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Liebe oder Hass? Das denkt Hollywood über Julia Roberts

StarsInsider-Logo StarsInsider 03.04.2020 Stars Insider
"America's Sweetheart" ist vielleicht doch nicht so süß, wie alle glauben © BrunoPress "America's Sweetheart" ist vielleicht doch nicht so süß, wie alle glauben

Jeder kennt ihr strahlendes Lächeln und ansteckendes Grinsen und seit wir denken können, ist sie Amerikas bodenständiger Liebling. Mit Filmen wie "Magnolien aus Stahl" und "Pretty Woman" schaffte sie es in den Schauspiel-Olymp und wurde mit gerade mal 23 Jahren zu einer der bestbezahltesten Schauspielerinnen Hollywoods. Julia Roberts hat es definitiv nach ganz oben geschafft.

Natürlich gab es über die Jahre hinweg aber auch immer wieder Klatschblätter, die über ihre angeblichen Diva-Eigenschaften berichteten und ihr Liebesleben bis ins Detail auseinander nahmen. All das trägt nur zum komplexen Mythos, den die Schauspielerin umgibt, bei. Ist sie Liebling von allen oder doch eher die Feindin am Set? Finden Sie heraus, wer sie liebt und wer gut ohne sie leben könnte.

Gary Marshall etwa liebt sie. Der Regisseur von "Pretty Woman" beschrieb sie als "eine Mischung aus Audrey Hepburn, Lucille Ball und Bambi."

Herbert Ross dagegen war besonders hart zu ihr. Der verstorbene "Magnolien aus Stahl"-Regisseur war am Set wohl ziemlich gemein zu den Darstellern, die laut ihm alle nicht schauspielern konnten. Aber vor allem Roberts bekam seine Kritik ab. Aber während er sie nicht mochte, taten dies andere. Ihre Filmpartnerinnen Shirley MacLaine und Sally Field unterstützten sie durchgehend und Roberts bezeichnete diese als "konstante Quelle der Unterstützung und mütterlicher Güte". Aber hier nahm ihr berüchtigter Ruf in der Klatschpresse seinen Anfang.

Während der Dreharbeiten zu "Magnolien aus Stahl" im Jahr 1989 begann Roberts eine Beziehung zum Filmpartner Dylan McDermott. Sie verlobten sich sogar. Aber sie beendete die Verbindung... für jemand anderen.

Und zwar für einen verheirateten Mann. Sie verließ McDermott wohl für ihren Costar aus "Flatliners", Kiefer Sutherland. Der war damals allerdings noch mit Camelia Kath verheiratet, der Mutter seines Kindes. Als sie dann einen Oscar für "Magnolien aus Stahl" gewann, dankte sie in ihrer Rede ihrem "wunderschönen, blauäugigen, grünäugigen besten Freund, der mir alles gibt". Es gab keinen Zweifel, dass sie sich damit auf Sutherland bezog, der zwei verschiedenfarbige Augen hat.

© Bereitgestellt von StarsInsider

Damals war sie um die 23 Jahre alt und so überraschte es nicht, dass Hollywoods heißestes Pärchen natürlich auch so sein Drama zu erzählen hatte. Angeblich zog Sutherland in ein fragwürdiges Hotel und hatte dort die Gesellschaft von einer 24-jährigen exotischen Tänzerin mit dem Namen Amanda Rice. Und ganz wie im Film war Roberts auch im wahren Leben eine "Braut, die sich nicht traut". Der Veranstaltungsort, Century Fox' Soundstage 14, wurde schon mit Blumen für die Hochzeit am 14. Juni 1991 dekoriert, aber Robert machte drei Tage vor dem großen Tag einen Rückzieher.

