoramadach.

Die Salami-Taktik von VW zu den Infos des neuen Bullis geht weiter: Erst vor kurzem veröffentlichte Volkswagen ein erstes, offizielles Teaserbild der Front des VW T7. Auf dem Fahrzeuggesicht sind schmale Scheinwerfer im ID-Stil mit LED-Lichtbändern zu erkennen. Diese verlaufen über die gesamte Fahrzeugbreite. Mittig prangt das neue VW-Logo.

Altbekannter, neuer Look

Jetzt wurden erstes Designskizzen der kompletten Fahrzeug-Karosserie veröffentlicht. Der neue VW T7 präsentiert sich typisch im Bicolor-Look. Eher ungewöhnlich: die Farbauswahl in automotivem Rot und Schwarz.

Nicht nur optisch, auch konstruktiv wurde der Van neu ausgerichtet: Die Fahrzeugfront ist viel länger als in den Vorgängermodellen. Dennoch verwendet er Stilelemente seiner Vorgänger, denn die nach vorne gezogene Motorhaube ist vom T4 bekannt. Die horizontale Linie stammt aus dem T3.

Ebenfalls zu erkennen auf den ersten Außenbildern: Neben dem längeren Radstand ist auch die Spurbreite vergrößert. Gleichzeitig soll der VW T7 etwas flacher werden, um die Aerodynamik zu verbessern und den Spritverbrauch zu drosseln.

Zwischen der A-Säule und den Vordertüren platziert VW außerdem erstmals in der T-Reihe ein zusätzliches Fenster. Zusammen mit dem abgebildeten Panoramadach wird der T7 Multivan daher vermutlich innen besonders hell sein.

Multivan als Plug-in-Hybrid

Den VW T7 Multivan soll es erstmals als eHybrid geben. So kann der Van zeitweise vollelektrisch fahren. Für den Stadtverkehr soll es ausreichend Reichweite geben, sodass "die typischen Tagesdistanzen emissionsfrei zurückgelegt werden können".

Zum emissionsfreien Fahren im Stadtverkehr gibt es Verbrenner-Power für die Langstrecke. Sind beispielsweise bei Überlandfahrten oder auf der Autobahn höhere Geschwindigkeiten verlangt oder droht die Batterie sich zu entleeren, schaltet sich der Turbobenziner (TSI) dazu.

Apropos Batterie: Die Lithium-Ionen-Batterie ist im Unterboden des Multivans eingebaut. Das ist einerseits platzsparend und soll andererseits den Schwerpunkt des Fahrzeugs absenken. Geladen wird die Batterie vorne rechts am Kotflügel. Wie groß die Speicherkapazität ist und wie schnell die Batterie komplett geladen ist, hat VW noch nicht bekannt gegeben. Der Konzern will eine eigene Ladekarte fürs öffentliche Ladenetz anbieten sowie Wallboxen zum Schnellladen daheim.

Neu entwickelte Sitze im VW Multivan

VW kündigt ein neues Sitzsystem im T7 Multivan an. Die Funktionalität im Innenraum wird komplett überarbeitet. So wird es den Multivan nur noch mit Einzelsitzen geben, die durchgehende Rücksitzbank in der dritten Sitzreihe schafft VW ab.

Stattdessen verbaut der Hersteller in der zweiten und dritten Reihe leichtere Einzelsitze, die einfach ein- und ausbaubar sind. Zudem können sie über ein neu entwickeltes Schienensystem verschoben und einzeln umgeklappt werden. Der mittlere Sitz gleitet bei Bedarf stufenlos bis kurz vor die erste Sitzreihe. Die Sitze selbst verfügen über integrierte Kopfstützen. Die Lehnen erscheinen stark, die Sitzflächen bieten starke Wangen, die Polster sind dick.

