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Rettet den V12-Motor!

DIE WELT-Logo DIE WELT 22.11.2017
Aston Martin Valkyrie © Aston Martin Aston Martin Valkyrie

Der V12-Saugmotor ist eine aussterbende Gattung. Allein um fünf Neuwagen mit einem solchen Triebwerk zusammenzubekommen, muss man sich anstrengen. Diese besonderen Exemplare sind uns eingefallen.

Downsizing – für viele Autofans ist das ein Unwort. Großvolumige und klangstarke Motoren scheinen allmählich auszusterben. Leider! Der V12-Saugmotor war zwar schon immer ein Exot, doch mittlerweile gibt es gerade noch etwas mehr als eine Handvoll Fahrzeuge mit V12-Sauger, die man als Neuwagen käuflich erwerben kann, sofern sie nicht schon ausverkauft sind. Fünf Stück haben wir hier zusammengetragen.

Aston Martin Vantage V12S

Fangen wir klein an, mit dem "Baby-Aston", dem Vantage V12S. Der frei atmende Zwölfzylinder leistet 571 PS und stemmt 620 Newtonmeter auf die Hinterachse. In 3,9 Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100, Schluss ist erst bei 330 km/h – der schnellste Aston Martin, den man aktuell kaufen kann.

Geschaltet wird normalerweise über eine Siebengang-Automatik, Puristen dürfen sich seit 2017 wieder über ein manuelles Getriebe im Aston Martin freuen. Zu den klassischen Attributen passen die geschmiedeten Felgen und die Bremsscheiben aus Carbon-Keramik. Wer der Geräuschkulisse des großen Motors etwas genauer lauschen möchte, sollte zur offenen Variante des Vantage greifen.

Ferrari GTC4Lusso

Vor allem bei den italienischen Nobelmarken Ferrari und Lamborghini steht der V12-Sauger weiterhin hoch im Kurs. Gleich mehrere Fahrzeuge aus Maranello kommen mit dem klassischen Triebwerk daher. 2016 wurde beispielsweise der GTC4Lusso als Nachfolger des FF neu eingeführt.

Hier misst der Motor 6,3 Liter im Volumen und produziert eine Leistung von 690 PS. Das Drehmoment beziffert Ferrari mit 697 Newtonmeter, die Beschleunigung von null auf Tempo 100 mit 3,4 Sekunden. Der Viersitzer übernimmt größtenteils das Design des FF, technisch geht es mit einer Hinterachslenkung und elektrisch geregelten Dämpfern weiter voran.

Lamborghini Aventador S

Bei Lamborghini trägt der Aventador S mit Stolz einen 6,5 Liter großen V12-Sauger. Mit 740 PS ist der Lambo das stärkste "normale" Auto in dieser Top-Five-Liste. Den Sprint auf Tempo 100 erledigt der Aventador S in nur 2,9 Sekunden.

Eine Hinterachslenkung hilft beim Kurvenfahren und vor der Eisdiele. Dort kann man allerdings auch nur vorfahren, wenn man mindestens 330.000 Euro an die Zentrale nach Sant'Agata Bolognese überweist.

Pagani Zonda HP Barchetta

Deutlich exklusiver als alle bisher vorgestellten Autos ist der Pagani Zonda HP Barchetta, der 2017 in Pebble Beach vorgestellt wurde. Lediglich drei Exemplare des mit einem 7,3 Liter großen AMG-V12 ausgerüsteten Roadsters sollen gebaut werden. Die Haupterkennungsmerkmale des Barchetta sind die abgeschnittene Windschutzscheibe und die winzigen Seitenfenster.

Außerdem sind die Hinterräder zu einem Drittel mit einer Carbon-Abdeckung verkleidet. Zu genauen Leistungsdaten schweigt sich der Hersteller aus, der stärkste "gewöhnliche" Zonda glänzte als Revolucion mit 800 PS. Dieser war auf fünf Exemplare limitiert und kostete rund 2,6 Millionen Euro. Der Barchetta dürfte daher wohl noch etwas teurer ausfallen.

Aston Martin Valkyrie

Das extremste Neufahrzeug, das es in naher Zukunft mit einem V12-Sauger auf die Straße schaffen soll, ist der Aston Martin Valkyrie. Bei dem Hypercar handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Briten mit dem Formel-1-Team von Red Bull und im Speziellen mit deren Chef-Aerodynamiker Adrian Newey.

Unter der im Windkanal geformten Carbonhaut wird ein 6,5 Liter großer V12 von Formel-1-Experte Cosworth Platz finden, der mit einer Hybrideinheit von Rimac auf 1000 PS kommen soll. Dazu passend soll das Fahrzeuggewicht die magische 1000-Kilo-Grenze nicht überschreiten. Im Gegensatz zu anderen Supersportwagen wie beispielsweise dem Ferrari FXX-K soll der Valkyrie auch straßentauglich sein.

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