Der größte Aufreger an der Geschichte war, dass sie mit dem Kumpel ihres Verlobten, Jason Patric, durchbrannte. Er hatte zusammen mit Sutherland für "The Lost Boys" vor der Kamera gestanden. Angeblich war er von Sutherland auch nicht zur Hochzeit eingeladen worden – und dann verschwanden die beiden gemeinsam nach Irland. Natürlich kam ihre Flucht an die Öffentlichkeit. Es war schwierig, die ganze Sache geheim zu halten, weil die Presse sie überall aufspürte und verfolgte. Das war vielleicht zu viel der Dramatik, denn 1992 beendeten sie das Intermezzo schon wieder.

Trotz allem ist Sutherland ihr heute nicht böse, er schätzt sie immer noch. 2006 sagte er dem Rolling Stone, "Ich würdige Julia sehr dafür, dass sie gesehen hat, wie jung und dumm wir waren, auch wenn es in der letzten Minute passierte, auch wenn es so schmerzhaft und schwer war, wie es eben war. Gott sei Dank hat sie das erkannt."

Auch die Zeit am Set von Spielbergs "Hook" kann wohl als eher unglückselig beschrieben werden. Roberts war anscheinend während der Dreharbeiten 1991 so kompliziert, dass die Besetzung und die Crew sie "Tinkerhell" nannten. Und Spielberg sagte in "60 Minutes", dass es kein glücklicher Zeitpunkt für die beiden gewesen sei, um zusammen zu arbeiten. Doch Roberts hörte von Spielbergs Einschätzung.

Sie verriet Vanity Fair später: "Ich habe das gehört und mir sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen. Ich konnte nicht glauben, dass jemand, den ich kannte und dem ich vertraute, tatsächlich zögerte, zu meiner Verteidigung zu eilen. Das war eine harte Lektion. Es war das erste Mal, dass ich das Gefühl hatte, einen Verräter in meinen Reihen zu haben."

Julianna Margulies ist ebenfalls kein großer Fan von Roberts, denn laut ihr war Roberts unfreundlich zu Kellnern. Der "Good Wife"-Star erzählte David Letterman in Jahr 2010, dass sie Roberts einst in einem Restaurant bedient habe. Sie fügte hinzu: "Sie ist super nett,... wenn du sie nicht bedienst." Die beiden trafen sich später erneut und Roberts entschuldigte sich.

Überstürzte Entscheidungen halfen ihrem Ruf auch nicht. Roberts heiratete den Sänger Lyle Lovett im Jahr 1993, da gingen die beiden gerade mal drei Wochen miteinander aus. Sie ließen sich zwei Jahre später bereits wieder scheiden.

Und für Nick Nolte war sie ebenfalls der Feind. 1994, am Set von "I Love Trouble – Nichts als Ärger", spielten die beiden eigentlich ein frischverheiratetes Paar, aber sie mussten die Szenen getrennt voneinander drehen und nutzen Körperdoubles. Laut der LA Times bekam Roberts ständig Wutanfälle und Nolte tat alles dafür, sie absichtlich auf die Palme zu bringen. In Interviews beschrieb Roberts Nolte als "absolut abstoßend" und sagte, er sei "keine nette Person".

Alle ihre Beziehungen, unter anderem mit Stars wie Matthew Perry, Benjamin Bratt und Daniel Day-Lewis gingen durch die Presse und sorgten mit Gerüchten um Fremdgehen und Herzschmerz für jede Menge Wirbel.

Hugh Grant beschwerte sich über die Kussszene – kaum zu glauben?! Aber wahr.

Nach dem Dreh von "Notting Hill" 1999 sagte Grant, sie habe "so einen großen Mund" und fügt hinzu: "Ich hörte ein fernes Echo, wenn ich sie geküsst habe." Aber Roberts ließ sich nicht beeindrucken. Sie sagte, sie würde ihm trotz seiner Gemeinheiten über ihr Aussehen vergeben. Später arbeiteten die beiden sogar nochmal zusammen.

Rupert Everett hingegen ist ein großer Fan. "Sie ist wirklich Miss America, nicht? Sie besitzt all die Eigenschaften, die die Leute in einer amerikanischen Frau sehen wollen", schwärmte Roberts Freund und Filmpartner aus "Die Hochzeit meines besten Freundes" 1999 gegenüber Vanity Fair.