Diese Neuerung ist besonders für VW-CamperInnen interessant, da sie die Busse oftmals als Alltagsfahrzeug und Reisemobil nutzen. Sie haben entsprechend vielseitige Ansprüche an die Innenraumnutzung. Ob und wie eine umlegbare Schlafsitzbank aussehen wird, bleibt abzuwarten.

Multivan-Tisch und Panoramadach

Bereits bekannt: Den VW Multivan auf T7 wird es auch wieder mit einem Tisch geben. Dieser ist dank des neuen Schienensystems ebenfalls sehr flexibel positionierbar und kann überall angedockt werden. Da die Schienen bis nach vorn reichen, kann der Tisch auch als Mittelkonsole zwischen Fahrer- und Beifahrersitz dienen.

Die Standardposition für den Tisch ist in der Fahrzeugmitte. Die beiden herausklappbaren Tischhälften und die Höheneinstellung sind eingefahren. In dieser Art Mittelkonsole sind Becherhalter und eine Ablage integriert.

Hochgefahren erreicht man Staufächer für Spielzeug oder Getränkeflaschen. Zum Ausbauen klinkt man den Tisch über zwei Griffe am Sockel aus. Dann ist entsprechend viel Platz vorhanden für langes und sperriges Ladegut wie Räder oder Surfboards.

Auf den Skizzen ist außerdem das Cockpit mit einem digitalen Display hinter dem Lenkrad zu erkennen. Hier bedient sich der VW T7 aus dem Pkw-Regal der Marke. Als weiteres Detail zeigt sich ein leicht gebogenes Cockpitdach sowie ein Bildschirm in der Mittelkonsole. Dieser dürfte zur Steuerung des Infotainmentsystems dienen.

Der abgebildete Bus ist über dem Cockpit mit einem Dachfenster und weiter hinten mit einem Panoramadach ausgestattet, das sich über die gesamte Dachlänge zieht. Auf beiden Seiten gibt es Schiebetüren, die über den Griff im Scheibenrahmen zu öffnen sind. Dazu fallen die Fensterbrüstungen der Türen sehr breit aus.

Verzicht auf E-Version

Der VW-Konzern verzichtet beim T7 auf eine Version mit einem reinen Elektro-Motor. Der Grund für den Wegfall der Elektro-Version ist die Basis des Fahrzeugs, die MQB-Plattform (Modularer Querbaukasten).

Wie viele andere Fahrzeuge des VW-Konzerns, beispielsweise auch der neue Caddy, wird der neue T7 ebenso darauf aufbauen. Diese Plattform-Strategie ermöglicht es, einfach und günstig verschiedene Karosserieformen und Antriebsvariationen herzustellen. Künftig wird der VW-Transporter mit konventionellen Antrieben und Plug-in-Hybrid-Antriebssträngen ausgerüstet.

Bemerkenswert: Die Belegschaft von VW protestierte gegen den Verzicht auf die T7-E-Version. Sie fürchten wohl um die Zukunftsfähigkeit ihres Standorts. Kein Wunder, VW will vom T7 mit 25.000 Fahrzeugen nur relativ wenige Einheiten in fünf Jahren produzieren.

T6.1 weiterhin verfügbar

Mit der MQB-Plattform hat der T7 also eher eine Pkw-Basis, die zwar bestimmt komfortabel, aber weniger robust sein wird. Beispielsweise wird der MQB nicht so eine hohe Nutzlast zur Verfügung stellen, wie sie gewerblich genutzte Fahrzeuge in der Regel benötigen. Als klassisches Nutzfahrzeug bleibt deshalb der T6.1 weiterhin verfügbar, auch nach dem Marktstart des T7.

Erlkönig-Sichtung 2020 zeigt Veränderungen

Bereits bei Prototypen-Sichtungen des VW T7 in den vergangenen Jahren waren deutliche Unterschiede sowohl in der Technik als auch in der Optik im Vergleich zum Vorgängermodell zu erkennen: Eine längere Motorhaube, größere Überhänge und die zurückversetzte Fahrgastkabine stechen bei der neuen Bulli-Version sofort ins Auge.

