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Svartpilen, Vitpilen, Enduro & Supermoto - Husqvarna im Modelljahr 2020

MOTORRAD online-Logo MOTORRAD online 17.01.2020 Peter Mayer, Slawomir Niewrzol

Husqvarna geht im Modelljahr 2020 größtenteils mit alt bekannten Bikes wie den Vit- und Svartpilen-Modellen an den Start, die leicht überarbeitet wurden. Ein Überblick über die angebotenen Bikes inklusive der aktuellen Preise.

© Husqvarna.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die 2020er-Modellpalette von Husqvarna nicht wirklich mit den 2019 angebotenen Bikes. Und tatsächlich verstecken sich die Unterschiede im Detail. Einige Modelle gibt es in neuen Farbvarianten. Zudem rollen die Svart- und Vitpilen-Modelle 2020 auf Speichenrädern auf die Straßen. Die 701 Enduro gibt es 2020 zudem in einer Long-Range-Variante. Die 701 Supermoto erhält außerdem einige Updates in Sachen Elektronik. Auf der EICMA 2019 präsentierte Husqvarna zudem ein Concept-Bike namens Norden 901 (oben im Bild), das die Husqvarna-Modellpalette um eine Reiseenduro erweitern wird. Wann genau die neue Norden als Serien-Bike kommen wird, verrät die KTM-Tochter noch nicht.

Husqvarna Vitpilen 401

Auf den Fotos der Svartpilen und der Vitpilen sticht sofort das Baukastensystem ins Auge. Doch wer in die Sättel des Duos klettert, erlebt unterschiedliche Motorräder. Bei der Vitpilen spannen die Lenkerstummel den Piloten über den Tank, vermitteln der jungen Zielgruppe das Gefühl der Café-Racer-Szene der Sechzigerjahre. Nicht nur, weil damals meist die Freundin beim flotten Ausritt mitdurfte, freut sich die Sozia auch heute auf der Vitpilen – und der Svartpilen – über die nun 40 Millimeter längere Sitzbank.

Husqvarna Svartpilen 401

Selbst Fachleute erkennen erst auf den zweiten Blick, dass dieser Scrambler mal eine KTM 390 Duke war. Man kann sogar sagen: Er ist es noch. Rahmen, Schwinge, Federelemente, Bremsen und Motor stammen unverändert aus dem orangefarbenen Bonsai-Funbike. Darüber täuscht die unorthodox gezeichnete Tank-Sitzbank-Einheit genauso hinweg wie das minimalistische Rahmenheck. Während die kleine Duke Verkaufsrekorde feiert, bleibt es um die extravagante Svartpilen auch im dritten Modelljahr noch auffällig ruhig.

Husqvarna Vitpilen 701

Das ist sie, die Chartsstürmerin. Oder nüchtern formuliert: Die Vitpilen 701 ist die bestverkaufte der Straßen-Modellpalette von Husqvarna, verkaufte sich sogar besser als die Enduro 701. Der Vergleich hinkt nicht, denn trotz des konzeptionellen Unterschieds teilt sich die Vitpilen zumindest den Motor mit besagtem Stollenbike, während das Fahrwerk mit Retuschen (kürzerer Radstand, steilerer Lenkkopfwinkel) von der KTM Duke stammt. Und: Die neuen Farben und die Speichenräder stehen der Vitpilen ziemlich gut.

Husqvarna Svartpilen 701

Ein Wort sucht man in sämtlichen Prospekten über die Husqvarna-Modellpalette vergebens: KTM. Doch wie alle anderen Huskies, rollt auch die 701 Svartpilen von den Fließbändern der Konzernmutter in Mattighofen. Und wie bei ihren hubraumschwächeren Schwestern, kommt trotz schwedischen Namens (auf deutsch: schwarzer Pfeil) ausnahmslos österreichische Technik zum Einsatz. Mit dem 693-cm³-Einzylinder aus der KTM Duke ist die Exil-Schwedin auf jeden Fall gut gerüstet. 75 PS Spitzenleistung, spritzige Leistungsentfaltung und – dank zweier Ausgleichswellen – eine erstaunlich gute Laufkultur werden den Dirt Tracker schneller am Publikum vor der Eisdiele vorbeikatapultieren, als manchem Besitzer lieb sein wird. Schade wär‘s, denn sowohl die Svart- als auch die Vitpilen rollen im Modelljahr 2020 auf Speichen- statt Gussrädern, die sich sehr harmonisch in das – nach wie vor umstrittene – optische Gesamtkonzept einfügen. Doch wer weiß: Vielleicht kann das Aus für die 690er-Duke der mäßig nachgefragten 701er-Linie etwas Rückenwind vermitteln.

Husqvarna 701 Supermoto

So ist das mit den Einzelkindern: Wenn ein Geschwisterchen hinzukommt, spielen sie meist die zweite Geige. Diese Erfahrung machte im vergangenen Jahr auch die 701er-Supermoto. Das Comeback der KTM 690 SMC R setzte den Verkaufszahlen der Husky spürbar zu. Doch nun erhält auch die vernachlässigte 701er die Elektronik (Kurven-ABS, Quickshifter, Traktionskontrolle, Fahrmodi), mit der die KTM ihr Schwesterlein ausbootete. Also kann wieder auf Augenhöhe gestritten werden – wie im richtigen Familienleben.

Husqvarna 701 Enduro

Bei der Suche nach mehr Eigenständigkeit der Huskies gegenüber den orangefarbenen Schwestern, zeigen sich die Modellplaner im weiß-gelben Dress ziemlich kreativ. Das neueste Unterscheidungsmerkmal ist die Long-Range-Variante der 701er-Enduro. Ein 12 Liter fassender Fronttank stockt die im Rahmenheck gebunkerten 13 Liter Sprit auf stattliche 25 Liter auf. So kann sich der Husky-Treiber ohne störenden Tankstopp über die weiteren neuen Goodies wie Quickshifter, Traktionskontrolle und Kurven-ABS freuen.

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