Ein guter Freund ist auch George Clooney. 2001, nachdem Roberts sich zur Besetzung von "Ocean's Eleven" gesellt hatte, sandte Clooney ihr anscheinend einen 20-Dollar-Schein mit der Notiz "Ich habe gehört, du bekommst 20 pro Film". Er bezog sich damit auf den bahnbrechenden Erfolg von "Erin Brockovich", für den Dreh hatte sie 20 Millionen US-Dollar erhalten.

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Die Freundschaft geht sogar so weit, dass die Clooneys in einer persönlichen Angelegenheit bei Roberts Rat suchten. Er fragte sie später, wie man am besten mit Zwillingen umgehen würde und sie antwortete, "Es gibt keine Weisheit darüber, wie man mit Zwillingsbabies umgehen soll. Da gibt es nur Hoffnung und Gebete und Tränen und ganz viel gemeinsames Durchhaltevermögen."

Nach und nach beruhigte sich dann die Klatschpresse. Roberts ließ sich mit dem Kameramann Danny Moder nieder, den sie am Set von "The Mexican" kennengelernt hatte. Die beiden heirateten in einer Überraschungszeremonie im Jahr 2002 und haben drei Kinder miteinander (zweieiige Zwillinge und einen Sohn).

Dafür mag man sie South Carolina immer noch nicht so. Nach den Dreharbeiten zu "Der Feind in meinem Bett" in Abbeville beschrieb sie den Ort als "schrecklich rassistisch" und eine "lebendige Hölle". Mehr als 100 Einwohner legten Geld zusammen und bezahlten 467 US-Dollar (rund 420 Euro) für eine Werbeanzeige, die in der Variety erschien. Hier hieß es: "Pretty Woman? Pretty Low." Doch sie erklärte sich. Sie erzählte, dass sie sich auf einen Vorfall bezog, bei dem einem schwarzen Freund von ihr der Service in einem Restaurant in Abbeville verweigert worden war.

Dann gab es auch noch Gerüchte um Drama mit Meryl Streep. Die Boulevardblätter überschlugen sich mit Artikeln darüber, dass Streep Roberts nicht ausstehen könne. Angeblich habe Roberts alles getan, um Streep in den Hintergrund zu drängen und sicherzustellen, dass der Film "Im August in Osage County" mit einer Szene von ihr enden würde. Das war kompletter Unsinn. Roberts sagte über Streep: "Nun, sie ist eine Göttin... Ich denke, wir haben eine ziemlich ähnliche Herangehensweise an Familie und Arbeit. Ich liebe sie wirklich."

Eine lange Freundschaft verbindet sie auch mit Jennifer Aniston. "Sie ist so heiß", sagte Roberts über ihren Costar aus "Mother's Day". "Sie ist einfach zu wunderschön... Sie ist ein wunderbares Mädchen."

Dafür hat sie Probleme mit ihrem Bruder. Eric Roberts sprach über zehn Jahre nicht mit ihr, seit es 1993 einen Sorgerechtsstreit um seine Tochter Emma gegeben hatte. Julia stellte sich auf die Seite seiner Ex, da er Drogenprobleme hatte. 2004, nach der Geburt der Zwillinge, versöhnten sich die beiden jedoch endlich wieder.

Ist sie vielleicht schlichtweg gemein zu Kritikern? In einer Kolumne von Fox News im Jahr 2009 schrieb der Theaterkritiker Roger Friedmann, dass Roberts auf der Premiere von "Duplicity" absolute "unhöflich, regelrecht gemein und abweisend" gewesen sei. "Sie stieß mich vor allen anderen vor den Kopf, nur um etwas zu beweisen... Ihr Verhalten war unerwartet und ernüchternd."

Aber am Ende ist ihr egal, was andere denken. "Es ist lustig, wenn Leute sagen: 'Ich glaube nicht, dass Julia mich mag'", sagte sie mal. "Honey, wenn ich dich nicht mag, wirst du das schon merken."

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