Zumindest für die längere Haube gibt es direkt eine Erklärung: Für die Batterien (48-Volt-Bordnetz) und die technischen Voraussetzungen der Assistenzsysteme sind zusätzliche Nebenaggregate notwendig. Diese müssen notgedrungen im Motorraum untergebracht werden.

Optisch sind jedoch auch viele Dinge beim VW gleich geblieben: Schiebetüren sorgen beim kastigen VW T7 für einen funktionalen Zugang. Die Front erhält neuartige, schmale Scheinwerfer mit LED-Lichtbändern. Wie üblich wird das VW-Logo am Grill befestigt, der in neuem Glanz erstrahlt.

ExpertInnen entdecken jedoch sofort, dass die A-Säule mit Dreiecksfenster breiter ist und das Dach leicht abfällt. Dieses endet in einem verhältnismäßig großen Heckspoiler. Auch dort sind einige Anpassungen ersichtlich, auch wenn es durch die Tarnung teilweise nur schwer zu sehen ist.

Senkrecht ausgeführt sind nun die Heckleuchten, die bis in die Seiten hineinragen. Eine zusätzliche Schiebetür steht auch bei dieser Version scheinbar wieder als Option zur Verfügung. Die umfassenden Veränderungen führen dazu, dass der VW T7 immer mehr einem Pkw ähnelt und so nicht nur für den Campingurlaub, sondern auch im Alltag ein treuer Begleiter werden könnte.

Technische Fortschritte in der T-Familie

Die T6-Generation hat sich gegenüber dem Vorgänger T5 nicht dramatisch geändert: Optisch wirkt der T6 wie ein Facelift des T5, technisch bekam der T6 einen verbesserten, sparsameren Motor mit Start-Stopp-Funktion und Assistenz-Systeme aus der Pkw-Entwicklung.

Die neueste Update-Version des T6.1 erhielt bereits zahlreiche neue Assistenten und eine Elektro-Variante mit 400 km Reichweite. Doch auch mit dem T7 steht keine komplette Neuentwicklung an. Die MQB-Plattform liefert ein 48-Volt-Bordnetz, die Möglichkeit zum Update der Elektronik und einen modularen Infotainmentbaukasten – alles Dinge, die für Vernetzung und Komfort sprechen, aber nicht für technische Revolutionen.

Das Zeitalter der Elektro-Bullis wird erst mit dem Volkswagen I.D. Buzz anbrechen. Die erste Studie unter diesem Namen wurde bereits Anfang 2017 vorgestellt.

Die I.D.-Buzz-Studie, die nicht nur elektrisch, sondern auch autonom fahren kann, soll erst im Jahr 2022 auf den Markt kommen. Die I.D.-Modellfamilie basiert auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB). Bei diesem E-Baukasten ist allerdings noch nicht klar, ob er von Anfang an auch für die Lasten von Transportern oder Campingmobilen entwickelt wurde.

VW-Plattformstrategie und Camping-Eignung

Bei konventionellen Fahrzeugen verfolgt VW schon lange die Strategie: eine Basis, viele Fahrzeuge. Im Hinblick auf effiziente Massenproduktion und Kostendruck, ist die Plattformstrategie von Volkswagen Pflicht. Der MQB ist also produktionstechnisch clever, aber bringt keine dramatischen Fortschritte. Für einen Campingbus, der weite Strecken am Stück bewältigen können sollte, wäre aber der Elektroantrieb (derzeit) wahrscheinlich ohnehin (noch) nicht erste Wahl.

Das alleine würde für den T7 als Verbrenner mit Plug-in-Hybrid-Option als neue Basis für den VW California sprechen. Die Nutzlast wiederum dafür, dass die Version T6.1 Basis für den Campingbus bleibt. Wir bleiben gespannt, für welche Basis sich VW für den California entscheidet und halten Sie hier auf dem Laufenden.

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